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COPD mit und ohne Lungenemphysem: Symptome, Ursachen, Diagnostik und Therapieoptionen

Ohne zu atmen kann ein Mensch nur ein paar Minuten lang überleben. Mit sehr eingeschränkter bzw. gestörter Atmung kann das Leben zu einer großen Belastung werden.

Letzte Schätzungen der WHO aus dem Jahr 2007 gehen davon aus, dass allein in Deutschland rund 6,8 Millionen und weltweit etwa 210 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt sind. Damit muss bereits von einem globalen Problem gesprochen werden, denn inzwischen ist die COPD schon die vierthäufigste Todesursache. Von den zehn häufigsten zum Tod führenden Krankheiten ist COPD die einzige, deren Häufigkeit konstant zunimmt.

Nicht immer ist eine eindeutige Unterscheidung (Differenzierung) von Asthma bronchiale und COPD möglich. Für diese Mischform wurde von Experten der GINA- und der GOLD-Initiative 2014 erstmals der Begriff Asthma-COPD-Overlap-Syndrom (kurz ACOS) geprägt. Als unabdingbare Voraussetzung für ein ACOS wird das Vorliegen einer dauerhaften Atemwegsverengung (irreversible Obstruktion) gefordert. Damit kommt ein ACOS nicht infrage, wenn die Verengung durch Einsatz von Bronchien erweiternden Medikamenten komplett umkehrbar (reversibel) ist.

Der Begriff COPD stammt aus dem Englischen (chronic obstructive pulmonary disease) übersetzt bedeutet das chronisch obstruktive Lungenerkrankungen. Unter COPD werden chronische Erkrankungen der Lunge (Lungenemphysem, chronisch obstruktive Bronchitis) zusammengefasst die auf entzündeten und dauerhaft verengten Atemwegen beruhen. Die Erkrankungen sind irreversibel also nicht rückführbar.

Beim Asthma bronchiale handelt es sich um eine chronische Entzündung der Atemwege (Bronchien). Je nach umgebenden Faktoren kann es aufgrund der empfindlichen Atemwege wiederkehrend zu anfallsartiger Kurzatmigkeit sowie zu massiver Atemnot kommen welche dann als Asthmaanfälle bezeichnet werden. Die Beschwerden müssen nicht immer gleich stark vorhanden sein müssen. In seltenen Fällen können Anfälle sogar über längere Zeiträume ausbleiben.

Ein Lungenemphysem ist eine chronische Aufblähung der Lungen durch Luft. Das Gasvolumen wird dadurch erhöht, das Ausatmen fällt dem Betroffenen schwer. Meist sind nicht alle Lungenabschnitte beteiligt. Das Gewebe der betroffenen Bereiche verliert durch die ständige Überdehnung an Elastizität – ein Vorgang, der nicht rückgängig gemacht werden kann. Folge ist die Zerstörung von Lungenbläschen und deren Scheidewänden.

Der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AAT) ist eine Erbkrankheit, die erstmals 1963 von Laurell und Erickson beschrieben wurde. Die Betroffenen haben zu wenig Alpha-1-Antitrypsin im Blut was zu einer Schädigung der Atemwege und Lungenbläschen (Alveolen) und somit letztlich zu einem Lungenemphysem führt.

Die Bezeichnung Fibrose oder Fibrosierung ist ein Begriff für viele verschiedene Erkrankungen, denn eine Vermehrung von Bindgewebe kann prinzipiell überall dort im Körper auftreten, wo Bindegewebe vorkommt. Man kann unterscheiden zwischen einer Lungenfibrose mit bekannter Ursache z.b. durch Medikamente oder Kollagenosen und der idiopathisch pulmonalen Lungenfibrose deren Ursachen unbekannt ist und die deutlich aggressiver verläuft. Darüber hinaus gibt es andere, eher selten auftretende Formen wie beispielsweise eine Histiozytosis.

Die COPD ist eine Erkrankung, die den gesamten Organismus beeinträchtigen kann. Man spricht auch von der COPD als einer Systemerkrankung. Als Folge hiervon weisen COPD-Patienten eine Fülle von anderen wesentlichen Erkrankungen, sog. Begleiterkrankungen, auf, die insbesondere die Prognose des Krankheitsverlaufes beeinflussen. Mehr als die Hälfte aller COPD-Patienten leiden in höherem Alter an mindestens drei zusätzlichen behandlungsbedürftigen Krankheiten.

Kaum eine Spezialdisziplin der Inneren Medizin verfügt über eine so aussagekräftige, gut standardisierte und nichtinvasive Funktionsdiagnostik wie die Lungenheilkunde. Nichtinvasiv bedeutet, dass die Patienten nur wenig belastet werden, umgekehrt können die Untersuchungen problemlos wiederholt werden, um eine sichere Diagnostik der Erkrankung, der Einschätzung des Schweregrades und eine Verlaufskontrolle zu gewährleisten.

Heutzutage steht eine breite Palette von Wirkstoffen zur symptomatischen Behandlung der COPD und des Lungenemphysems zur Verfügung. Die medikamentöse Therapie sollte stets individuell auf den Betroffenen und die durch die Art, Schwere und den Ist Status seiner Erkrankung hervorgerufenen Erfordernisse, insbesondere in Bezug auf die Atemnot sowie das Exazerbationsrisiko, d.h. der Wahrscheinlichkeit einer akuten Erkrankungsverschlechterung ausgerichtet sein.

Lungensport, Atemtherapie und medizinische Trainingstherapie sind heutzutage als wichtige Therapiesäulen zur optimierten Behandlung von COPD mit oder ohne Lungenemphysem anerkannt und nicht mehr wegzudenken. Die Bedeutung von regelmäßiger körperlicher Aktivität und Training bei diesen Erkrankungen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Langzeit-Sauerstofftherapie ist, wenn ein Sauerstoffmangel im Blut vorliegt, eine der wirksamsten Therapiemöglichkeiten bei schwerer COPD und Emphysem.  Obwohl die wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit schon lange bekannt sind, gibt es noch immer Probleme mit der korrekten und konsequenten Durchführung der Therapie.

Die nicht-invasive Beatmungstherapie (NIV=non-invasive ventilation) ist seit langem eine etablierte Therapieoption zur Behandlung der COPD und des Lungenemphysems bei vorliegen welche bei einer akuten oder chronischen Erschöpfung der Atemmuskulatur eingesetzt wird. Die NIV bewirkt eine Entlastung der Atemmuskulatur und kann einen zu hohen Kohlendioxydgehalt im Blut senken.

In den vergangenen Jahren hat sich die endoskopische Lungenvolumenreduktion (ELVR) als alternatives Verfahren für die chirurgische Volumenreduktion entwickelt.
Heutzutage werden 2 unterschiedliche Therapieprinzipien angewandt. Zum einen die blockierenden Verfahren mittels Einwegventilen, als auch die nicht-blockierenden irreversiblen Verfahren mittels Spiralen (Coils) oder Dampfapplikation.

