Schnellwahl: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | XYZ

A - zum Anfang zurück

Allergenen

Substanz, die eine allergische Reaktion hervorruft

Allergenkarenz

Vermeidung von Allergenen

Allergie

Überreaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen

Atopien

Erblich bedingte Veranlagung zu Allergien

B - zum Anfang zurück

Bakterien

Krankheitserreger, die nur unter dem Mikroskop sichtbar sind

Belastungshypoxämie

Sauerstoffmangel im Blut

Beta2-Sympathomimetika

Medikamente mit bronchialerweiternder Wirkung

Blutgaswerte

Zu den Blutgasen zählen unter anderem die Atemgase Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2)

Blutsenkung

Geschwindigkeit mit der Blutkörperchen im Blut absinken

Bodyplethysmographie

große Lungenfunktion, der Patient sitzt dabei in einer Kammer und atmet in ein Messgerät. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Atemwegserkrankung.

Bradypnoe

Abnahme der Atemfrequenz

Bronchialkarzinom

medizinische Bezeichnung für Lungenkrebs

Bronchialkollaps

Zusammenfallen der Bronchialwände beim Ausatmen.

Bronchialobstruktion

Verengung der Atemwege, die Atemnot verursacht

Bronchiektasen

krankhafte Ausweitungen von Teilen des Bronchialsystems, in denen sich vermehrt Bronchialschleim absetzt, der nicht oder nur schwer abgehustet werden kann.

Bronchien

Äste der Luftröhre, über die die Luft in der Lunge verteilt wird

Bronchitis

Entzündung der Bronchialschleimhaut

Bronchodilatatoren

Medikamente, die die Bronchien erweitern

Bronchoalveoläre Lavage

Diagnostisches Verfahren, bei dem Sekret aus der Lunge als Untersuchungsmaterial gewonnen wird

Bronchographie

Röntgen Kontrast Untersuchung der Bronchien

bronchopulmonale Dysplasie

Atemnotsyndrom bei Frühgeborenen, die für längere Zeit beatmet werden müssen

Bronchoskopie

Lungenspiegelung bei der ein Endoskop über Mund oder Nase eingeführt und durch die Trachea in die Bronchien der Lunge vorgeschoben wird.

Bronchospasmus

Verkrampfung der Bronchialmuskulatur

Bronchospasmolyse

Mit dem Bronchospasmolyse-Test erkennt der Arzt, ob bei seinem Patienten eine behandelbare Atemwegsverengung vorliegt. Zunächst erfolgt die Messung der Lungenfunktion. Anschliessend inhaliert der Patient 1-2 Sprühstösse eines Medikamentes, welches die Verengung der Bronchien aufhebt (sog. ss2-Mimetika). Nach ca. 20 Minuten erfolgt eine erneute Messung der Lungenfunktion. Sind die Werte gegenüber der ersten Messung deutlich (grösser als 15%) verbessert, liegt ein behandlungsbedürftiges Asthma vor

Bronchospasmolytika

Medikamente, die die verkrampften Muskeln in den Bronchien lockern und erweitern

Bullae

Bullae sind mehr oder weniger grosse Blasen im Lungengewebe, die natürlich keinerlei Funktion mehr haben. Sie können aber reissen ("Pneu") oder - wenn sie sehr gross sind - gesundes Lungengewebe verdrängen und damit zu Beschwerden führen. Dann operiert man sie im Allgemeinen (Bullektomie)

Bullöses Emphysem

Das Lungengewebe ist von mehr oder weniger grossen Blasen durchsetzt

C - zum Anfang zurück

Calcium Blocker

Medikamente zur Behandlung der Hypertonie(Bluthochdruck)

COPD

Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem treten häufig gemeinsam auf

catarrhalis

mit vermehrter Absonderung durch die entzündete Schleimhaut einhergehend

check-up (engl.)

die gesamten Untersuchungen im Rahmen einer systematisierten Untersuchung

chronische Bronchitis

kann bei wiederholtem Rückfall aus der akuten Bronchitis entstehen. Unter den schädlichen chemischen Faktoren spielt insbesondere der Tabakrauch eine Rolle (Raucherbronchitis). Haupterscheinung der chronischen Bronchitis ist der hartnäckige Husten mit schleimigem Auswurf, der oft zur Lungenblähung (Emphysem) führt

Compliance

kBereitschaft des Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Massnahmen mitzuwirken.Im medikamentös therapeutischen Sinne Therapietreue und konsequente Einhaltung der Verordnungsvorschriften

Computer-Tomographie

rönt. Schichtaufnahmeverfahren

Cor pulmonale

Verdickung der Wände und/oder Erweiterung der rechten Herzkammer als Folge einer Lungenerkrankung. Die Lungenerkrankung führt zur Erhöhung des Widerstands im Herz-Lungen-Kreislauf und schädigt auf diese Weise das Herz

Cortisonismus

Krankheitserscheinungen bei langdauernder Cortcosteroidbehandlung

CPAP Therapie

Die CPAP-Therapie dient zur Behandlung vorübergehender Atemstillstände während des Schlafens, der sog. Schlafapnoe. CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure (Kontinuierlicher Atemwegsüberdruck)

CRP

CRP Bestimmung im Blut CRP ist die Abkürzung für C-reaktives Protein, ein Eiweiss, das im Blut vorkommt. Bei Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden, steigt der CRP-Wert stark an. Die Ursache dafür ist ein wesentlich stärkerer Zellzerfall bei bakteriellen als bei viralen Infektionen. Die CRP Bestimmung kann mit einem Blutstropfen aus dem Finger innerhalb von fünf Minuten ermittelt werden. Ein normaler CRP-Wert bedeutet, dass die Infektion mit grosser Wahrscheinlichkeit (95 Prozent) durch Viren ausgelöst wurde. Bei erhöhten CRP-Werten liegt die Vermutung einer bakteriellen Infektion nahe. Der CRP-Anstieg ist meist sensitiver als die Enzündungsparameter BSG=Blutsenkungsgeschwindigkeit oder die Leukozytenzahl

Cushing-Syndrom

gerötetes Vollmondgesicht, Steroidakne, Stammfettsucht, Osteoporose, Hypertonie

D - zum Anfang zurück

Dekortikation

Die Dekortikation ist eine Operationstechnik, die dann eingesetzt wird, wenn es nach einer Entzündung zu einer Verdickung des Brustfells mit einhergehender Einschränkung der Lungentätigkeit kommt. Während dieses Operationsverfahrens werden die verdickten und somit behindernden Teile des Brustfells entsprechend entfernt, was zur Folge hat, dass die verbleibenden Lungenareale sich weiter ausdehnen können

Diagnose

Die genaue Zuordnung von Befunden – diagnostischen Zeichen oder Symptomen – zu einem Krankheitsbegriff oder einer Symptomatik. Im weiteren Sinn handelt es sich bei der Diagnose um die Zuordnung von Phänomenen zu einer Kategorie

Diaphragma

Zwerchfell, wichtigster inspiratorischer Atemmuskel

Diazepam

Diazepam ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der langwirksamen Benzodiazepine. Es wird insbesondere als Psychopharmakon zur Behandlung von Angstzuständen, in der Therapie epileptischer Anfälle und als Schlafmittel angewendet. Da es bei einer Langzeittherapie mit Diazepam zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen kann, wird der Wirkstoff vorrangig in der Akuttherapie - das heisst nicht länger als vier bis sechs Wochen - eingesetzt

Diffusion

Physikalisch streng wird der Sauerstoff nicht aus dem Lungenbläschen (-> Alveole) in das Blut gefiltert, sondern gelangt durch Diffusion dahin. Der Unterschied liegt darin, dass beim Vorgang des Filterns der Druck, der notwendig ist, um die Bewegung zu erzeugen, durch die Schwerkraft erzeugt wird (denken Sie an den Kaffeefilter). Bei der Diffusion dagegen entsteht der Druck durch einen Konzentrationsunterschied. Stellen Sie sich z.B. zwei Kammern vor, eine gefüllt mit reinem Wasser, die andere mit einer konzentrierten Kochsalzlösung, dazwischen eine halbdurchlässige Wand, z.B. eine entsprechende Membran oder eine Tonwand:diese ist durchlässig für Wasser aber nicht für Salz. Der Kochsalzgehalt in beiden Kammern wird sich nun in einem gewissen Zeitraum angleichen, weil solange Wasser durch die Membran in die konzentrierte Lösung hinüber wandert, bis die Salzkonzentration auf beiden Seiten gleich ist: die sog. Osmose

Diffusionskapazität

Die Bestimmung der Diffusionskapazität lässt Aussagen über den Sauerstoffaustausch in der Lunge zu. Mit der einfach durchzuführenden Pulsoximetrie kann man den Sauerstoffgehalt des Blutes abschätzen. Als Diffusion bezeichnet man den Vorgang, bei der z.B. Sauerstoff aus der Lunge über die Lungenbläschen ins Blut und dann in die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) übertritt, die den Sauerstoff im Körper transportieren. Bei der Messung der Diffusionskapazität (DCO oder TCO) wird die Fähigkeit der Lunge zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft untersucht. Hierzu atmet der Patient eine Testluft ein, der eine bestimmte Menge von Kohlenmonoxid (CO) beigemischt wurde. Kohlenmonoxid ist giftig, wenn es im Blut eine bestimmte Menge überschreitet. Die bei der Bestimmung der Diffusionskapazität eingesetzte Menge an Kohlendioxid ist jedoch völlig unbedenklich. Nach der Einatmung enthält diese Testluft weniger Kohlenmonoxid. Da Kohlenmonoxid sich in der Lunge genau wie Sauerstoff verhält, also genau wie Sauerstoff aus der Lunge ins Blut übertritt, kann man so auf die Kohlenmonoxid-Aufnahme und damit die Sauerstoff-Aufnahme schliessen. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, die Ergebnisse stehen unmittelbar nach der Messung zur Verfügung

Diffusionsstörung

Diffusionsstörung Behinderung des Übertritts von Sauerstoff aus den Lungenbläschen in die Blutkapillaren. Eine Diffusionsstörung kann durch eine Verminderung der Austauschfläche entstehen, z. B. nach der operativen Entfernung von Lungengewebe oder beim Lungenemphysem durch grosse Emphysemblasen. Eine weitere Ursache kann die Verlängerung der Diffusionsstrecke sein, z. B. durch Verdickung der Lungenbläschen- oder Kapillarwand bei Lungenfibrose oder eine Flüssigkeitseinlagerung in den Lungen- bläschen im Rahmen eines Lungenödems. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung

Dilatation

Erweiterung

dorsobasal

Rückseitig, an der Grundfläche (eines Organs) gelegen

Dosieraerosol

Ist eine Darreichungsform für Arzneimittel, die zur Inhalation durch den Patienten bestimmt ist. Von den Dosieraerosolen (DA) unterscheidet man die Pulverinhalatoren

Drainage

Medizinische Behandlungsmethode. Sie dient der Ableitung oder dem Absaugen krankhafter oder vermehrter natürlicher Körperflüssigkeiten oder gar von eingedrungenen Gasen, um einen Normalzustand wiederherzustellen.Prinzipiell unterscheidet man innere von äusseren Drainagen. Bei ersteren werden operativ oder minimal invasiv (oft endoskopisch) Hindernisse umgangen, Kurzschlüsse (Anastomosen) zwischen Hohlorganen wie Speiseröhre, Magen, Darm angelegt oder es werden aufgestaute Flüssigkeiten (Zysteninhalte) in Hohlorgane (Magen oder Darm) abgeleitet. Bei der äusseren Drainage erfolgt die Ableitung aus dem Körperinneren nach aussen