Maßnahmen der Rehabilitation mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten wie optimierte medikamentöse Therapie, Patientenschulung, Trainingstherapie, physikalische Therapie und Selbsthilfetechniken sind heute wissensbasiert wesentlicher Anteil einer leitliniengerechten Therapie.

Als Compliance bezeichnet man die Bereitschaft des Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken. Im medikamentös therapeutischen Sinne heißt das Therapietreue und konsequente Einhaltung der Verordnungsvorschriften. Die medizinische Behandlung lebt durch das funktionierende Zusammenspiel von Arzt, Patient und Behandlungsmaßnahme.

 

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Allergen Substanz, die eine allergische Reaktion hervorruft
Allergenkarenz Vermeidung von Allergenen
Allergie Überreaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen
Allergologe Fachbezeichnung für Ärzte, die sich auf die Behandlung allergischer Erkrankungen spezialisiert haben (häufig Dermatologen, HNO-Ärzte, Allgemeinmediziner u. a.)
Alpha-1-Antitrypsinmangel Alpha-1-Antitrypsinmangel ist eine Erbkrankheit. Ursache für die Erkrankung ist ein Gendefekt auf dem Chromosom 14 . Dieses Gen ist für die Synthese des Alpha-1-Antitrypsin verantwortlich
Alveolen Die Alveolen=Lungenbläschen sitzen am Ende der feinsten Verzweigungen der Bronchien, der Bronchiolen und sind das Ende des feinverästelten Bronchialbaums
Alveolitis die, entzündliche, zur Schrumpfung (Lungenfibrose) neigende Reaktion in den Lungenbläschenmembranen, v. a. durch äussere (beruflich bedingte) Einwirkungen (Einatmen von Heu-, Getreide-, Holzstaub)
Aktive Immunisierung Schutzimpfung mit Lebend- oder Totimpfstoffen, um gegenüber Krankheitserregern eine Immunität zu erzeugen, die der natürlich erworbenen Immunität nach Überstehen einer Krankheit gleichkommen
Anamnese Erhebung der Krankengeschichte, u. a. Art, Beginn, Verlauf der Erkrankung im Gespräch zwischen Arzt und Patient
anaphylaktischer Schock Schock, allergischer
Beim lebensbedrohlichen allergischen (anaphylaktischen) Schock kommt es neben den erkennbaren typischen Allergiesymptomen (z. B. Hautausschlag oder Atemnot) zu einer extremen Erweiterung zahlreicher Blutgefässe im Körper, die zu einem enormen und völlig unerwarteten Blutdruckabfall führen, mit den möglichen Folgen Herz- und Atemstillstand
Angiographie Kontrastdarstellung der Blutaderversorgung von Organen
Antibiogramm Auf Medikamente resistente Keime werden einem Antibiogramm unterzogen. Pharmaka können dann gezielt eingesetzt werden. Der Mediziner testet verschiedene Antibiotika mit Hilfe eines Nährbodens, der vorher mit einem Bakterienstamm angereichert worden ist. Das Bakterienwachstum ist je nach Wirkungsweise der einzelnen Antibiotika unterschiedlich stark. Der Bereich mit dem grössten Hemmhof, das heisst dem geringsten Bakterienwachstum, verspricht die beste Wirksamkeit des Antibiotikums
Antibiose Die Antibiose (griechisch: Anti=gegen, Bio=körpereigen oder Leben) beschreibt eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika. Sie hemmt oder zerstört Mikroorganismen wie z.B. Bakterien oder Pilze
Antibiotika Medikamente, die Bakterien abtöten oder am Wachstum hindern
Anticholinergika Bestimmte Sorte von Medikamenten, die die Bronchien erweitern
Antigen Krankheitserreger und andere Stoffe (meist Eiweisskörper), die nach Kontakt mit dem Organismus eine Immunantwort, also vor allem die Bildung von Antikörpern, auslösen.
Antiinflammatorisch Entzündungshemmend, Entzündungsprozesse hemmend
Antileukotriene Medikamente Asthmabehandlung in Tablettenform. Leukotriene sind körpereigene Botenstoffe, die eine wichtige Rolle bei entzündlichen und allergischen Vorgängen spielen. Die korrekte Bezeichnung der Medikamente lautet: Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten
Antimykotikum Gegen Pilze wirksames Medikament (Soor)
Apnoe zeitweiliger Atmenstillstand vor allem während der Nacht
ARDS Akutes Lungenversagen (Adult Respiratory Distress Syndrome)
Asphyxie Atemstillstand oder Minderatmung aufgrund Schädigung der Atemzentren
Asthma Entzündung der Atemwege mit Überempfindlichkeit der Bronchien und wechselnder Atemwegsverengung. Auslöser können Allergene, körperliche Aktivitäten und andere Reize (z. B. Tabakrauch, kalte / trockene Luft, Stäube) sein.
(nähere Infos unter Daten/Krankheitsbilder)
Atelektase Zustand verminderten bis fehlenden Luftgehaltes der Lungenalveolen (mit entsprechend mangelhafter bis fehlender Entfaltung des entsprechenden Lungenbereiches). Symptome: Schallverkürzung, abgeschwächtes oder bron-chiales Atemgeräusch, Atelektaseknistern (v.a. zu Beginn u. bei Lösung der A.); gelegentlich tritt eine atelektatische Pneumonie auf (als Pneumonitis). Nach Form u. Ausdehnung werden unterschieden Totalatelektase, Teil-, Lappen-, Segment-, Flächen-, Flecken-, Platten- oder Streifen-, Schalen-, Mantel-, Rand-Atelektase
Ateminsuffiziens respiratorische Insuffizienz, Lungeninsuffizienz, starke Beeinträchtigung der normalen Atemfunktion durch verschiedene Lungenerkrankungen (z. B. schwere Lungenentzündung, Lungenemphysem, Lungenfibrose) und ausserhalb der Lungen gelegene Störungen (z. B. ausgeprägte Herzschwäche, beeinträchtigter Atemantrieb, Schwäche der Atemmuskulatur). Durch die stark beeinträchtigte Lungenfunktion sinkt der Sauerstoffgehalt des arteriellen Blutes unter den Normwert von 70 mm Hg (Hypoxie); sichtbares Zeichen ist oft die Zyanose. Die Diagnose einer Ateminsuffizienz wird durch die Blutgasanalyse gestellt
Atopien Erblich bedingte Veranlagung zu Allergien

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Bakterien Krankheitserreger, die nur unter dem Mikroskop sichtbar sind
Belastungshypoxämie Sauerstoffmangel im Blut
Beta2-Sympathomimetika Medikamente, die die Bronchien erweitern und besonders zur Behandlung der Atemnot bei verschiedenen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden (kurz auch Beta-Mimetika)
BIPAP Therapie BIPAP(engl. Biphasic Positive Airway Pressure) ist eine druckkontrollierte Beatmung, die es dem Patienten in jeder Phase der Beatmung erlaubt, selbst zu atmen. Das Beatmungsgerät wechselt das Druckniveau zwischen einem oberen und einem unteren Wert. Das untere Druckniveau wird auch PEEP (positive endexpiratory pressure) genannt. Gesteuert wird dieser Wechsel durch die Festlegung der Atemfrequenz und zweier Zeitspannen für das obere (T high) und das untere (T low) Druckniveau. Der Patient bemerkt den höheren und niedrigeren Gegendruck bei beiden Niveaus
Blutgaswerte - BGA Zu den Blutgasen zählen die Atemgase Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2), die vom Blut transportiert werden. Ausserdem gehören der Basenüberschuss (BE), pH-Wert sowie das Bicarbonat (HCO3) zu den Blutgaswerten. Sie beeinflussen die Atmung bzw. werden von ihr beeinflusst
Blutsenkung Geschwindigkeit mit der Blutkörperchen in Blut absinken
Bodyplethysmographie Verfahren zur Bestimmung der Lungenfunktion. Der Patient sitzt dabei in einer Kammer und atmet in ein Messgerät. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Atemwegserkrankung.
Bradypnoe Abnahme der Atemfrequenz (zu langsame Atmung)
Bronchialkarzinom medizinische Bezeichnung für Lungenkrebs
Bronchialkollaps Zusammenfallen der Bronchialwände beim Ausatmen. Ein Bronchialkollaps tritt beim Lungenemphysem als Folge der Elastizitätsabnahme und Zerstörung des Lungengewebes und der Bronchialwände auf. Dadurch bleibt beim Ausatmen vermehrt Luft in den Lungen, was zu einer Druckerhöhung innerhalb der Lungen und zu einer Zunahme der Lungenüberblähung führt. Auch bei einem Asthmaan-fall spielt sich ein gleichartiger Vorgang ab
Bronchialobstruktion Verengung der Atemwege, die Atemnot verursacht
Bronchiektasen sind krankhafte Ausweitungen von Teilen des Bronchialsystems, in denen sich vermehrt Bronchialschleim absetzt, der nicht oder nur schwer abgehustet werden kann. Hierdurch entsteht eine erhöhte Infektionsgefahr, die zu schweren Komplikationen führen kann. Bronchiektasen können angeboren oder nach schweren entzündlichen Prozessen, die zu einer Zerstörung der Bronchialwände führen, auftreten. Gekennzeichnet ist das Krankheitsbild durch massiven Husten und die Produktion von grossen Mengen zähen, eitrigen Sekrets
Bronchien Äste der Luftröhre, über die die Luft in der Lunge verteilt wird
Bronchitis Entzündung der Bronchialschleimhaut. Die akute Bronchitis, oft als Tracheobronchitis (Mitbeteiligung der Luftröhre), kommt als selbstständiges Krankheitsbild häufig im Frühjahr und Herbst vor und wird von Unterkühlungen und Wetterumschwüngen sowie einer Beeinträchtigung der Schleimhäute durch trockene Heizungsluft begünstigt. In 90 % der Fälle wird sie verursacht durch Infektionen mit verschiedenartigen Viren. Als Begleitbronchitis steht sie in Verbindung mit Infektionskrankheiten wie Grippe, Masern und Keuchhusten. Kennzeichen sind Husten, Brustschmerzen, Auswurf, oft Fieber. Behandlung durch Inhalation, hustendämpfende und schleimlösende Mittel, Brustwickel; bei
bakteriellen Mischinfektionen auch Antibiotika
Bronchoalveoläre Lavage (BAL) Diagnostisches Verfahren, bei dem Sekret aus der Lunge als Untersuchungsmaterial gewonnen wird
Bronchodilatatoren Medikamente, die die Bronchien erweitern
Bronchographie Röntgen Kontrast Untersuchung der Bronchien
bronchopulmonale Dysplasie Atemnotsyndrom bei Frühgeborenen, die für längere Zeit beatmet werden müssen, Dauer: manchmal einige Monate, aber auch manchmal einige Jahre, sogar bis zur Pupertät
Bronchoskopie Untersuchung der Atemwege mit einem dünnen, biegsamen Schlauch. Dabei kann der Arzt in die Bronchien hineinsehen
Bronchospasmus Verkrampfung der Bronchialmuskulatur
Bronchospasmolyse Mit dem Bronchospasmolyse-Test erkennt der Arzt, ob bei seinem Patienten eine behandelbare Atemwegsverengung vorliegt. Zunächst erfolgt die Messung der Lungenfunktion. Anschliessend inhaliert der Patient 1-2 Sprühstösse eines Medikamentes, welches die Verengung der Bronchien aufhebt (sog. ss2-Mimetika). Nach ca. 20 Minuten erfolgt eine erneute Messung der Lungenfunktion. Sind die Werte gegenüber der ersten Messung deutlich (grösser als 15%) verbessert, liegt ein behandlungsbedürftiges Asthma vor
Bronchospasmolytika Medikamente, die die verkrampften Muskeln in den Bronchien lockern
Bronchustuberkulose Tuberkulose der Bronchialwandung; u. zwar als hämatogene B. (meist als käsige Endobronchitis ohne wesentlichen Lungenparenchymschaden) oder als bronchogene B., d.h. als eine nach Durchbruch verkäsender Lymphknoten erfolgende Ausbreitung eines tuberkulösen Lungenprozesses. Gefahr der Bronchostenose, Atelektase, Bronchiektasie.
Bullae Bullae sind mehr oder weniger grosse Blasen im Lungengewebe, die natürlich keinerlei Funktion mehr haben. Sie können aber reissen ("Pneu") oder - wenn sie sehr gross sind - gesundes Lungengewebe verdrängen und damit zu Beschwerden führen. Dann operiert man sie im Allgemeinen (Bullektomie)
Bullöses Emphysem  Das Lungengewebe ist von mehr oder weniger grossen Blasen durchsetzt.
(nähere Infos unter Daten/Krankheitsbilder)