Dreischichtsputum

Auswurf, der im Spitzglas 3 Schichten bildet: Unten eitrig-krümelig, oben schaumig und dazwischen serös-wässrig mit Schleimfäden, z.B. bei Bronchiektasen, Lungenabzess

Dyspnoe

Dyspnoe wird eine als unangenehm empfundene, erschwerte Atemtätigkeit bezeichnet, wobei Ursachen, Wahrnehmung und Folgen dieses Symptoms sehr unterschiedlich sein können. Treten solche Beschwerden nur unter Belastung auf, handelt es sich um eine Belastungsdyspnoe, wird schon das Sprechen zur Belastung, um eine Sprechdyspnoe. Kommt es schon in Ruhe zu einer erschwerten Atmung, wird von einer Ruhedyspnoe gesprochen. Bei einer Orthopnoe kann die bestehende Ruhedyspnoe nur durch aufrechtes Sitzen und den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur gebessert werden. Atemnot (Lufthunger) wird im Gegensatz dazu als Luftmangel mit akuter Lebensbedrohung erlebt, wobei der Begriff selbst schon auf die subjektive Erlebnisqualität verweist

Dystelektase

Verminderter Luftgehalt eines Lungenbereichs als Vorstufe einer Atelektase, eines Lungenkollapses, wenig belüfteter Lungenabschnitt nachweisbar im Röntgenbild

DXA Messung

Dual X-ray absorptiometry wurde für die Messung des Knochenmineralgehalts an verschiedenen Körperstellen entwickelt. Dabei wird die Absorption von Röntgenstrahlen zweier unterschiedlicher Wellenlängen analysiert. Dies erlaubt die Bestimmung der Körperzusammensetzung und des Mineralgehalts der Knochen an verschiedenen Stellen des Skeletts. Am häufigsten wird die Wirbel-säule untersucht. Weitere Messpunkte sind aber auch Hüfte, Oberschenkelhals und Unterarm (Radius). Es können auch Ganzkörpermessungen durchgeführt werden. Mit der DXA-Messung wird ein sogenannter T-Score ermittelt, der die Knochendichte an der gemessenen Körperstelle im Vergleich zu den entsprechenden Normalwerten beschreibt. Die Interpretation der T-Scores gemäss der WHO finden Sie in der folgenden Darstellung. Mit einer Osteodensi-tometrie (Knochendichtemessung) mittels DXA-Messung kann der Knochen-mineralgehalt und damit die vorhandene Menge an Knochensubstanz gemessen werden. Dies ermöglicht eine Einschätzung der Bruchgefahr der Knochen bereits vor der ersten Fraktur. Die Untersuchungsmethode bedeutet keinen Eingriff und ist nicht schmerzhaft. Heute gilt die DXA-Messung als Standard

E - zum Anfang zurück

Elektrokardiogramm

Ist die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskel-fasern. Elektrokardiogramm heisst auf Deutsch Herzspannungskurve,gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt. Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht und über das herzeigene Erregungsleitungssystem zu den Herzmuskelzellen läuft. Diese elektrischen Potenzialänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche ableiten und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt. Meist wird das EKG vom Arzt noch von Hand ausgemessen und visuell beurteilt, mittlerweile gibt es aber auch zunehmend verlässlichere Computerauswertungen

Elastase

ist eine Serinprotease, die Amide (und damit auch Peptide und Proteine) und Ester unter Wasseraufnahme spaltet (hydrolysiert). Beim Menschen gibt es zwei Formen, die Pankreaselastase oder Elastase 1, produziert vom Pankreas, und die Leukozytenelastase oder Elastase 2, die in neutrophilen Granulozyten vorkommt. Pankreaselastase wird im Pankreas als inaktives Zymogen (Proelastase) produ-ziert und im Dünndarm durch Spaltung mit Trypsin zu dem Enzym Elastase aktiviert. Die Elastase ist im Menschen ein wichtiger Teil der Immunantwort auf pathologische gramnegative Keime in der Lunge, im Magen-Darm-Trakt, aber auch auf Wunden. Synthetisch konnten bisher nur wenige Hemmer des Proteins für den Einsatz bei schweren Lungenkrankheiten hergestellt werden

Elektrolyte

Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu den Stoffen zählen neben Säuren und Basen auch die Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, das man Elektrolythaushalt nennt. Zu den wichtigsten Elektrolyten gehören die positiv geladenen elektrischen Teilchen, die so genannten Kationen:Natrium / Kalium / Kalzium Magnesium = Definition folgt

Elektrolythaushalt

Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu den Stoffen zählen neben Säuren und Basen auch die Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, das man Elektrolythaushalt nennt. Der Elektrolythaushalt kann durch verschiedene Erkrankungen teils lebensgefährlich gestört werden

Empfindlichkeitsasthma

Bronchialasthma, bei dem sich infolge Herabsetzung der Toleranzschwelle für unspezifische Reize ein "bronchiales Reizsyndrom" entwickelt, so dass sonst unterschwellige Reize wie z.B. atmosphärische Einflüsse, Kaltluft, Tabakrauch etc. asthmatische Atemerschwernis auslösen

Emphysem

vermehrter Luftgehalt der Lungen (nähere Infos unter Daten/Kranheitsbilder)

Emphysembronchitis

Entzündung der Schleimhaut der Bronchien in Verbindung mit Lungenblähung

Emphysemherz

das im Röntgenbild schmale, langgestreckte "Steilherz" bei Zwerchfelltiefstand durch Lungenemphysem(siehe auch "cor pulmonale")

Emphysemthorax

der erweiterte, starre, in Einatmungsstellung fixierte Brustkorb als - nicht obligate - Folge der Änderung der Atemmechanik bei chronischem Lungenemphysem; die inspiratorische Hebung der Rippen erfolgt bis zur Horizontalen (unter Vergrösserung des epigastrischen Winkels), die Zwischenrippenräume sind verbreitert, die Rückenkrümmung verstärkt, der Hals erscheint verkürzt. Als Extremform der Fassthorax

Empyem

bezeichnet man eine Ansammlung von Eiter in einer vorgeformten (meist natürlichen) Körperhöhle oder in einem Hohlorgan. Beispiele für Empyeme sind die Lungen- und Pleura-Empyem (Brust-Rippfell-Zwischenraum). Eiteransammlungen ohne vorgeformte Körperhöhle nennt man im Gegensatz dazu Abszess

Endoskopie

ist ein optisches Untersuchungsverfahren, bei dem Hohlorgane und Körperhöhlen mit einem Endoskop gespiegelt werden. Sie ist die genaueste Untersuchungs-möglichkeit, weil gleichzeitig und schmerzfrei Gewebeproben zur weiteren Analyse entnommen werden können. Mit dem Endoskop können auch minimal invasive chirurgische Eingriffe durchgeführt werden

Endothel

innere Zellauskleidung des Herzens sowie der Blut- und Lymphgefässe

Enzyme

Enzyme sind Eiweissmoleküle, die als Katalysatoren chemische Reaktionen beschleunigen. Enzyme sind für den Stoffwechsel unverzichtbar. Für ver-schiedene Ausgangsstoffe (Substrate) und verschiedene chemische Reaktionen gibt es verschiedene Enzyme. Enzyme finden sich in allen Zellen des Körpers, viele von ihnen sind spezifisch für ein Organsystem. Da sich die Enzyme in den Zellen befinden (bzw. dort zumindest produziert werden), treten sie bei Zell-schäden in das Blut über. Dort kann man dann erhöhte Enzymspiegel messen

Eosinophilie

Weisse Blutkörperchen, die sich mit dem Farbstoff Eosin anfärben. Eosinophile Granulozyten haben Bedeutung bei der Abwehr von Parasiten (Würmer, Läuse,..), bei bestimmten Allergien und bei Autoimmunerkrankungen. Ihre Vermehrung kann ein Hinweis auf diese Erkrankungen sein. Daneben sind sie aber auch noch bei vielen anderen Erkrankungen erhöht

Epidemiologie

ist jene wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Populationen beschäftigt

Epikutan-Test

(Läpphentest) Bei einem Epikutantest wird der Körper zu Reaktionen provoziert, die einer allergischen Reaktionen entsprechen (Provokationstest). Geprüft wird, ob eine Person gegen bestimmte Substanzen allergisch ist und welche Stoffe die Krankheit auslösen. Der Epikutantest (epikutan = "auf der Haut") erfolgt mit Hilfe von Hautpflastern, die verschiedene Substanzen enthalten. Der Test kann Sub-stanzen nachweisen, die eine Allergie auslösen (Allergene). Getestet werden in diesem Fall Allergene, die als Verursacher einer Kontaktallergie in Frage kommen. Eine allergische Reaktion liegt vor, wenn die Haut unter dem Pflaster mit einer Entzündung reagiert

Ergometrie

ist eine Methode, mit der die Möglichkeit besteht, physische Leistungen genau zu dosieren sowie jederzeit unter gleichen Bedingungen zu reproduzieren. Auf einem für den Patienten/Probanden abgestimmten Ergometer wird die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit im Rahmen einer Leistungsdiagnostik per Stufen- oder Dauertest untersucht

Ergospirometrie

Bei der Ergospirometrie wird der Sportler langsam zunehmend belastet. Es handelt sich also um ein Rampenprotokoll. Begleitend werden die Atemgase über eine Maske gemessen, die Mund und Nase umschliesst und die über eine Messsonde mit der Raumluft verbunden ist. EKG, die Herzfrequenz (Puls) und der Blutdruck werden kontrolliert. Nach Abschluss der Untersuchung werden alle Daten in einem Computer zusammengeführt und ausgewertet

Eupnoe

normale Atmung (Klinik)

Eurotransplant

ist eine 1967 von Jon van Rood gegründete Stiftung mit Sitz in Leiden, Niederlande. Sie ist die Vermittlungsstelle für Organspenden in den Benelux-Ländern, Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien. An der internationalen Zusammenarbeit dieser Länder sind alle Transplantationzentren, Gewebetypisierungslaboratorien und Krankenhäuser, in denen Organspenden durchgeführt werden, beteiligt

Evaluierung

umfangreiche Voruntersuchung im Transplantationszentrum zur Abklärung der Voraussetzung zur Transplantation

Exazerbation

bedeutet "Verschlimmerung". Meist versteht man in der Medizin darunter den Ausbruch eines Krankheitsschubs bei chronischen, schubweise verlaufenden Erkrankungen. Ein gebräuchliches Synonym in der medizinischen Fachsprache ist daher auch "Schub". Gelegentlich spricht man auch von einer "akuten Exazerbation", wenn der Krankheitsschub plötzlich aufgetreten ist. "Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung" (COPD) bezeichnet eine oft durch Viren oder Bakterien bedingte Verschlechterung einer COPD mit Verfärbung des Auswurfs, Husten und Luftnot; auch "Infektexazerbation" genannt (die Leitkeime sind Haemophilus influenzae, Streptococcus pneumoniae und Moraxella catarrhalis)

Exitus letalis

tödlicher Ausgang einer Krankheit

Expektoration

Expektoration bezeichnet alle flüssigen und festen Stoffe, welche unter Räuspern oder Husten aus der Mundhöhle herausbefördert werden

Expiration

Ausatmung

F - zum Anfang zurück

Fahrradergometrie

Es handelt sich um einen Belastungstest des Herzens. 8-12 Minuten lang wird eine kontinuierlich erhöhte Belastung mit konstantem Tempo auf dem Fahrrad durchgeführt. Während der gesamten Zeit wird das EKG aufgezeichnet und regelmässig der Blutdruck gemessen. Hiermit kann in erster Linie eine auffällige Durchblutungsstörung des Herzens im EKG als mögliche Ursache von Brustschmerzen (Angina pectoris) nachgewiesen respektive ausgeschlossen werden. Ferner wird der Herzrhythmus unter Belastung analysiert. Die Untersuchung ist beispielsweise bei unklaren Schmerzen im Brustraum zu empfehlen