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COPD Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem treten häufig gemeinsam auf. Der englische Begriff für chronisch-obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem heisst COPD (chronic obstructive pulmonary disease: dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege).(nähere Infos unter Daten/Krankheitsbilder)
Calciumblocker Medikamente bei Hypertonie, Herzschwäche
Captopril ACE-Hemmer, zur Blutdrucksenkung
catarrhalis mit vermehrter Absonderung durch die entzündete Schleimhaut einhergehend
Cephalosporine Breitbandantibiotika
check-up (engl.) die gesamten Untersuchungen im Rahmen einer systematisierten Untersuchung
Chemotherapeutika synthetische Wirkstoffe, die Krankheitserreger (Antibiotika) oder Zellen (Zytostatika) oder Pilze hemmen bzw. abtöten
chronische Bronchitis kann bei wiederholtem Rückfall aus der akuten Bronchitis entstehen. Unter den schädlichen chemischen Faktoren spielt insbesondere der Tabakrauch eine Rolle (Raucherbronchitis).
Haupterscheinung der chronischen Bronchitis ist der hartnäckige Husten mit schleimigem Auswurf, der oft zur Lungenblähung (Emphysem) führt
circulus, lat. Kreis, Ring
Circulus vitiosus "Teufelskreis", bei dem sich mehrere Störungen gegenseitig ungünstig beeinflussen
Clavicula Schlüsselbein
Compliance Bereitschaft des Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Massnahmen mitzuwirken.Im medikamentös therapeutischen Sinne Therapietreue und konsequente Einhaltung der Verordnungsvorschriften.
Computer-Tomographie rönt. Schichtaufnahmeverfahren
cor, lat. Herz
Cor pulmonale Verdickung der Wände und/oder Erweiterung der rechten Herzkammer als Folge einer Lungenerkrankung. Die Lungenerkrankung führt zur Erhöhung des Widerstands im Herz-Lungen-Kreislauf und schädigt auf diese Weise das Herz
Cortikosteroide die ca. 50 in der Nebennierenrinde gebildeten Steroidhormone
Cortisonismus Krankheitserscheinungen bei langdauernder Cortcosteroidbehandlung
CPAP Therapie Die CPAP-Therapie dient zur Behandlung vorübergehender Atemstillstände während des Schlafens, der sog. Schlafapnoe. CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure (Kontinuierlicher Atemwegsüberdruck)
Cromoglycinsäure Allergiemedikament, das bei Pollenkontakt die Freisetzung Allergie auslösender Substanzen (z. B. Histamin) verhindert und einer Entzündung der Schleimhäute entgegenwirkt
CRP CRP Bestimmung im Blut CRP ist die Abkürzung für C-reaktives Protein, ein Eiweiss, das im Blut vorkommt. Bei Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden, steigt der CRP-Wert stark an. Die Ursache dafür ist ein wesentlich stärkerer Zellzerfall bei bakteriellen als bei viralen Infektionen. Die CRP Bestimmung kann mit einem Blutstropfen aus dem Finger innerhalb von fünf Minuten ermittelt werden. Ein normaler CRP-Wert bedeutet, dass die Infektion mit grosser Wahrscheinlichkeit (95 Prozent) durch Viren ausgelöst wurde. Bei erhöhten CRP-Werten liegt die Vermutung einer bakteriellen Infektion nahe. Der CRP-Anstieg ist meist sensitiver als die Enzündungsparameter BSG=Blutsenkungsgeschwindigkeit oder die Leukozytenzahl
Cushing-Syndrom gerötetes Vollmondgesicht, Steroidakne, Stammfettsucht, Osteoporose, Hypertonie