Feinnadelbiopsie

hierbei handelt es sich um ein Verfahren der Gewinnung von Zellen aus einem inneren Organ für eine mikroskopische Untersuchung zur Abklärung eines örtlichen Krebsverdachtes

Ferritin

auch Depoteisen, ist ein Protein, das in Tieren, Pflanzen und Bakterien vorkommt. In Tieren und Pflanzen funktioniert es als Speicherstoff für Eisen. Im Menschen kommt Ferritin hauptsächlich in der Leber, Milz und im Knochenmark vor

Feuchtinhalation

therapeutische Inhalation eines sog. Feuchtnebels (Tröpfchengrösse > 10 µm, Dichte 50–500 mm3/l) mittels eines Feuchtverneblers

FEV1

das ist die Luftmenge, die der Patient mit aller Kraft und möglichst schnell innerhalb einer Sekunde ausatmen kann und die Menge der in der Lunge zurückbehaltenen Luft (das Residualvolumen) nach erfolgter Ausatmung. Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann der Betroffene in einer Sekunde ausatmen. So lässt sich mit der Lungenfunktionsprüfung zum Beispiel das Ausmass einer Atemwegsverengung (wie bei Asthma) oder der Schweregrad einer Überblähung (wie bei der chronisch obstruktiven Bronchitis) bestimmen. Fluss-Volumen-Diagramme erleichtern die Unterscheidung von verschiedenen obstruktiven Ventilationsstörungen wie zum Beispiel Asthma und chronisch obstruktiver Bronchitis

Fibrose

krankhafte Vermehrung des Bindegewebes in Organen, die eine Verhärtung und Elastizitätsabnahme des betroffenen Gewebes bewirkt. Eine Fibrose entsteht z. B. infolge von chronischen Entzündungen, Untergang vonFunktionsgewebe,nichtentzündlichen Wasseransammlungen im Gewebe (Ödem) sowie unter chronischer Belastung durch Zug oder Druck. Beispiele sind die Lungenfibrose und die Leberfibrose

fibrosierend-interstitielle

bindegewebiger Umbau der Lunge

Fibrotische Residuene

Verhärtungen Umbau zu unelastischem Bindegewebe ,Residuen Rückstände

Fieber

Erhöhung der Körpertemperatur über den Normalwert (37 bis 38° C rektal

Fischwirbel

Ein Fischwirbel beschreibt die durch Bildgebung diagnostizierte Formveränderung eines Wirbelkörpers mit konkaver Grund- und Deckplatte

FSME

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Das Virus wird durch Zeckenstiche übertragen

Fungistatika

Stoffe, die Entwicklung von Pilzen hemmen, die Pilze und deren Sporen aber nicht töten

G - zum Anfang zurück

Galenik

beschäftigt sich mit dem Herstellen von Arzneimitteln, also mit den einzelnen Stoffen (Hilfsstoffe, Wirkstoffe), die in einem Arzneimittel vorhanden sind. In der Galenik stellt man sozusagen Arzneimittel her

Gastritis

Magenschleimhautentzündung

Gastrooesophagealer Reflux

dabei fliesst Nahrungsbrei oder -flüssigkeit in die Speiseröhre zurück, anstatt in den Darm zu wandern. Der saure Mageninhalt brennt in der Speiseröhre

Generika

als Generikum (Plural Generika) bezeichnet man ein Arzneimittel, dass eine wirkstoffgleiche Kopie eines bereits unter einem Markennamen auf dem Markt befindlichen Medikaments ist. Von diesem Originalpräparat kann sich das Generikum bezüglich enthaltenen Hilfsstoffen und Herstellungstechnologie unterscheiden

Gerinnung

bedeutet Festwerden oder Stocken des Blutes. Die Blutgerinnung ist ein komplexer Vorgang, der wie eine Kettenreaktion abläuft. Etwa 30 verschiedene Faktoren sind daran beteiligt. Dazu gehören beispielsweise Thrombozyten, Fibrinogen, Kalzium oder Vitamin K

Gewebetypisierung

immunologisches Feststellen der Verträglichkeit von Geweben unterschiedlicher Organismen, das v. a. bei der Organtransplantation zur Ermittlung einer optimalen Spender-Empfänger-Kombination dient. Die Gewebetypisierung beruht auf einer Bestimmung der Gewebeantigene des HLA-Systems von Spender und Empfänger

Gewebeverträglichkeit

Histokompatibilität, verträglichkeit zwischen Empfänger- und Spendergewebe bei einer Transplantation. Sie ist insbesondere von der Identität der Blutgruppen und der möglichst weit gehenden Übereinstimmung der Histokompatibilitätsantigene des HLA-Systems abhängig, die durch eine Gewebetypisierung vorab geklärt wird

Gesamtventilation

Verhalten des physiologischen Totraumes bei unterschiedlich hervorgerufenen Ventilationssteigerungen

Giemen

ist das Zeichen einer bronchialen Obstruktion und tritt vor allem während der Exspiration auf. Man hört es über den betroffenen Lungenpartien als trockenes, pfeifendes Geräusch von melodischem, polyphonem Charakter. Beidseitiges Giemen ist typisch für obstruktive Lungenerkrankungen (COPD), einseitiges Giemen weist u.a. auf einen Fremdkörper in den Atemwegen hin (bei Fremdkörperaspiration)

Globalinsuffizienz

eine sich chronisch entwickelnde Leistungsminderung beider Herzseiten, meist beginnend mit Linksherzinsuffizienz, wobei die so bedingte Lungenstauung eine zunehmende Leistungeinschränkung auch des rechten Herzens verursacht

Glukokortikoide

sind natürliche Hormone, die in der Nebennierenrinde des Menschen produziert werden. Die wichtigsten Vertreter der Glukokortikoide sind Kortisol und Kortison. Diese wirken regulierend auf den Fett-, Kohlenhydrat-und Eiweissstoffwechsel

GOLD

Global Initiative for Chronic Obstruktive Lung Diseasevon WHO und und den National Institutes of Health(NH) gegründete Initiative mit dem Ziel, Aufmerksamkeit für und Kenntnisstand über COPD zu steigern

Granulozyten

sind bestimmte weisse Blutkörperchen und machen 45 - 75 % aller Leukozyten aus. Granulozyten werden im Knochenmark gebildet und ins Blut abgegeben

grippaler Infekt

Sammelbezeichnung für eine meist durch Viren verursachte fieberhafte Erkrankung der oberen Luftwege

Grippe

(Influenza) ist eine Infektion der Atemwege durch so genannte Influenza-Viren. Sie schädigen die Schleimhaut der Atemwege und ermöglichen den Eintritt von viralen Giftstoffen (Toxine) oder bestimmten Bakterien in den Körper

Grippeschutzimpfung

jährlich bei chronischen Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen empfohlen

Grundimmunisierung

umfasst die ersten Impfungen, die für den Aufbau eines stabilen Immunschutzes notwendig sind. Die Impfungen werden dabei in kurzem zeitlichem Abstand verabreicht Hämatothorax

H - zum Anfang zurück

Hämatothorax

wenn sich Blut im Pleuraraum ansammelt. Ein Hämatothorax ist ein "blutiger Pleuraerguss". Ein Hämatothorax wird fast immer durch Verletzungen (Traumen) oder chirurgische Eingriffe verursacht. Er tritt häufig zusammen mit einem Pneumothorax auf. Kommt es zu Einblutungen in den Pleuraspalt, so können Unfälle oder Verletzungen die Ursache sein. Dazu gehörten u.a.: Rippenbrüche und andere Verletzungen der Thoraxwand, Verletzungen grosser Blutgefässe der Lunge oder anderer Blutgefässe des Brustkorbes, Wirbel-verletzungen, insbesondere Th 4 - 6

Halslymphknoten Schwellung

unspezifische und spezifische Entzündung des lymphatischen Rachenrings

Hämoptyse

ist eine Form des Bluthustens

Harnsäure

im Serum (Blutflüssigkeit) bestimmt man meist zur Erkennung der Gicht oder des Risikos Gicht zu bekommen. Bei Gicht ist der Harnsäurespiegel im Allgemeinen erhöht. Aber nicht bei jedem Fall von Gicht besteht ein erhöhter Harnsäurespiegel und viele Menschen mit erhöhtem Harnsäurespiegel haben keine und bekommen auch keine Gicht. Der Harnsäurespiegel ist nur ein Mosaikstein der Diagnose Gicht. Die Ursachen der Gicht sind einerseits erblicher Natur andererseits haben unsere Ernährungsgewohnheiten einen grossen Einfluss

Harnstoff

ist das Hauptendprodukt des Eiweiss- und Aminosäurestoffwechsels. Aus dem Stickstoff, der beim Eiweissabbau anfällt, wird in der Leber Ammoniak gebildet. Aus Ammoniak (NH3) und Kohlendioxid (CO2) entsteht Harnstoff. Harnstoff wird zu 90 Prozent über die Nieren ausgeschieden, der Rest mit Schweiss und Darmsekreten. Da Harnstoff in den Nieren aus dem Blut filtriert wird, ist er ein Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion. Allerdings kommt es erst bei einer Funktionseinschränkung von 50 bis 70 Prozent zu einem Anstieg des Harnstoffs im Blut. Ausserdem ist der Harnstoffspiegel im Blut auch bei gesteigertem Eiweissabbau erhöht

Harnuntersuchung

(altd. Urin) ist eine Flüssigkeit, die von den Nieren abgesondert wird und über die verschiedene Substanzen aus dem Körper ausgeschieden werden. Eine Laboranalyse des Harns gibt Aufschluss über verschiedene Erkrankungen, beispielsweise der Niere oder der Blase

Hautemphysem

krankhafte Ansammlung von Luft oder Gas im Unterhautzellgewebe. Es findet sich eine schmerzlose, unter sog. Schneeballknirschen wegdrückbare Schwellung. Die häufigste Ursache ist eine spontane oder verletzungsbedingte Eröffnung lufthaltiger Organe, z. B. wenn eine gebrochene Rippe die Lungen durchsticht. Ein Hautemphysem ist auch eine mögliche Komplikation nach operativer Eröffnung einer Körperhöhle, nach Luftfüllung von Körperhöhlen bei einer Endoskopie oder von Infektionen mit Gas bildenden Erregern (Emphysem)

Heimbeatmung

ist ein Teilgebiet der Intensivmedizin, bei der Patienten aufgrund zeitweiser oder bleibender Störungen von Nervensystem oder Atemmuskulatur maschinell beatmet werden, die aber trotzdem aus der Klinik entlassen wurden. Es wird unterschieden zwischen invasiver und nicht-invasiver Beatmung

Hepatitis

wird eine Entzündung der Leber bezeichnet, für die zahlreiche Ursachen verantwortlich sein können. Führt eine andere zugrundeliegende Erkrankung zu dieser Leberentzündung, wird von einer sogenannten Begleithepatitis gesprochen. Klinisch unterscheidet man nach dem Verlauf die akute von der chronischen Hepatitis

Hepatotoxizität

Störungen der Leberwerte, insbesondere erhöhte Leberwerte werden auch als Hepatotoxizität bezeichnet, sie können durch einen Bluttest nachgewiesen werden

Herba

die getrockneten oberirdischen Teile krautiger Heilpflanzen, z. B. Herba Thymi, der arzneilich verwendete Teil des Thymians

Herzkatheter

die Herzkatheteruntersuchung ist eine minimalinvasive medizinische Untersuchung des Herzens über einen Katheter, der über venöse oder arterielle Gefässe der Leiste, der Ellenbeuge oder über das Handgelenk eingeführt wird. Je nach Untersuchungsziel werden unterschiedliche Punkte im Herzen bzw. in den Herzkranzgefässen angesteuert

Herz-Lungen-Maschine

(HLM) ist ein medizintechnisches Gerät, das die Pumpfunktion des Herzens sowie die Lungenfunktion für einen beschränkten Zeitraum ersetzen kann. Das Blut verlässt dabei den Körper über ein Schlauchsystem, wird mit Sauerstoff angereichert, und wieder zurückgeführt (extrakorporale Zirkulation)

Herz-Lungen-Transplantation

gemeinsame Transplantation von Herz und Lunge

Herzrhythmusstörungen

das Herz schlägt etwa 100.000 Mal täglich, und gelegentlich kommt es dabei aus dem Takt. Herzrhythmusstörungen sind Unregelmässigkeiten des normalen Herzschlags: es schlägt zu schnell, zu langsam oder unregelmässig. Manche Herzrhyrhmusstörungen sind vollkommen harmlos, andere können aber lebensbedrohlich sein

heterogenes Emphysem

Die eigentliche Definition des Wortes heterogen=verschiedenartig; der Gegensatz wäre homogen = gleichartig. Wenn bestimmte Bereiche der Lunge stärker vom Emphysem betroffen sind, als deren Nachbarareale spricht man von einem heterogenen Lungenemphysem. Liegt hingegen eine über alle Lungenareale gleichmässig verteilte Funktionsstörung vor, spricht man von einem homogenen Emphysem

Hiatushernie

Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie) Verlagerung von Baucheingeweiden in den Brustkorb durch angeborene oder erworbene Lücken im Zwerchfell. Die häufigste Form ist ein Zwerchfellbruch im Durchtrittsbereich der Speiseröhre, die Hiatushernie

Histamin

ist ein Naturstoff, der im menschlichen oder tierischen Organismus als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt. Beim Menschen spielt Histamin eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und ist am Immunsystem, d. h. an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt. Auch im Magen-Darm-Trakt, bei der Regulation der Magensäureproduktion und der Motilität sowie im Zentral- nervensystem bei der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Appetit-kontrolle wirkt Histamin als wichtiger Regulator. Biochemisch ist es ein biogenes Amin, das aus der Aminosäure Histidin gebildet wird und insbesondere in Mastzellen, basophilen Granulozyten und Nervenzellen gespeichert wird

histologisch

feingeweblich, unter dem Mikroskop untersucht

HLA-System

[HLA, Abkürzung für englisch human leucocyte antigen], Histokompatibilitäts-antigen-System, Bezeichnung für ein System von Oberflächenantigenen, die auf den Zellen fast aller Gewebe vorkommen und sich besonders gut auf Leukozyten nachweisen lassen

Homöopathie

ist eine wissenschaftlich nicht anerkannte, in vielen europäischen und einigen weiteren Ländern verbreitete alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht

HU Listung

High Urgency (Englisch) =besonders dringlich Dringlichkeitslistung zur Lungentransplantation damit soll die Wartezeit auf das zu transplantierende Organ massgeblich verkürzt werden

Hyperkapnie

Ein CO2 Partialdruck über > 45 mmHg im arteriellen Blutsystem wird als Hyperkapnie bezeichnet

Hypertonie, pulmonale

Erhöhung des Mitteldrucks der Arteria pulmonalis in Ruhe auf >20mm/Hg, unter Belastung auf >32mm/Hg = manifeste pulmonale Hypertonie. Latente (versteckte) pulmonale Hypertonie nur unter Belastung erhöhte Druckwerte

Hyperpnoe

vertiefte Atmung (klinisch)

Hyperreaktives Bronchialsystem

überempfindliche Bronchien

Hyperreagibilität

Überempfindlichkeit; bei Asthma der Zustand der Bronchien, der zu den Krankheitssymptomen führt

Hypertrophie

Vergrösserung von Geweben od. Organen durch Zunahme des Zellvolumens bei gleichbleibender Zellzahl; Ursache ist zumeist die Anpassung an eine physiologisch funktionale Mehrbelastung (sog. Aktivitätshypertrophie, z. B. Leistungsherz) od. eine pathol. Überlastung (z. B. Herzhypertrophie bei pathologischer Volumen- od. Druckbelastung des Herzens); nach Wegfall des Reizes weitgehend reversibel

Hyperventilation

im Verhältnis zum erforderlichen Gasaustausch des Körpers gesteigerte alveoläre Ventilation mit normalem bis erhöhtem art. Sauerstoffpartialdrucks, bei Erniedrigung des C0²-Partialdrucks

Hypokaliämie

verminderter Kaliumgehalt des Blutes (< 3,5 mmol/l) Hypokaliämie oder auch Kaliummangel, Kaliumdefizit ist ein Zustand, der durch zu wenig Kalium im Körper gekennzeichnet ist. Je nach Ausprägung kann die Hypokaliämie harmlos bis lebensbedrohlich sein. Den Ausgleich einer Hypokaliämie durch Kaliumzufuhr bezeichnet man auch als Kaliumsubstitution

Hypokapnie

Wenn der Kohlenstoffdioxydpartialdruck=PCO2 im Blut weniger < als 35 mmHg beträgt, dann spricht man von einer Hypokapnie, die zumeist aufgrund einer zu schnellen und/oder zu tiefen Atmung auftritt. Dieser Vorgang wird als Hyperventilation bezeichnet

Hyponatriämie

Unter einer Hyponatriämie versteht man einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut

Hypopnoe

Episode flacher Atmung während des Schlafes mit Reduktion des Atemstroms um wenigstens 50 % für mind. 10 Sek.; gewöhnl. mit Abfall der Sauerstoffsättigung

Hyposensibilisierung

Desensibilisierung Behandlungsverfahren bei allergischen Erkrankungen, das darauf abzielt, die Empfindlichkeit gegenüber Allergie-auslösenden Stoffen herabzusetzen. Dem Körper werden regelmässig kleine, langsam ansteigende Dosen des Allergens verabreicht. Dadurch soll ein Gewöhnungseffekt stattfinden, der den Körper nicht mehr unangemessen stark auf die Allergene reagieren lässt. Die Behandlungsdauer erstreckt sich über mehrere Monate bis zu drei Jahren und erzielt z. T. sehr gute Ergebnisse. Unter der Ärzteschaft gibt es sowohl ausgesprochene Anhänger dieser Behandlungsmethode, aber auch stark ablehnende Einstellungen, da die Nach- bzw. Nebenwirkungen z. T. gravierend sein können (z. B. anaphylaktischer Schock) und die Langzeiterfolge widersprüchlich sind

Hypoventilation

Minderbelüftung der Lunge mit unzureichender Sauerstoffversorgung

Hypoxämie

Sauerstoffmangel im Blut. Der statistische Normwert des Sauerstoffgehaltes ist abhängig von Alter, Geschlecht und im weitesten Sinne vom Körpergewicht.Sicher ist, dass eine Abnahme des Sauerstoffgehaltes unter PaO2= 60 mmHg zu einem Druckanstieg im kleinen Kreislauf führt. Daher ist der statistische Normwert bei Menschen mit extremem Übergewicht mitunter bereits als krankhaft anzusehen. Unabhängig von den individuellen Faktoren wird ein Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut, niedriger als PaO2=50 mmHg, als schwere Hypoxämie betrachtet

Hypoxie

Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im arteriellen Blut (art. P0² < als 70mm/Hg), bzw. verminderte Sauerstoffversorgung im gesamten Organismus, oder bestimmten Körperregionen

I - zum Anfang zurück

Idiopathisch

ohne erkennbare Ursache entstanden, nicht nachgewiesen; in der Medizin oft gleichbedeutend mit essentiell

Immunabwehr

Fähigkeit des Organismus zur spezifischen Abwehr von Antigenen durch das Immunsystem

Immunsuppression

Unterdrückung bzw. Abschwächung der Immunabwehr, mit dem Ziel unerwünschte Immunreaktionen auszuschalten, z.B. bei Autoimmunerkrankungen und nach Transplantationen

Immunsuppressiva

Medikamente, welche die Immunabwehr unterdrücken. Sie werden nach Transplantationen zur Verhinderung von Abstossungsreaktionen und zur Erhaltung des transplantierten Organs eingesetzt. Da Immunsuppressiva auch die Abwehrreaktion gegen andere Fremdstoffe (Bakterien, Viren, Parasiten) unterdrücken, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr

Inappetenz

fehlendes Verlangen z.B. nach Nahrung

Infarktpneumonie

Pneumonie (Lungenentzündung) in Folge Lungeninfarkts, meist als Pleuropneumonie

Infekt

unspez. Sammelbezeichnung für fieberhafte Allgemeinerkrankung unterschiedlicher Ursache, meist mit mehr oder weniger starker Beteiligung der oberen Atemwege, oder seltener des Magen-Darmtrakts

Influenza

Virusgrippe

Infarktpneumonie Pneumonie

(Lungenentzündung) in Folge Lungeninfarkts, meist als Pleuropneumonie

Infiltrat

eine in das Körpergewebe eingedrungene oder eingebrachte Substanz, z.B. Blut, Exsudat, Zellen, Medikamente (z,B. Lokalanästhetika) auch Bezeichnung für den durch die Infiltration veränderten Gewebebezirk, z.B. Lungeninfiltrat

Infusion

meist intravenöses Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper über einen längeren Zeitraum

Inkubationszeit

Zeit zwischen der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen

Inkurabel

Unheilbar

Inspiration

Einatmung

Insuffienz

Störung der äusseren Atmung mit respiratorischer Partial- oder Globalinsuffizienz

Interkostal

Zwischen den Rippen liegend

Interkostalblockade

Temporäre Ausschaltung der Nervi Intercostales durch unterspritzen mit Lokalanästhetika

Interkostalneuralgie

Entzündung eines oder mehrerer Zwischenrippennerven

Intrakutan-Test

Bei diesem Allergie-Test werden die verdünnten Allergene mit einer feinen Kanüle in die tieferen Hautschichten gespritzt. Er wird nicht routinemässig angewendet, da er schmerzhafter ist als der Prick-Test und ein hohes Risiko von fälschlicherweise positiven Ergebnissen birgt. Hilfreich jedoch ist er bei der Testung von Insektengift und Penicillin sowie wenn der Prick-Test nicht zu eindeutigen Ergebnissen führt

Intrinsisches Asthma

Wenn sich durch Tests keine allergische Reaktion auf äussere Reize nachweisen lassen sprechen Mediziner vom intrinsischen Asthma. Hier reagieren die Bronchien ausschliesslich auf unspezifische Faktoren, wie Infekte, Rauchen, Stress oder körperliche Belastung, mit erhöhter Empfindlichkeit der Lungen

inversive Atmung

schnelle meist stossartige Atmung mit hoher Frequenz bei Verlegung der oberen Atemwege, Emporhebung des Zwerchfells bei der ein Atmung und Senkung bei der Ausatmung Akute Lebensbedrohung

Inzidens

Damit ist die Anzahl von Individuen gemeint die innerhalb einer bestimmten Zeit (meist ein Jahr) eine Krankheit entwickeln

J - zum Anfang zurück

J

Bisher ist noch kein Eintrag vorhanden

K - zum Anfang zurück

Kachexie

Unter Kachexie versteht man eine krankhafte, sehr starke Abmagerung. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) versteht unter Kachexie einen Body Mass Index von unter 18