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DD Abkürzung Differentialdiagnose
Dekortikation Die Dekortikation ist eine Operationstechnik, die dann eingesetzt wird, wenn es nach einer Entzündung zu einer Verdickung des Brustfells mit einhergehender Einschränkung der Lungentätigkeit kommt. Während dieses Operationsverfahrens werden die verdickten und somit behindernden Teile des Brustfells entsprechend entfernt, was zur Folge hat, dass die verbleibenden Lungenareale sich weiter ausdehnen können
Diagnose die genaue Zuordnung von Befunden – diagnostischen Zeichen oder Symptomen – zu einem Krankheitsbegriff oder einer Symptomatik. Im weiteren Sinn handelt es sich bei der Diagnose um die Zuordnung von Phänomenen zu einer Kategorie
Diaphragma Zwerchfell, wichtigster inspiratorischer Atemmuskel
Diazepam Diazepam ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der langwirksamen Benzodiazepine. Es wird insbesondere als Psychopharmakon zur Behandlung von Angstzuständen, in der Therapie epileptischer Anfälle und als Schlafmittel angewendet. Da es bei einer Langzeittherapie mit Diazepam zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen kann, wird der Wirkstoff vorrangig in der Akuttherapie - das heisst nicht länger als vier bis sechs Wochen - eingesetzt
Diffusion Physikalisch streng wird der Sauerstoff nicht aus dem Lungenbläschen (-> Alveole) in das Blut gefiltert, sondern gelangt durch Diffusion dahin. Der Unterschied liegt darin, dass beim Vorgang des Filterns der Druck, der notwendig ist, um die Bewegung zu erzeugen, durch die Schwerkraft erzeugt wird (denken Sie an den Kaffeefilter). Bei der Diffusion dagegen entsteht der Druck durch einen Konzentrationsunterschied. Stellen Sie sich z.B. zwei Kammern vor, eine gefüllt mit reinem Wasser, die andere mit einer konzentrierten Kochsalzlösung, dazwischen eine halbdurchlässige Wand, z.B. eine entsprechende Membran oder eine Tonwand:diese ist durchlässig für Wasser aber nicht für Salz. Der Kochsalzgehalt in beiden Kammern wird sich nun in einem gewissen Zeitraum angleichen, weil solange Wasser durch die Membran in die konzentrierte Lösung hinüber wandert, bis die Salzkonzentration auf beiden Seiten gleich ist: die sog. Osmose
Diffusionskapazität Die Bestimmung der Diffusionskapazität lässt Aussagen über den Sauerstoffaustausch in der Lunge zu. Mit der einfach durchzuführenden Pulsoximetrie kann man den Sauerstoffgehalt des Blutes abschätzen. Als Diffusion bezeichnet man den Vorgang, bei der z.B. Sauerstoff aus der Lunge über die Lungenbläschen ins Blut und dann in die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) übertritt, die den Sauerstoff im Körper transportieren. Bei der Messung der Diffusionskapazität (DCO oder TCO) wird die Fähigkeit der Lunge zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft untersucht. Hierzu atmet der Patient eine Testluft ein, der eine bestimmte Menge von Kohlenmonoxid (CO) beigemischt wurde. Kohlenmonoxid ist giftig, wenn es im Blut eine bestimmte Menge überschreitet. Die bei der Bestimmung der Diffusionskapazität eingesetzte Menge an Kohlendioxid ist jedoch völlig unbedenklich. Nach der Einatmung enthält diese Testluft weniger Kohlenmonoxid. Da Kohlenmonoxid sich in der Lunge genau wie Sauerstoff verhält, also genau wie Sauerstoff aus der Lunge ins Blut übertritt, kann man so auf die Kohlenmonoxid-Aufnahme und damit die Sauerstoff-Aufnahme schliessen. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, die Ergebnisse stehen unmittelbar nach der Messung zur Verfügung
Diffusionsstörung Diffusionsstörung Behinderung des Übertritts von Sauerstoff aus den Lungenbläschen in die Blutkapillaren. Eine Diffusionsstörung kann durch eine Verminderung der Austauschfläche entstehen, z. B. nach der operativen Entfernung von Lungengewebe oder beim Lungenemphysem durch grosse Emphysemblasen. Eine weitere Ursache kann die Verlängerung der Diffusionsstrecke sein, z. B. durch Verdickung der Lungenbläschen- oder Kapillarwand bei Lungenfibrose oder eine Flüssigkeitseinlagerung in den Lungen- bläschen im Rahmen eines Lungenödems. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.
Dilatation Erweiterung
Diuretika (umgangssprachlich Wassertablette genannt) ist ein Arzneimittel, das zur Ausschwemmung von Wasser aus dem menschlichen oder tierischen Körper eingesetzt wird. Werden mit der gesteigerten Wasserausscheidung auch
vermehrt Salze ausgeschieden spricht man von einem Saluretikum
DNCG Antientzündlich wirkendes Medikament zur Inhalation beim Asthma. Die Abkürzung DNCG steht für Dinatrium Cromoglicicum (auch Cromoglicinsäure genannt)
dorsobasal rückseitig, an der Grundfläche (eines Organs)gelegen
Dosieraerosol (DA) ist eine Darreichungsform für Arzneimittel, die zur Inhalation durch den Patienten bestimmt ist.
Von den Dosieraerosolen unterscheidet man die Pulverinhalatoren
Drainage Medizinische Behandlungsmethode. Sie dient der Ableitung oder dem Absaugen krankhafter oder vermehrter natürlicher Körperflüssigkeiten oder gar von eingedrungenen Gasen, um einen Normalzustand wiederherzustellen.Prinzipiell unterscheidet man innere von äusseren Drainagen. Bei ersteren werden operativ oder minimal invasiv (oft endoskopisch) Hindernisse umgangen, Kurzschlüsse (Anastomosen) zwischen Hohlorganen wie Speiseröhre,
Magen, Darm angelegt oder es werden aufgestaute Flüssigkeiten (Zysteninhalte) in Hohlorgane (Magen oder Darm) abgeleitet. Bei der äusseren Drainage erfolgt die Ableitung aus dem Körperinneren nach aussen
Dreischichtsputum Auswurf, der im Spitzglas 3 Schichten bildet: Unten eitrig-krümelig, oben schaumig und dazwischen serös-wässrig mit Schleimfäden, z.B. bei Bronchiektasen, Lungenabzess
Dyspnoe Dyspnoe wird eine als unangenehm empfundene, erschwerte Atemtätigkeit bezeichnet, wobei Ursachen, Wahrnehmung und Folgen dieses Symptoms sehr unterschiedlich sein können. Treten solche Beschwerden nur unter Belastung auf, handelt es sich um eine Belastungsdyspnoe, wird schon das Sprechen zur Belastung, um eine Sprechdyspnoe. Kommt es schon in Ruhe zu einer erschwerten Atmung, wird von einer Ruhedyspnoe gesprochen. Bei einer Orthopnoe kann die bestehende Ruhedyspnoe nur durch aufrechtes Sitzen und den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur gebessert werden. Atemnot (Lufthunger) wird im Gegensatz dazu als Luftmangel mit akuter Lebensbedrohung erlebt, wobei der Begriff selbst schon auf die subjektive Erlebnisqualität verweist
Dystelektase verminderter Luftgehalt eines Lungenbereichs als Vorstufe einer Atelektase, eines Lungenkollapses, wenig belüfteter Lungenabschnitt nachweisbar im Röntgenbild
DXA Messung Dual X-ray absorptiometry wurde für die Messung des Knochenmineralgehalts an verschiedenen Körperstellen entwickelt. Dabei wird die Absorption von Röntgenstrahlen zweier unterschiedlicher Wellenlängen analysiert. Dies erlaubt die Bestimmung der Körperzusammensetzung und des Mineralgehalts der
Knochen an verschiedenen Stellen des Skeletts. Am häufigsten wird die Wirbel-säule untersucht. Weitere Messpunkte sind aber auch Hüfte, Oberschenkelhals und Unterarm (Radius). Es können auch Ganzkörpermessungen durchgeführt werden. Mit der DXA-Messung wird ein sogenannter T-Score ermittelt, der die Knochendichte an der gemessenen Körperstelle im Vergleich zu den entsprechenden Normalwerten beschreibt. Die Interpretation der T-Scores gemäss der WHO finden Sie in der folgenden Darstellung. Mit einer Osteodensi-tometrie (Knochendichtemessung) mittels DXA-Messung kann der Knochen-mineralgehalt und damit die vorhandene Menge an Knochensubstanz gemessen werden. Dies ermöglicht eine Einschätzung der Bruchgefahr der Knochen bereits vor der ersten Fraktur. Die Untersuchungsmethode bedeutet keinen Eingriff und ist nicht schmerzhaft. Heute gilt die DXA-Messung als Standard