Kaliummangel

häufigste Form einer Elektrolytstörung mit Erniedrigung des Kaliums unter 3,5 mval/l meist in Kombination mit Alkalose (Störung des Säure-Basenhaushalts)

Kapazität, inspiratorische

Lungenvolumen

Karminativa

Mittel gegen Blähungen: Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander und Kamille

Karzinogen

Krebserzeugend

Keuchhusten

Stickhusten durch Bordetella pertussis hervorgerufene Infektionskrankheit, die mit charakteristischen Hustenanfällen einher geht

Kohlendioxid

Anhydrid der Kohlensäure, kommt in der Luft zu 0,03 % vor (Ausatemluft zu 4,5 Vol. %) es entsteht als Endprodukt im Oxidationsstoffwechsel und allg. beim Verbrennen kohlenstoffhaltiger Verbindungen. In physiol. Konzentration im Blut hat es eine aktivierende Wirkung auf das Atemzentrum. 8-10 Vol.% C0² in der Luft führen zu Kopfschmerz, Ohrensausen, Blutdruckanstieg, Atemnot, Bewusstlosigkeit und ggf. Tod durch Erstickung. 20 Vol.% C0² wirken tödlich

Kohlenmonoxid

Durch die Messung des Kohlenmonoxid-Gehaltes in der Ausatemluft kann man auf den Kohlenmonoxid-Gehalt im Blut schliessen.Der CO-Gehalt in der Ausatemluft wird in ppm (parts per million = Anteil auf eine Millionen Teile) gemessen. Auch Nichtraucher haben bei der CO-Messung selten einen Nullwert – die bei ihnen festgestellten Werte lassen sich jedoch nicht mit denen von Rauchern verwechseln.Der durchschnittliche CO-Gehalt in der Ausatemluft von Nichtrauchern liegt bei etwa 2 - 3 ppm

Kombinationspräparate

Kombinationspräparate sind Medikamente, die sowohl einen Wirkstoff gegen die Entzündung als auch einen gegen die Atemwegsverengung enthalten

Komorbidität

Vorkommen von zwei oder mehr diagnostisch unterscheidbaren Krankheiten nebeneinander bei einem Patienten, ohne dass eine ursächliche Beziehung zwischen diesen bestehen muss

Kortikosteroide

Medikamente, die die Entzündung bei verschiedenen Atemwegserkrankungen bekämpfen. Gibt es zum Einatmen (Inhalieren) oder als Tablette (auch: Glukokortikoide, Kortison oder Steroide)

Kreatinin

Ausscheidungsform von Kreatin. Die täglich mit dem Harn ausgeschiedene Menge von 1,0 - 1,5 g ist eine individuelle Konstante und der Muskelmasse direkt proportinal. K. wird in der Niere vollständig glomerulär filtriert und tubulär nicht rückresorbiert. Normalwerte 50 - 110 umol/l

Kropfasthma

Atemnot durch eine die Atemwege komprimierende Struma (Kropf)

Krupp-Syndrom

Sammelbegriff für infektbedingte Verengungen der oberen Atemwege z.B. durch Kehlkopfentzündung mit inspiratorischer Dyspnoe

L - zum Anfang zurück

Laryngitis

Medizinischer Fachbegriff für Kehlkopfentzündung

Lavage

Lungenspülung

Lobus

siehe Lungenlappen

Lungenabszess

Lungengewebeeinschmelzung mit Bildung von Höhlen mit eitrigem Inhalt

Lungenadenomatose

Lungenbläschen-Karzinom = Alveolarzellkarzinom

Lungenaspergillose

Aspergillus = Pilz der häufig die Lungen infiziert bei Abwehrschwäche

Lungenatrophie

Schwund des Lungengewebes

Lungenbiopsie

Gewebe-Entnahme zur Klärung von Lungenerkrankungen

Lungenblähung

siehe Lungenemphysem

Lungenbläschen

zuständig für den Gasaustausch durch Diffusion - sie sind untereinander durch Poren der Alveolarwand verbunden

Lungenbluthochdruck

siehe pulmonale Hypertonie

Lungenblutung

Hämoptoe = Aushusten grösserer Blutmengen >50 ml bei Tumor, Lungenkavene, Aspergillom Hämoptyse = Aushusten von blutigem Sputum <50 ml die aus Rachen, Bronchien oder Lunge stammen

Lungendehnbarkeit

Mass für die volumenabhängige Dehnbarkeit der Lunge

Lungenembolie

Verschluss der arteriellen Lungenstrombahn durch einschwemmen eines Thrombus meist aus Unter-Schenkel- bzw. Beckenvenen

Lungenemphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur. (nähere Infos unter Daten/Definitionen)

Lungenentzündung

Pneumonie = akute oder chronische Entzündung des Lungenparenchyms (Gewebe) Ursache: meist infektiös, seltener allergisch

Lungenfell

Brustfell oder Pleura - die Pleura pulmonalis hüllt die Lungen ein

Lungenfibrose

Bindegewebig-narbiger Umbau des Lungengerüsts meist als Endzustand chron.-entzündlicher Lungenerkrankungen. (nähere Infos unter Daten/Definitionen)

Lungenfistel

1. Bronchusfistel - 2. Verbindung zwischen Lungengewebe und Pleuraspalt, z.B. durch Platzen direkt unter der Pleura gelegener kleiner Emphysembläschen

Lungenfunktionsprüfung

Überprüfung der Mechanik und des Gasaustausches der Lunge in Ruhe und unter Belastung

Lungenhili

Die Eintrittspforten der Lunge, zu denen die Pulmonal Arterien ziehen werden als Lungenhili bezeichnet

Lungeninduration

Verhärtung des Lungengewebes in f. chron. Stauung bei Pneumonie

Lungeninfarkt

durch Verschluss eines Lungenarterienasts (z.B. durch Embolie) sek. verhärteter, keilförmiger Lungenbezirk

Lungeninfiltrat

Infiltration = meist örtlich begrenztes Eindringen von Flüssigkeiten oder Zellen. Bezeichnung für eine röntg. als Verdichtung erkennbare Veränderung von Lungengewebe

Lungenkarzinom

meist gleichbedeutend mit Bronchialkarzinom

Lungenkontusion

Lungenprellung - häufigste Begleiterscheinung bei stumpfen Brustkorbverletzungen mit Einblutung ins Lungengewebe

Lungenkrebs

siehe Lungenkarzinom

Lungenkreislauf

vom rechten Vorhof des Herzens fliesst das Blut durch die Trikuspidalklappe in die rechte Herzkammer, die es in die Pulmonalis-Arterie pumpt. In den Lungen- kapillaren erfolgt der Gasaustausch; das mit Sauerstoff angereicherte Blut fliesst dann zum linken Vorhof durch die Mitralklappe in die linke Herzkammer, die das Blut über die Aorta (Hauptschlagader) und ihre Verzweigungen pumpt

Lungenlappen

Lobus - rechte Lunge = 3 Lungenlappen, linke Lunge = 2 Lungenlappen

Lungenmykosen

siehe Lungenaspergillose

Lungenödem

Ansammlung seröser Flüssigkeit im Lungengewebe, bzw. in den Lungenbläschen

Lungenparenchym

der Teil der Lunge, in dem die tatsächliche Atmung vonstatten geht

Lungenperfusions-szintigraphie

Sehr aussagekräftiges und risikoarmes Verfahren zur Beurteilung der Lungendurchblutung (Perfusion)

Lungenpunktion

siehe Lungenbiopsie

Lungenresektion

Entfernung von Teilen der Lunge (Pneumektomie)

Lungensequestration

Definition: Kongenitale Anomalie eines Lungenlappens mit eigener systemischer arterieller Versorgung aus der thorakalen oder abdominalen Aorta, vereinzelt auch aus Zwerchfell- oder Brustwandarterien. Funktionsloses degeneriertes Lungengewebe, selten mit dem Bronchialbaum kommunizierend. Formen: Intralobäre Sequestration, extralobäre Sequestration Symptomatik:Rezidivierende entzündliche Prozesse. Bei grossem Shuntvolumen hämodynamische Probleme. Diagnostik: Rö-Lungenaufnahmen in 2 Ebenen, Dopplersonographie und/oder Angiographie, CT, MRT Differentialdiagnose: Chronisch rezidivierende Pneumonie, mediastinale Raumforderungen, kongenitaler Zwerchfellanomalien. Therapie: Bei extralobärer Sequestration: Exstirpation unter Beachtung der atypischen Gefässversorgung. Bei intralobärer Sequestration: Lappenresektion

Lungenstauung

veränderte Lunge in f. chron. venöser Hyperämie und pulmonaler Hypertonie. Bei dekompensierter Linksherz-insuffizienz (z.B. bei Mitralklappenfehler)

Lungensteine

kalkige Ablagerungen um eingeatmete Fremdkörper, abgestorbenes Lungengewebe, verkalkte Tuberkulome usw.

Lungentransplantation

einer/beider Lungen bei irreversiblen Endstadien chron. Lungenerkrankungen. Voraussetzung ist eine ausreichende Leistung des rechten Herzens mit intakten Herzklappen (nähere Infos unter Daten/Transplantation)

Lungentuberkulose

sog. Lungenschwindsucht

Lungenvolumenreduktion

Bei der Lungenvolumenreduktion (LVR) wird die Lunge operativ verkleinert. Da beim Lungenemphysem häufig manche Lungenabschnitte deutlich mehr betroffen sind als andere und sich zum Teil funktionslose Blasen im Lungengewebe bilden, welche die Funktion anderer Lungenanteile beeinträchtigen, kann durch eine Entfernung dieser "schlechten" Lungenanteile eine Verbesserung der Lungenfunktion erreicht werden. Auch bei diesem Verfahren gilt, dass es nur bei geeigneten Patienten eingesetzt werden sollte. Die Ergebnisse bezüglich der erreichbaren Leistungsfähigkeit sind nicht so gut wie bei der Transplantation, dafür entfällt die aufwändige medikamentöse Nachbehandlung. Das Verfahren kann gegenwärtig noch nicht abschliessend beurteilt werden

M - zum Anfang zurück

Mediastinalemphysem

Luftansammlung im Mediastinum Mittelfellraum ), meist nach Alveolenriss beim Husten

Medikation

Arzneimittelverordnung

Meteorismus

Blähsucht, übermässige Gasansammlung im Magen-Darmtrakt

Mineralocorticoide

Mineralocorticoide zählen zu den Cortikoiden, einer Klasse von Steroid-Hormonen aus der Nebennierenrinde. Die beidem wichtigsten natürlichen Mineralokortikoide sind das Aldosteron und das Desoxycorticosteron. Mineralokortikoide ähneln den Glukokortikoiden, sie beeinflussen aber vorwiegend den Wasser- und Mineralhaushalt des Körpers

morbus, lat.

Krankheit

Mortalität

Sterblichkeit

Mukopharmaka

Medikamente, die zähen Schleim lösen und ein Abhusten erleichtern

Mukovizidose

Erbkrankheit bei der es zu einer Eindickung der Sekrete der Lunge und anderer Organe kommt

N - zum Anfang zurück

Neoplasma

Neubildung

Nicht-invasive Beatmung

Nicht-invasive Überdruckbeatmung (Noninvasive Positive-Pressure Ventilation, NPPV)): Mechanische Unterstützung der Atmung ohne Intubation und endotrachealen Zugang. Die nicht-invasive Überdruckbeatmung kann über Gesichts-, Mund- oder Nasenmaske durchgeführt werden. (siehe auch cpap und bipap)

Nikotinabusus

(von lat. Abusus, Missbrauch) ist im medizinischen Sprachgebrauch die Bezeichnung für einen schädlichen Konsum von Tabakprodukten bzw. dem darin enthaltenen Nikotin. Wiederholter bzw. andauernder Konsum kann zur Abhängigkeit führen

Normokapnie

Ein CO2 Partialdruck unter 45 mmHg im arteriellen Blutsystem

Normoxie

bezeichnet den medizinischen Idealzustand der Sauerstoffversorgung im menschlichen Körper.

nosokomial

im Krankenhaus erworben

Noxe

Schädlichkeit, Krankheitsursache

Nystatin

Medikament gegen Pilze

O - zum Anfang zurück

Obstruktion

Verengung, Einengung (hier der Atemwege)

obstruktive Ventilationsstörung

Erhöhung des Strömungswiderstandes durch Atemwegseinengung

Ödem

Gewebswassersucht, bei Schwäche des rechten Herzens vor allen in unteren Körperpartien

Oesophagus

Speiseröhre

OP

pharmokol. 1 Originalpackung, Operation oder Operationssaal

Orthopnoe

starke Dyspnoe mit Rückstau in den Lungenkreislauf (z.B. Linksherzinsuffizienz)

Osteoporose

Knochenentkalkung

Opioide

älterer Begriff Opiate 1. körpereigene Peptide, die ahnliche Effekte hervorrufen wie Morphin, z.B. Endomorphine exogene O. Gruppe zentral angreifender Analgetika

Oxygenium

Sauerstoff

Ozon

instabile Form des Sauerstoffs, erhöhter Gehalt wirkt toxisch,Schleimhautreizung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Atemnot

P - zum Anfang zurück

palliativ

krankheitsmildernd, ohne zu heilen

panlobuläres Emphysem

betrifft gleichmässig alle Anteile der Azini (Verzweigungsgebiet eines Bronchiolus terminalis) deren Struktur dabei weitgehend zerstört ist. Diese Emphysemform tritt häufig bei Menschen mit Alpha-1.Antitrypsin-Mangel auf und ist bevorzugt in den basalen Abschnitten der Lunge zu finden

Panniculitis

Entzündung des Unterhautfettgewebes

paradoxe Atmung

Sauerstoff

Oxygenium

Einziehung einer Brustkorbseite bei der Einatmung und Vorwölbung bei der Ausatmung (wiedersinnige Atmung), typisch für Rippenfrakturen

Parasympatholytika

Stoffe mit hemmender Wirkung an cholinergen Substanzen, in der Pulmologie Beseitigung parasympathisch bedingter Bronchokonstriktion, Hemmung der Bronchialsekrition und der Aktivität des Flimmerepithels

Parenchym

Der Gewebeanteil, der in einem Organ die organspezifischen Aufgaben erfüllt. Im Gehirn sind es die Nervenzellen, in der Niere sind es die Glomerulum- und Tubuluszellen. Es steht im Gegensatz zum interstitiellen oder Gerüstgewebe, das sich aus faserigem Bindegewebe und Nerven aufbaut

Partialinsuffizienz, pulmonale

pulmonale Ventilationsstörung mit teils Hypoventilation, teils kompensatorischer Hyperventilation mit resultierender Hypoxämie bei normaler oder nur leicht erniedrigter CO2-Spannung

Passivrauchen

Risiko für Nichtraucher

Pathogenese

Entstehung und Entwicklung eines Krankheitsbildes

pCO2

Kohlendioxid-Partialdruck

Peak-Flowmeter

Messgerät, dass die maximale Atemstromstärke bei der Ausatmung misst

PEEP

positive end expiratory pressure Druckbeatmung mit positiven Beatmungsdruck in der endexspiratorischen Phase Wirkung besteht in der Beseitigung des Verschlusses von Bronchiolen und der Eröffnung kollabierter Alveolen

Peribronchitis

Entzündung des die Bronchien umgebendes Bindegewebes, häufige Komplikation einer chronischen Bronchitis

Periduralanästhesie

Die Periduralanästhesie ermöglicht es, wie die Narkose, unangenehme (z.B.schmerzhafte) medizinische Prozeduren, wie Operationen und verschiedene Untersuchungen, schmerzfrei auszuführen. Das Lokalanästhetikum wird dabei, im Gegensatz zur Spinalanästhesie, ausserhalb der Dura mater des Rückenmarks in den Wirbelkanal injiziert. Für die Ausschaltung der Empfindung werden im Vergleich zur Spinalanästhesie grössere Mengen des Lokalanästhetikums benötigt, da das Ausbreitungsvolumen (im Regelfall über mehrere Segmente) grösser ist. Zudem muss eine längere Diffusionsstrecke zwischen Injektionsort und Wirkort überwunden werden

periphere Obstruktion

Die Veränderungen bei den sog. obstruktiven Lungenerkrankungen (Asthma und COPD) betreffen die kleinen peripher (d.h. weit aussen) gelegenen Atemwege, die bei diesen Erkrankungen verengt sind

persistierend

fortbestehend, dauerhaft, chronisch

Pertusis

Medizinischer Begriff für Keuchhusten

pink puffer

"rosa Schnaufer" vom Emphysemtyp Typ A der COPD mit Kachexie, Ruhedyspnoe, geringer Zyanose, leichter Hypoxämie, Normokapnie im Gegensatz dazu der blue bloater, "blauer Aufgedunsener", mit Adipositas, Belastungsdyspnoe, starker Zyanose, Oedemen, schwerer Hypoxämie, Hyperkapnie

Physiotherapie

Krankengymnastik, Atemtherapie, Massagen, Anwendungen von Wärme oder Kälte....

Placebo

ist eine Tablette oder ein anderes medizinisches Präparat, welches keinen pharmazeutischen Wirkstoff enthält und somit per Definition auch nicht durch einen solchen Stoff eine pharmazeutische Wirkung verursachen kann. Die Wirkung beruht nicht auf Pharmakodynamik, sondern eine rein psychische

Plethysmographie

mit dieser Methode werden in einer geschlossenen Kabine bei normaler Ruheatmung die Atemwegswiderstände in der Ein- und Ausatmung gemessen. Sie sind in typischer Weise bei einer chronisch obstruktiven Bronchitis und beim Asthma bronchiale verändert

Pleuraergüsse

Ein Pleuraerguss ist eine Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand. Verschiedene Grundkrankheiten können dieses Störungsbild verursachen. Eine feuchte Brustfellentzündung (Pleuritis exsudatia) geht stets mit einem Pleuraerguss einher. Im klinischen Alltag ist der Pleuraerguss jedoch auch ein wichtiges Leitsymptom für Erkrankungen, die nicht unmittelbar die Lunge betreffen, wie Krebserkrankungen, Herz-, Nieren-, Leber- und rheumatische Erkrankungen. Die Ursache des Ergusses muss dann durch eine Probeentnahme aus dem Erguss (Pleurapunktion) geklärt werden

Pneumokokken

Erreger, die Lungenentzündungen hervorrufen können, deshalb wird Patienten mit COPD eine Impfung empfohlen

Pneumologie

Lungen- und Bronchialheilkunde

pneumologische Infiltrate

Infiltrate können entstehen durch in das Körpergewebe eingedrungene oder eingebrachte Substanz, z. B. Blut, Zellen, Arzneimittel (z. B. Lokalanästhetika) etc.

Pneumomykosen

Infektion der Lungen mit Schimmel-, Spross- oder Strahlenpilzen im Anschluss an Langzeitbehandlungen mit Antibiotika oder Corticoiden

Pneumonie

diffuse oder herdförmige (Bronchopneumonie) Entzündung der Lunge

Pneumothorax

Luftansammlung im Brustfellraum, der zu einem Zusammenfall der Lunge führt kann durch Verletzungen, im Verlauf einer Lungenerkrankung, z.B. beim Emphysem, oder spontan entstehen

Polyglobulie

Unter Polyglobulie versteht man eine Bluteindickung durch Zunahme der roten Blutkörperchen was zu einer Verschlechterung der Fliesseigenschaften und somit zu einem schlechteren Sauerstoffttransport führt

pO2

Sauerstoffpartialdruck

Prävalenz

Die Prävalenz gibt den Prozentsatz einer Population mit einer Krankheit, Störung oder Abnormität zum Zeitpunkt der Untersuchung an

Prednison

synthetisches Kortikosteroid mit antientzündlicher und antiallergischer Wirkung

Prick-Test

Dieser Allergie-Test ist der verbreitetste unter den Hauttests. Auf die Innenseite des Unterarms oder den Rücken wird je ein Tropfen der zu testenden Allergene aufgebracht und mit - je einer - sehr feinen Nadel durchstochen, so dass die Allergene in die oberste Hautschicht gelangen. Nach ca. 20 Minuten sind allergische Reaktionen vom sogenannten Soforttyp ablesbar, verzögerte Reaktionen nach ca. sechs bis 24 Stunden: anhand der Quaddelgrösse lässt sich das Ausmass der Sensibilisierung erkennen

Provokationstest

Gezielte Testung eines bestimmten Allergens das im Verdacht steht, die Überempfindlichkeitsreaktion auszulösen. Das verdächtigte Allergen wird an die Körperstelle, an der die allergischen Symptome beobachtet wurden, aufgebracht, gespritzt oder durch Schlucken transportiert: z. B. Schleimhaut von Nase, Auge oder Bronchien. Bewährt hat sich dieses Diagnoseverfahren insbesondere dann, wenn andere Tests widersprüchliche Ergebnisse lieferten. Die Durchführung eines Provokationstests bedarf besonderer ärztlicher Kontrolle. Grundsätzliche Voraussetzung ist die Abwesenheit von Beschwerden bzw. Symptomen zum Zeitpunkt der Anwendung, da diese sonst u. U. extrem verstärkt werden. Da die Intensität der allergischen Reaktion nicht vorhersehbar ist (und im schlimmsten Fall sogar zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen kann) müssen in der Praxis des behandelnden (Fach-)Arztes die erforderlichen Gegenmittel und Apparate bereitstehen. Aufgrund des hohen Risikos besonders starker Reaktionen eignet sich der Provokationstest nicht für grössere, d. h. auch unspezifischere Testreihen

Pseudomonas

Diese Bakterien werden normalerweise nur dem abwehrgeschwächten Patienten gefährlich. Sie verursachen eine Ohrentzündung, können sich aber überallansiedeln, besonders jedoch in Wunden und in den Atmungsorganen. Bei Infektionen, die im Krankenhaus erworben wurden, so genannte nosokomiale Infektionen, sind sie ein häufig gefundener Erreger. Die Keime kommen überall vor, weil sie überall dort wachsen, wo sie auf ausreichende Feuchtigkeit treffen. Zur Vermeidung einer Infektion ist die Desinfektion im Krankenhaus und die Anwendung der allgemeinen Regeln der Hygiene sehr wichtig. Für gefährdete Patienten gibt es einen Impfstoff

pulmo

Lunge

pulmonale Hypertonie

Durch die Gefässverstopfung kommt es zu einer plötzlich auftretenden pulmonalen Hypertonie (Lungenbluthochdruck), die sich auch auf die Herzfunktion auswirkt. Die Folge sind Schmerzen, Atemnot und in ganz ausgeprägten Fällen kann es sogar zum Tod durch Herzversagen führen