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Elektrokardiogramm, EKG ist die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskel-fasern. Elektrokardiogramm heisst auf Deutsch Herzspannungskurve,gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt. Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht und über das herzeigene Erregungsleitungssystem zu den Herzmuskelzellen läuft. Diese elektrischen Potenzialänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche ableiten und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt. Meist wird das EKG vom Arzt noch von Hand ausgemessen und visuell beurteilt, mittlerweile gibt es aber auch zunehmend verlässlichere Computerauswertungen
Elastase ist eine Serinprotease, die Amide (und damit auch Peptide und Proteine) und Ester unter Wasseraufnahme spaltet (hydrolysiert). Beim Menschen gibt es zwei Formen, die Pankreaselastase oder Elastase 1, produziert vom Pankreas, und die Leukozytenelastase oder Elastase 2, die in neutrophilen Granulozyten vorkommt. Pankreaselastase wird im Pankreas als inaktives Zymogen (Proelastase) produ-ziert und im Dünndarm durch Spaltung mit Trypsin zu dem Enzym Elastase aktiviert. Die Elastase ist im Menschen ein wichtiger Teil der Immunantwort auf pathologische gramnegative Keime in der Lunge, im Magen-Darm-Trakt, aber auch auf Wunden. Synthetisch konnten bisher nur wenige Hemmer des Proteins für den Einsatz bei schweren Lungenkrankheiten hergestellt werden
Elektrolyte Elektrolytesind Stoffe, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu den Stoffen zählen neben Säuren und Basen auch die Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, das man Elektrolythaushalt nennt. Zu den wichtigsten Elektrolyten gehören die positiv geladenen elektrischen Teilchen, die so genannten Kationen:Natrium / Kalium / Kalzium Magnesium = Definition folgt
Elektrolythaushalt Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu den Stoffen zählen neben Säuren und Basen auch die Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, das man Elektrolythaushalt nennt. Der Elektrolythaushalt kann durch verschiedene Erkrankungen teils lebensgefährlich gestört werden
Empfindlichkeitsasthma Bronchialasthma, bei dem sich infolge Herabsetzung der Toleranzschwelle für unspezifische Reize ein "bronchiales Reizsyndrom" entwickelt, so dass sonst unterschwellige Reize wie z.B. atmosphärische Einflüsse, Kaltluft, Tabakrauch etc. asthmatische Atemerschwernis auslösen
Emphysem vermehrter Luftgehalt der Lungen (nähere Infos unter Daten/Kranheitsbilder)
Emphysembronchitis Entzündung der Schleimhaut der Bronchien in Verbindung mit Lungenblähung
Emphysemherz
(siehe auch "cor pulmonale")
das im Röntgenbild schmale, langgestreckte "Steilherz" bei Zwerchfelltiefstand durch Lungenemphysem
Emphysemthorax der erweiterte, starre, in Einatmungsstellung fixierte Brustkorb als - nicht obligate - Folge der Änderung der Atemmechanik bei chronischem Lungenemphysem; die inspiratorische Hebung der Rippen erfolgt bis zur Horizontalen (unter Vergrösserung des epigastrischen Winkels), die Zwischenrippenräume sind verbreitert, die Rückenkrümmung verstärkt, der Hals erscheint verkürzt. Als Extremform der Fassthorax
Empyem bezeichnet man eine Ansammlung von Eiter in einer vorgeformten (meist natürlichen) Körperhöhle oder in einem Hohlorgan. Beispiele für Empyeme sind die Lungen- und Pleura-Empyem (Brust-Rippfell-Zwischenraum). Eiteran-sammlungen ohne vorgeformte Körperhöhle nennt man im Gegensatz dazu Abszess
Endoskopie ist ein optisches Untersuchungsverfahren, bei dem Hohlorgane und Körperhöhlen mit einem Endoskop gespiegelt werden. Sie ist die genaueste Untersuchungs-möglichkeit, weil gleichzeitig und schmerzfrei Gewebeproben zur weiteren Analyse entnommen werden können. Mit dem Endoskop können auch minimal invasive chirurgische Eingriffe durchgeführt werden
Endothel innere Zellauskleidung des Herzens sowie der Blut- und Lymphgefässe
Enzyme

 

Enzyme sind Eiweissmoleküle, die als Katalysatoren chemische Reaktionen
beschleunigen. Enzyme sind für den Stoffwechsel unverzichtbar. Für ver-schiedene Ausgangsstoffe (Substrate) und verschiedene chemische Reaktionen gibt es verschiedene Enzyme. Enzyme finden sich in allen Zellen des Körpers, viele von ihnen sind spezifisch für ein Organsystem. Da sich die Enzyme in den Zellen befinden (bzw. dort zumindest produziert werden), treten sie bei Zell-schäden in das Blut über. Dort kann man dann erhöhte Enzymspiegel messen
Eosinophilie Weisse Blutkörperchen, die sich mit dem Farbstoff Eosin anfärben. Eosinophile Granulozyten haben Bedeutung bei der Abwehr von Parasiten (Würmer, Läuse,..), bei bestimmten Allergien und bei Autoimmunerkrankungen. Ihre Vermehrung kann ein Hinweis auf diese Erkrankungen sein. Daneben sind sie aber auch noch bei vielen anderen Erkrankungen erhöht
Epidemiologie ist jene wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Populationen beschäftigt
Epikutan-Test

 

(Läpphentest) Bei einem Epikutantest wird der Körper zu Reaktionen provoziert, die einer allergischen Reaktionen entsprechen (Provokationstest). Geprüft wird, ob eine Person gegen bestimmte Substanzen allergisch ist und welche Stoffe die Krankheit auslösen. Der Epikutantest (epikutan = "auf der Haut") erfolgt mit Hilfe von Hautpflastern, die verschiedene Substanzen enthalten. Der Test kann Sub-stanzen nachweisen, die eine Allergie auslösen (Allergene). Getestet werden in diesem Fall Allergene, die als Verursacher einer Kontaktallergie in Frage kommen. Eine allergische Reaktion liegt vor, wenn die Haut unter dem Pflaster mit einer Entzündung reagiert
Ergometrie ist eine Methode, mit der die Möglichkeit besteht, physische Leistungen genau zu dosieren sowie jederzeit unter gleichen Bedingungen zu reproduzieren. Auf einem für den Patienten/Probanden abgestimmten Ergometer wird die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit im Rahmen einer Leistungsdiagnostik per Stufen- oder Dauertest untersucht
Ergospirometrie Bei der Ergospirometrie wird der Sportler langsam zunehmend belastet. Es handelt sich also um ein Rampenprotokoll. Begleitend werden die Atemgase über eine Maske gemessen, die Mund und Nase umschliesst und die über eine Messsonde mit der Raumluft verbunden ist. EKG, die Herzfrequenz (Puls) und der Blutdruck werden kontrolliert. Nach Abschluss der Untersuchung werden alle Daten in einem Computer zusammengeführt und ausgewertet
Eupnoe normale Atmung (Klinik)
Eurotransplant ist eine 1967 von Jon van Rood gegründete Stiftung mit Sitz in Leiden, Niederlande. Sie ist die Vermittlungsstelle für Organspenden in den Benelux-Ländern, Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien. An der internationalen Zusammenarbeit dieser Länder sind alle Transplantationzentren, Gewebetypisierungslaboratorien und Krankenhäuser, in denen Organspenden durchgeführt werden, beteiligt
Evaluierungsuntersuchung umfangreiche Voruntersuchung im Transplantationszentrum zur Abklärung der Voraussetzung zur Transplantation
Exazerbation bedeutet "Verschlimmerung". Meist versteht man in der Medizin darunter den Ausbruch eines Krankheitsschubs bei chronischen, schubweise verlaufenden Erkrankungen. Ein gebräuchliches Synonym in der medizinischen Fachsprache ist daher auch "Schub". Gelegentlich spricht man auch von einer "akuten Exazerbation", wenn der Krankheitsschub plötzlich aufgetreten ist. "Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung" (COPD) bezeichnet eine oft durch Viren oder Bakterien bedingte Verschlechterung einer COPD mit Verfärbung des Auswurfs, Husten und Luftnot; auch "Infektexazerbation" genannt (die Leitkeime sind Haemophilus influenzae, Streptococcus pneumoniae und Moraxella catarrhalis)
Exitus letalis tödlicher Ausgang einer Krankheit
Expektoration Expektoration bezeichnet alle flüssigen und festen Stoffe, welche unter Räuspern oder Husten aus der Mundhöhle herausbefördert werden.
Expiration Ausatmung