Pulmologie

Lungen- und Bronchialheilkunde

Pulverinhalator

Dosiergerät zur Inhalation von Medikamenten, die in Pulverform vorliegen

Q - zum Anfang zurück

Quaddeln

Juckende, blasse bis rosafarbene Hauterhebungen durch Wassereinlagerungen in der Lederhaut (zwischen Oberhaut und Unterhautgewebe) von vorübergehender Dauer. Jeder Mensch kennt sie als Folge z. B. eines Mückenstichs. Ausserdem sind es typische Symptome der Urtikaria, verursacht u. a. durch Allergene von Arzneiwirkstoffen und Nahrungsmitteln. Quaddeln entstehen als Folge der Histaminfreisetzung aus den Mastzellen: Histamin erhöht die Durchlässigkeit der Blutgefässwände, wodurch Flüssigkeit in das umliegende Gewebe eindringt und zur Schwellung der Haut führt. Die Rötung der Haut lässt sich auf einen Nervenreiz zurückführen, der eine stärkere Durchblutung auslöst. Für den Juckreiz wiederum ist das Histamin verantwortlich, das eine Reizung der Nervenenden verursacht

Quick-Test

Bestimmung der Prothrombin-Thromboblastinzeit. zur Einstellungskontrolle bei der Behandlung mit Gerinnungshemmern

R - zum Anfang zurück

Rasselgeräusche

durch Sekret in den Bronchien hervorgerufene Geräusche bei Auskultation (Abhören) der Lunge

RAT=Reflektorische Atemtherapie

RAT ist die Abkürzung für die reflektorische Atemtherapie eine Atemmassage Eine besondere Massagetechnik vom Kopf bis zu den Zehen. Auf kräftige und gezielte Druckverschiebungen in Haut und Muskeln sowie durch Schmerzreize in unterschiedlicher Dosierung reagiert der Körper mit einer Veränderung der Atembewegungen. Das Ergebnis: eine Lockerung und bessere Durchblutung Ihrer gesamten Körpermuskulatur und der Gelenke. Durch die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems kommt es zur körperlichen und psychischen Entspannung . Ihre Atemkapazität vergrössert sich und führt zu einer allgemeinen Leistungssteigerung

Rechtsherzbelastung

durch erhöhten Widerstand im Lungenkreislauf

Rechtsherzinsuffizienz

führt zu Zyanose und Atemnot, Leberstauung, Oedemen

Rechtsherzkatheter

Einschwemmkatheter-periphere Vene-Rechter Vorhof-rechte Herzkammer bis in Lungenarterie

Rechtsherzhypertrophie

Die Rechtsherzhypertrophie, ein die Herztätigkeit behindernder Zuwachs der Muskelmasse des rechten Herzens aufgrund der chronischen Überbelastung, kann anfangs gering sein, jedoch im Laufe der Zeit zunehmen

Referenzmedikamente

das Originalpräparat, welches durch Forschungs und Entwicklungskosten im Preis stets teurer ist als das vergleichbare Generika

Referenzwerte

Referenzwerte werden statistisch aus Untersuchungsergebnissen gesunder Personen ermittelt. Als normal werden solche Ergebnisse bezeichnet, die bei rund 95 Prozent aller gesunden Untersuchten gefunden werden

Refluxösophagitis (GÖR)

Entzündung der distalen Speiseröhre durch Magensaftwirkung

Rehabilitation

Massnahmen zur Linderung oder Beseitigung gesundheitlicher Störungen Körperliches Training, Bewegungstherapie, Atemtherapie, Atemschulung Physiotherapie, Ernährungsberatung, soziale Betreuung

Reinfektion

nach Abheilen einer Erstinfektion erfolgende Neuansteckung mit dem gleichen Erreger

Reserveluft

das exspiratorische Reservevolumen

Residualluft

das nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibende Luftvolumen, vermehrt bei Lungenemphysem und im asthmatischen Anfall

Resistance, engl.

Atemwegswiderstand, messbar mit Hilfe der Ganzkörperplethysmographie

Respiration

Atmung

respiratorische Insuffizienz

Lungeninsuffizienz, auf Störungen der Lungenbelüftung (Ventilation), des Gasaustausches ( oder der Blutzirkulation zurückzuführen(Diffusion) latente resp. Insuffizienz erst unter Belastung erkennbar

respiratorische Partialinsuffizienz

respiratorische Partialinsuffizienzbezeichnet eine alleinige Sauerstoffaufnahmestörung

respiratorische Globalinsuffizienz

respiratorische Globalinsuffizienzbezeichnet eine zusätzliche Kohlendioxidvermehrung

Restriktion

Einschränkung

restriktive Ventilationsstörung

Ursache verkleinerte Lungenparenchymfläche

Retardtablette

verzögertes und gleichmässiges Freisetzen eines Wirkstoffes

Retransplantation

Eine Retransplantation ist eine erneute Transplantation, nachdem die erste LTX nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat

reversibel

vorübergehend

Reversibilitätstest

Messung best. Lungenfunktionsparameter nach Gabe eines Bronchodilatators, zur Differenzierung COPD-Asthma

rezessiv

Vererbungsweise, bei der eine Krankheit nur dann auftritt wenn beide Erbanlagen davon betroffen sind

Rhinitis

Eine allergische Erkrankung der Nasenschleimhäute mit den Symptomen: Niesattacken, nasale Sekretion (Nasenlaufen), nasale Obstruktion (Nasenverstopfung), Juckreiz. Betroffen sind in erster Linie Pollen-, Hausstaub-, Tierhaar- und Schimmelpilzallergiker

RR

Symbol für den mit dem Riva-Rocci Apparat gemessenen Blutdruck

RS-Virus

RSV-Infektionen können bei Frühgeborenen nicht nur akut lebensbedrohlich verlaufen. Bei rund der Hälfte der kleinen Patienten bleibt ein überempfindliches Bronchialsystem bestehen. Immer wiederkehrende Entzündungen der Atemwege sind die Folge

S - zum Anfang zurück

Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine entzündliche Allgemeinerkrankung, die alle Organe betreffen kann und deren Ursache bislang unbekannt ist. Historisch bedingt waren früher verschiedene Bezeichnungen im Gebrauch, etwa Morbus Boeck/Besnier-Schaumann, Löfgren Syndrom für die akute Verlaufsform oder Morbus Jüngling für die Knochenbeteiligung. Bei der Sarkoidose kommt es zur Bildung von mikroskopisch kleinen Bindegewebsknötchen, sog. Granulomen. Diese können sich überall im Körper bilden und dann zu Störungen der jeweiligen Organfunktionen führen

Schimmelpilz-Mykosen

Vorkommen vor allem als Meningitis, Pneumonie, Bronchitis (Asthma Bronchiale)

Schlafapnoe

Aussetzen der Atmung von mehr als 10 Sekunden während des Schlafs, tritt anfallsweise auf

Schnupfen

Rhinitis

Schocklunge

Bez. für eingeschränkte pulmonale Mikrozirkulation mit respirator. Insuffizienz bei Schock

Schüttelfrost

Kältegefühl, das mit Zittern des ganzen Körpers einhergeht; bewirkt eine schnell steigende Körpertemperatur. Vgl. Fieber

Screening

Reihen oder Siebtest Untersuchung, Untersuchung einer ganzen Gruppe von Menschen

Sekundär-Infektion

Inf. eines bereits von einem (Mikro-)Parasiten befallenen Organismus, wobei dem zweiten Erreger der Weg u. die Ansiedlungsmöglichkeit durch d. ersten vorbereitet wurde

Sekundenkapazität

Abk. FEV1; 1. absolute S.: Gasvolumen (in Liter), das nach einer max. mögl. Inspiration in einer Sekunde max. ausgeatmet werden kann (sog. Tiffeneau-Test); 2. relative S.: absolute S. im Verhältnis zur Vitalkapazität der Lunge; normal ca. 80%; erniedrigt bei obstruktiven, evtl. erhöht bei restriktiven Ventilationsstörungen

Sensibilisierung

1. (immun.) durch Kontakt mit einem Antigen induzierte (primäre), bei erneutem Antigenkontakt verstärkte (sekundäre) Immunantwort* bzw. Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie*) eines Organismus; vgl. Immunität; 2. (serol.) Beladung von Zellen mit gegen sie gerichteten Antikörpern

Shunt

Als Shunt wird in der Medizin eine Kurzschlussverbindung mit Blutübertritt zwischen Blutgefäss">Blutgefässen bzw. Herzkammern bezeichnet. Shunt als Fehlbildung. Klinisch bedeutsam sind solche Kurzschlussverbindungen bei angeborenen Herzfehlern oder bei anderen Entwicklungsstörungen wie z.B. Persitierender Ductus venosus oder Persistierender Ductus arteriosus).In der Kardiologie wird unterschieden zwischen einem Rechts-Links-Shunt, bei dem aufgrund eines Herzfehlers Blut aus der rechten in die linke Herzhälfte übertritt, und einem Links-Rechts-Shunt bei dem aufgrund eines Herzfehlers Blut aus der linken Herzhälfte in die rechte übertritt. Folge einer Shunt-Umkehr von links-rechts zu rechts-links bei einem angeborenen Herzfehler ist die Eisenmenger-Reaktion.Bei angeborenen Herzfehlern wird ein künstlicher Shunt zwischen arteriellem und venösem Kreislauf angelegt um die Sauerstoffversorgung des Patienten zu verbessern. Der klassische Shunt ist die Blalock-Taussig-Anastomose. In vielen Fällen wird dieser Shunt im Rahmen einer Korrekturoperation des Herzfehlers wieder entfernt

Silikose

Quarzstaublunge; durch Inhalation alveolengängigen, kieselsäurehaltigen Staubs v.a. bei Bergleuten, Steinmetzen, Porzellan- u. Glasarbeitern, Sandstrahlern, Giessereiarbeitern u. Industrieofenmaurern; meist chron. Verlauf in Abhängigkeit von fibrogener Potenz des inhalierten Staubs, Expositionsdauer- u. -intensität mit Entw. bindegewebiger Knötchen (Silikosegranulome) u. anderer fibrot. Veränderungen der Lunge, die terminal zum Cor* pulmonale führen

Sinubronchitits

Gleichzeitig od. in enger zeitlicher Folge auftretende Sinusitis u. Bronchitis mit absteigendem, seltener auch aufsteigendem Infektionsweg; begünstigt die Chronifizierung der jeweiligen Grunderkrankung

Sole

Kochsalzhaltiges Mineralwasser mit einem NaCl-Gehalt von mind. 1,4%; schwache S. bis 3%, mittelstarke S. bis 7%, sehr starke S. bis 30% Salzgehalt

Spannungspneumothorax

Ein Sonderform des Pneumothorax; tritt auf, wenn ständig Luft in den Pleuraspalt eindringt, diesen aber nicht mehr verlassen kann. Ursache können bronchopleurale Fisteln sein. Dadurch dringt bei der Einatmung immer mehr Luft in den Pleuraraum ein, die bei Ausatmung aber nicht vollständig ent- fernt wird (Ventilwirkung). Der ständig zunehmende Druck lässt die Lungen unter der sich entwickelnden Spannung schnell kollabieren

Spontanpneumothorax

Eine Form des Pneumothorax, bei der Luft ohne vorhergehendes Trauma in den Pleuraspalt gelangt. Der Spontanpneu. kann bei vorher gesunden Menschen mit einer leichten Lungenerkrankung auftreten und der durch die Ruptur einer kleinen Emphysemblase verursacht wird; meist handelt sich um grosse Männer unter 40 Jahren. Die Prognose ist sehr gut. Andere Fälle weisen eine Beziehung zu Veränderungen des Luftdrucks beim Tauchen oder Fliegen auf

Spirometer

Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen z. B. einer Verengung der Atemwege beim Asthma