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Fahrradergometrie Es handelt sich um einen Belastungstest des Herzens. 8-12 Minuten lang wird eine kontinuierlich erhöhte Belastung mit konstantem Tempo auf dem Fahrrad durchgeführt. Während der gesamten Zeit wird das EKG aufgezeichnet und regelmässig der Blutdruck gemessen. Hiermit kann in erster Linie eine auffällige Durchblutungsstörung des Herzens im EKG als mögliche Ursache von Brustschmerzen (Angina pectoris) nachgewiesen respektive ausgeschlossen werden. Ferner wird der Herzrhythmus unter Belastung analysiert. Die Untersuchung ist beispielsweise bei unklaren Schmerzen im Brustraum zu empfehlen
Feinnadelbiopsie handelt es sich um ein Verfahren der Gewinnung von Zellen aus einem inneren Organ für eine mikroskopische Untersuchung zur Abklärung eines örtlichen Krebsverdachtes
Ferritin auch Depoteisen, ist ein Protein, das in Tieren, Pflanzen und Bakterien vorkommt. In Tieren und Pflanzen funktioniert es als Speicherstoff für Eisen. Im Menschen kommt Ferritin hauptsächlich in der Leber, Milz und im Knochenmark vor
Feuchtinhalation therapeutische Inhalation eines sog. Feuchtnebels (Tröpfchengrösse > 10 µm, Dichte 50–500 mm3/l) mittels eines Feuchtverneblers
FEV1 das ist die Luftmenge, die der Patient mit aller Kraft und möglichst schnell innerhalb einer Sekunde ausatmen kann und die Menge der in der Lunge zurückbehaltenen Luft (das Residualvolumen) nach erfolgter Ausatmung. Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann der Betroffene in einer Sekunde ausatmen. So lässt sich mit der Lungenfunktionsprüfung zum Beispiel das Ausmass einer Atemwegsverengung (wie bei Asthma) oder der Schweregrad einer Überblähung (wie bei der chronisch obstruktiven Bronchitis) bestimmen. Fluss-Volumen-Diagramme erleichtern die Unterscheidung von verschiedenen obstruktiven Ventilationsstörungen wie zum Beispiel Asthma und chronisch obstruktiver Bronchitis
Fibrose krankhafte Vermehrung des Bindegewebes in Organen, die eine Verhärtung und
Elastizitätsabnahme des betroffenen Gewebes bewirkt. Eine Fibrose entsteht z. B. infolge von chronischen Entzündungen, Untergang von Funktionsgewebe, nichtentzündlichen Wasseransammlungen im Gewebe (Ödem) sowie unter chronischer Belastung durch Zug oder Druck. Beispiele sind die Lungenfibrose und die Leberfibrose
fibrosierend-interstitielle bindegewebiger Umbau der Lunge
Fibrotische Residuene Verhärtungen Umbau zu unelastischem Bindegewebe ,Residuen Rückstände
Fieber Erhöhung der Körpertemperatur über den Normalwert (37 bis 38° C rektal
Fischwirbel Ein Fischwirbel beschreibt die durch Bildgebung diagnostizierte Formveränderung eines Wirbelkörpers mit konkaver Grund- und Deckplatte
FSME Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Das Virus wird durch Zeckenstiche übertragen
Fungistatika Stoffe, die Entwicklung von Pilzen hemmen, die Pilze und deren Sporen aber nicht töten

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Galenik beschäftigt sich mit dem Herstellen von Arzneimitteln, also mit den einzelnen Stoffen (Hilfsstoffe, Wirkstoffe), die in einem Arzneimittel vorhanden sind. In der Galenik stellt man sozusagen Arzneimittel her
Ganzkörperplethysmographie mit dieser Methode werden in einer geschlossenen Kabine bei normaler Ruheatmung die Atemwegswiderstände in der Ein- und Ausatmung gemessen. Sie sind in typischer Weise bei einer chronisch obstruktiven Bronchitis und beim Asthma bronchiale verändert
Gastritis Magenschleimhautentzündung
Gastrooesophagealer Reflux dabei fliesst Nahrungsbrei oder -flüssigkeit in die Speiseröhre zurück, anstatt in den Darm zu wandern. Der saure Mageninhalt brennt in der Speiseröhre
Generika als Generikum (Plural Generika) bezeichnet man ein Arzneimittel, dass eine wirkstoffgleiche Kopie eines bereits unter einem Markennamen auf dem Markt befindlichen Medikaments ist. Von diesem Originalpräparat kann sich das Generikum bezüglich enthaltenen Hilfsstoffen und Herstellungstechnologie unterscheiden
Gerinnung bedeutet Festwerden oder Stocken des Blutes. Die Blutgerinnung ist ein komplexer Vorgang, der wie eine Kettenreaktion abläuft. Etwa 30 verschiedene Faktoren sind daran beteiligt. Dazu gehören beispielsweise Thrombozyten, Fibrinogen, Kalzium oder Vitamin K
Gewebetypisierung immunologisches Feststellen der Verträglichkeit von Geweben unterschiedlicher Organismen, das v. a. bei der Organtransplantation zur Ermittlung einer optimalen Spender-Empfänger-Kombination dient. Die Gewebetypisierung beruht auf einer Bestimmung der Gewebeantigene des HLA-Systems von Spender und Empfänger
Gewebeverträglichkeit Histokompatibilität, verträglichkeit zwischen Empfänger- und Spendergewebe bei einer Transplantation. Sie ist insbesondere von der Identität der Blutgruppen und der möglichst weit gehenden Übereinstimmung der Histokompatibilitätsantigene des HLA-Systems abhängig, die durch eine Gewebetypisierung vorab geklärt wird
Gesamtventilation Verhalten des physiologischen Totraumes bei unterschiedlich hervorgerufenen Ventilationssteigerungen
Giemen ist das Zeichen einer bronchialen Obstruktion und tritt vor allem während der Exspiration auf. Man hört es über den betroffenen Lungenpartien als trockenes, pfeifendes Geräusch von melodischem, polyphonem Charakter. Beidseitiges Giemen ist typisch für obstruktive Lungenerkrankungen (COPD), einseitiges Giemen weist u.a. auf einen Fremdkörper in den Atemwegen hin (bei Fremdkörperaspiration)
Globalinsuffizienz eine sich chronisch entwickelnde Leistungsminderung beider Herzseiten, meist beginnend mit Linksherzinsuffizienz, wobei die so bedingte Lungenstauung eine zunehmende Leistungeinschränkung auch des rechten Herzens verursacht
Glukokortikoide sind natürliche Hormone, die in der Nebennierenrinde des Menschen produziert werden. Die wichtigsten Vertreter der Glukokortikoide sind Kortisol und Kortison. Diese wirken regulierend auf den Fett-, Kohlenhydrat-und Eiweissstoffwechsel
G O L D Global Initiative for Chronic Obstruktive Lung Diseasevon WHO und und den National   Institutes of Health(NH) gegründete Initiative mit dem Ziel, Aufmerksamkeit für und Kenntnisstand über COPD zu steigern
Granulozyten sind bestimmte weisse Blutkörperchen und machen 45 - 75 % aller Leukozyten aus. Granulozyten werden im Knochenmark gebildet und ins Blut abgegeben
grippaler Infekt Sammelbezeichnung für eine meist durch Viren verursachte fieberhafte Erkrankung der oberen Luftwege
Grippe (Influenza) ist eine Infektion der Atemwege durch so genannte Influenza-Viren. Sie schädigen die Schleimhaut der Atemwege und ermöglichen den Eintritt von viralen Giftstoffen (Toxine) oder bestimmten Bakterien in den Körper
Grippeschutzimpfung jährlich bei chronischen Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen empfohlen
Grundimmunisierung umfasst die ersten Impfungen, die für den Aufbau eines stabilen Immunschutzes notwendig sind. Die Impfungen werden dabei in kurzem zeitlichem Abstand verabreicht

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Hämatothorax wenn sich Blut im Pleuraraum ansammelt. Ein Hämatothorax ist ein "blutiger Pleuraerguss". Ein Hämatothorax wird fast immer durch Verletzungen (Traumen) oder chirurgische Eingriffe verursacht. Er tritt häufig zusammen mit einem Pneumothorax auf. Kommt es zu Einblutungen in den Pleuraspalt, so können Unfälle oder Verletzungen die Ursache sein. Dazu gehörten u.a.: Rippenbrüche und andere Verletzungen der Thoraxwand, Verletzungen grosser Blutgefässe der Lunge oder anderer Blutgefässe des Brustkorbes, Wirbel-verletzungen, insbesondere Th 4 - 6
Halslymphknotenschwellung unspezifische und spezifische Entzündung des lymphatischen Rachenrings
Hämoptyse ist eine Form des Bluthustens
Harnsäure im Serum (Blutflüssigkeit) bestimmt man meist zur Erkennung der Gicht oder des Risikos Gicht zu bekommen. Bei Gicht ist der Harnsäurespiegel im Allgemeinen erhöht. Aber nicht bei jedem Fall von Gicht besteht ein erhöhter Harnsäurespiegel und viele Menschen mit erhöhtem Harnsäurespiegel haben keine und bekommen auch keine Gicht. Der Harnsäurespiegel ist nur ein Mosaikstein der Diagnose Gicht. Die Ursachen der Gicht sind einerseits erblicher Natur andererseits haben unsere Ernährungsgewohnheiten einen grossen Einfluss
Harnstoff ist das Hauptendprodukt des Eiweiss- und Aminosäurestoffwechsels. Aus dem Stickstoff, der beim Eiweissabbau anfällt, wird in der Leber Ammoniak gebildet. Aus Ammoniak (NH3) und Kohlendioxid (CO2) entsteht Harnstoff. Harnstoff wird zu 90 Prozent über die Nieren ausgeschieden, der Rest mit Schweiss und Darmsekreten. Da Harnstoff in den Nieren aus dem Blut filtriert wird, ist er ein Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion. Allerdings kommt es erst bei einer Funktionseinschränkung von 50 bis 70 Prozent zu einem Anstieg des Harnstoffs im Blut. Ausserdem ist der Harnstoffspiegel im Blut auch bei gesteigertem Eiweissabbau erhöht
Harnuntersuchung (altd. Urin) ist eine Flüssigkeit, die von den Nieren abgesondert wird und über die verschiedene Substanzen aus dem Körper ausgeschieden werden. Eine Laboranalyse des Harns gibt Aufschluss über verschiedene Erkrankungen, beispielsweise der Niere oder der Blase
Hautemphysem krankhafte Ansammlung von Luft oder Gas im Unterhautzellgewebe. Es findet sich eine schmerzlose, unter sog. Schneeballknirschen wegdrückbare Schwellung. Die häufigste Ursache ist eine spontane oder verletzungsbedingte Eröffnung lufthaltiger Organe, z. B. wenn eine gebrochene Rippe die Lungen durchsticht. Ein Hautemphysem ist auch eine mögliche Komplikation nach operativer Eröffnung einer Körperhöhle, nach Luftfüllung von Körperhöhlen bei einer Endoskopie oder von Infektionen mit Gas bildenden Erregern (Emphysem)
Heilverfahren, alternative Therapieformen, die alternativ zur Pharmakotist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Behandlungsmethoden, Scheintherapien und diagnostische Konzepte, die sich als Alternative oder Ergänzung (im Sinne des Begriffs Komplementärmedizin) zur wissenschaftlich begründeten Medizin verstehen. Letztere wird in diesem Zusammenhang oft abgrenzend und teilweise abwertend als "Schulmedizin" bezeichnet. Die in Europa bekanntesten alternativen Behandlungsmethoden sind die Homöopathie und die Akupunkturtherapie die in der Schulmedizin als naturwissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethoden gelten
Heimbeatmung ist ein Teilgebiet der Intensivmedizin, bei der Patienten aufgrund zeitweiser oder bleibender Störungen von Nervensystem oder Atemmuskulatur maschinell beatmet werden, die aber trotzdem aus der Klinik entlassen wurden. Es wird unterschieden zwischen invasiver und nicht-invasiver Beatmung
Hepatitis wird eine Entzündung der Leber bezeichnet, für die zahlreiche Ursachen verantwortlich sein können. Führt eine andere zugrundeliegende Erkrankung zu dieser Leberentzündung, wird von einer sogenannten Begleithepatitis gesprochen. Klinisch unterscheidet man nach dem Verlauf die akute von der chronischen Hepatitis
Hepatotoxizität Störungen der Leberwerte, insbesondere erhöhte Leberwerte werden auch als Hepatotoxizität bezeichnet, sie können durch einen Bluttest nachgewiesen werden
Herba die getrockneten oberirdischen Teile krautiger Heilpflanzen, z. B. Herba Thymi, der arzneilich verwendete Teil des Thymians
Herzkatheter die Herzkatheteruntersuchung ist eine minimalinvasive medizinische Untersuchung des Herzens über einen Katheter, der über venöse oder arterielle Gefässe der Leiste, der Ellenbeuge oder über das Handgelenk eingeführt wird. Je nach Untersuchungsziel werden unterschiedliche Punkte im Herzen bzw. in den Herzkranzgefässen angesteuert
Herz-Lungen-Maschine (HLM) ist ein medizintechnisches Gerät, das die Pumpfunktion des Herzens sowie die Lungenfunktion für einen beschränkten Zeitraum ersetzen kann. Das Blut verlässt dabei den Körper über ein Schlauchsystem, wird mit Sauerstoff angereichert, und wieder zurückgeführt (extrakorporale Zirkulation)