Spirometrie

Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt

Sputum

Auswurf

Sputum Untersuchung

Die Untersuchung von abgehustetem Bronchialsekret (Sputum)Die Untersuchung von Bronchialsekret (Sputum) ist häufig ein wichtiger Schritt, um eine richtige Diagnose zu stellen und eine Entscheidung für die richtige Behandlung treffen zu können. Die Untersuchung ist geeignet für die Diagnostik von hartnäckigen "normalen" bakteriellen Bronchitiserkrankungen, die Abgrenzung von Virusinfekten sowie für die Aufdeckung von TBC-Erkrankungen. Wenn die Untersuchung von Sputum gut gelingt, kann manchmal eine Bronchoskopie, die sonst für die Diagnose erforderlich wären, vermieden werden. Die Sputumproduktion ist morgens leichter und sollte ca. um 7:00 Uhr erfolgen, damit die Probe rechtzeitig zur Praxis und von dort weiter zum Labor transportiert werden kann. Die Gewinnung einer guten Probe ist für eine aussagekräftige Analyse unerlässlich

Stauungslunge

inf. chron. venöser Hyperämie u. pulmonaler Hypertonie bei dekompensierter Linksherzinsuffizienz (z.B. bei Mitralklappen-fehler) veränderte Lunge; Pathol./Anat.: pralle Füllung der Blutkapillaren, bei längerem Bestehen Vermehrung des Bindegewebes, Blutaustritt u. Hämosiderinablagerung (braune Stauungsinduration, Herzfehlerlunge, Lungenstarre); Folge: Erschwerung der Sauerstoffdiffusion mit Hypoxämie; Sympt.: Stauungsbronchitis mit Dyspnoe, Husten u. Herzfehlerzellen* im Sputum, feuchte nichtklingende, bei Induration auch klingende Rasselgeräusche, Zyanose, evtl. Asthma cardiale, Lungenödem u. Stauungserguss

Steroidosteoporose

Nach langfristiger, hochdosierter Behandlung mit Kortikoiden auftretende Osteoporose mit schweren Veränderungen des Skeletts vor allem an der Wirbelsäule, an Rippen, Femur, Beckenskelett u. Schädel

Sternotomie

chirurgische Durchtrennung des Brustbeins. Sie wird als Zugangsweg für Eingriffe innerhalb der Brusthöhle, insbesondere am Herzen benötigt. Hierfür wird das Brustbein längs eröffnet und am Ende der Operation wieder mit Drähten verbunden

Streptokokken

Bakterien der Fam. Streptococcaceae

Swyer-James-Syndrom

Syndrom der einseitig hellen Lunge, unilaterales bzw. unilobäres Emphysem; Emphysem eines Lungenlappens od. -flügels, meist inf. einer in der Kindheit durchgemachten Bronchiolitis obliterans (s. Bronchiolitis); Sympt.: häufig gering, evtl. Dyspnoe u. rezidiv. respirator. InfekteTachyarrhythmie Aus dem Rhythmus geratene schnelle Herzschlagfolge meist in völlig regellosen Abständen zw. den einzelnen QRS-Komplexen im EKG, bei Vorhofflattern od. Vorhofflimmern mit wechselnder AV-Überleitung

T - zum Anfang zurück

Tachykardie

Herzrhythmusstörung mit einem Anstieg der Herzfrequenz auf über 100/min

Tacrolimus

Makrolid mit immunsuppressiver Wirkung. Verw.: in Komb. mit Kortikoiden zur Prophylaxe u. Therapie der Transplantatab-stossung bei Lungen- Leber- u. Nierentransplantation; UAW: häufig Tremor, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Parästhesien, depressive Verstimmungen, Störungen des Sehvermögens

Tetrazykline

Breitband-Antibiotikum - relativ breite Wirkung gegen grampositive und gramnegative Bakterien

Theophyllin

Medikament, das die Bronchien erweitert in Tablettenform (meist als Retardtablette) oder zur Injektion

Thorakoskopie

Untersuchung der Pleurahöhle mit einem Spezialendoskop (Thorakoskop) u. der Möglichkeit zur Entnahme von Gewebe (Biopsie) für histol., zytol. u. bakteriol. Untersuchungen u. zur Durchführung kleinerer Operationen an Lunge u. Pleura

Thorax

Brustkorb; fassförmiger Thorax bei Lungenemphysem, inf. starrer Erweiterung durch Rippenknorpelveränderungen

Thoraxdrainage

Ableitung von Blut, Körpersekreten oder Luft aus der Pleurahöhle über ein Schlauchsystem. Eine P. wird z. B. bei einem Pneumothorax oder Pleuraerguss durchgeführt. Meist werden Systeme verwendet, die auf dem Prinzip der Saugdrainage beruhen (angewendet z. B. bei der Bülau-Drainage): Zur Ableitung wird mittels Sog ein Unterdruck in der Pleurahöhle erzeugt. In örtlicher Betäubung wird ein kleiner Schnitt in die Brustwand gemacht, durch diesen wird ein Drainageschlauch in die Pleurahöhle eingeführt und an der Brustwand festgenäht. Der Schlauch wird an ein Absaugsystem angeschlossen. Der Unterdruck wird dem jeweiligen Krankheitsbild angepasst, wovon auch die Liegedauer der Drainage abhängt

Thyreoditis

Schilddrüsenentzündung

Totimpfstoff

Impfstoff, der abgetötete Viren oder Bakterien oder Bestandteile von Erregern enthält

Tracheobronchitis

Entzündung von Luftröhre u. grossen Bronchien, meist im Rahmen eines grippalen Infekts

Tracheostomie zur Beatmung?

Tracheostomie: Künstliche Öffnung der Luftröhre nach aussen durch Tracheotomie (Luftröhrenschnitt)

Transösophageale Echokardiographie

Die transösophageale Echokardiographie (TEE) ist eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens, die nicht von aussen (transthorakale Echokardiographie), sondern durch die Speiseröhre durchgeführt wird. Umgangssprachlich wird sie auch als Schluck-Echo bezeichnet. "Trans" bedeutet "durch", "Ösophagus" steht für "Speiseröhre" und "Echokardiographie" heisst Herz-Ultraschall

Transplantation

Übertragung von Zellen, Geweben oder Organen auf ein anderes Individuum

Tremor

Händezittern

Tröpfcheninfektion

Infektionsweg bei dem erregerhaltige kleinste Tröpfchen z.B. beim Husten und Niesen von Kranken übertragen werden

Truncus pulmonalis

gemeinsamer Stamm der Lungenarterien; reicht von der re. Herzkammer bis zur Aufzweigung in die A. pulmonalis dextra u. sinistra

Trypsin

Eiweissspaltendes Ferment

Tuberkulose

Abk. Tb., Tbk., Tbc; weltweit verbreitete bakt. Infektionskrankheit, die chron. verläuft und vor allem in den Atemorganen lokalisiert ist, jedoch grundsätzlich alle Organe befallen kann

U - zum Anfang zurück

Uhrglasnägel

sog. hippokratische Nägel; grosse, gewölbte Nägel, oft in Komb. mit Trommelschlegelfingern*; Vork.: z.B. bei Lungenfibrose, Bronchiektasen, Lungentuberkulose, Bronchialkarzinom, zyanotischen Herzfehlern

Ultraschall

Schwingungen mit einer Frequenz von 20kHz bis 10GHz (oberh. der menschl. Hörgrenze); wird diagn. zur Sichtbarmachung von Körperstrukturen unterschiedl. Dichte genutzt oder therap. bei Erkrankung des Bewegungsapparats, insbes. posttraumat. Veränderungen u. rheumat. Erkrankungen, angewendet. Bei zu hoher Dosierung kann es durch Wärmeentwicklung zu Gewebeschäden kommen

Uveitis

Entzündung des Augeninneren

V - zum Anfang zurück

Vakazine

Impfstoff aus lebenden, attenuierten (d.h. in ihrer Virulenz abgeschwächten) bzw. inaktivierten Krankheitserregern od. aus inaktivierten (entgifteten) Toxinen bzw. Toxoiden von Erregern od. Teilstücken der Oberflächenstruktur von Erregern

Vasculitis

Gefässentzündung

Ventilation

Atmung

Ventilation, alveoläre

Effektive Ventilation des Alveolarraums, normal ca. 4000ml/min; entspricht bei homogener Belüftung der Lungen dem Atemzugvolumen minus dem (anatomischen) Totraum multipliziert mit der Atemfrequenz. Bei Ventilationsstörungen ist die Ermittlung der a.V. nur unter Bezug auf den art. CO2-Partialdruck möglich

Ventrikel

Der Fachterminus Ventrikel (lat. Ventriculus, m. = kleiner Bauch) wird in der Medizin für verschiedene Organteile, die einen Hohlraum = Kammer/eine Ausbuchtung bilden, verwandt: Ventriculus cordis = Herzkammer (rechte und linke Herzkammer), Ventriculus cerebri = Gehirnkammer oder Hirnventrikel

Verschwartung

Abheilung eines Pleuraergusses od. Pleuraempyems unter Bildung einer Schwarte

Virulenz

Giftigkeit

Viruspneumonie

durch Viren hervorgerufene Lungenentzündung

W - zum Anfang zurück

Wabenlunge

Zystenlunge; Ersatz normalen Lungengewebes durch dünn-wandige Hohlräume (einkammerige u. multiple Zysten); Urs.: kongenitale Anomalie, häufiger auch Folgezustand versch. interstitieller Lungenerkrankungen (vgl. Lungenfibrose, Lymphangioleiomyomatose). Sekundärinfektionen führen zu narbiger Schrumpfung des Lungengewebes mit Überlastung des re. Herzens u. den entspr. Folgezuständen (Cor* pulmonale). Einzelzysten ohne klin. Sympt. (oft röntg. Zufallsbefund). Diagn.: charakterist. Ringschatten im Schichtaufnahmeverfahren bzw. in der Computertomographie

Wetterfühligkeit

Meteoropathie; gesteigerte Reaktionsbereitschaft auf die Veränderung atmosphär. Einflüsse wie Luftdruck, Temp., Feuchtigkeit bzw. auf bes. Klimasituationen; Sympt.: Konzentrationsstörungen, Stimmungslabilität, allg. Unwohlsein, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerz, Angst; geschätzte Häufigkeit: bei ca. 30% der mitteleuropäischen Bevölkerung auftretend; bes. betroffen sind Personen mit Kreislaufstörungen

Weaning

Als weaning wird die Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät bezeichnet, somit einer maschinellen Atemunterstützung, die zumeist im Rahmen der Intensivmedizin auf einer Intensivstation stattfindet zentrale Obstruktion Verengung der grossen Atemwege (Luftröhre, Hauptbronchien etc.) ist bei der COPD eher nicht relevant. Hier kommen eher Tumor oder oder andere Veränderungen als Ursache in Betracht

XYZ - zum Anfang zurück

Zwerchfellhochstand

Ein- od. beidseitige Anhebung des Zwerchfells; einseitig bei Erkr. der Lunge (Pneumonie, Infarkt, Atelektase) od. der Pleura (Pleuritis, Zwerchfellrelaxation, -parese, -paralyse); rechtsseitig bei Lebervergrösserung (Zirrhose, Abszess, Metastasen), Chilaiditi-Syndrom; linksseitig bei Gasblähung des Magens bzw. der linken Kolonflexur, Milzvergrösserung (Leukämie, Zyste); bds. bei intraabdomineller Raumforderung (Aszites, grosse Tumoren, Schwangerschaft), Meteorismus, Zöliakie

Zwerchfelltiefstand

Krankhafte Verlagerung des Zwerchfells nach unten; einseitig bei Spannungspneumothorax, inf. funktionell exspiratorischer Ventilverengung im Bereich eines grossen Bronchialasts (z.B. nach Fremdkörperaspiration, bei Bronchialkarzinom), bds. bei Enteroptose, Asthma bronchiale, obstr. Lungenemphysem

Zyanose

Blau-rote Färbung von Haut u. Schleimhäuten inf.Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut

Zysten

mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe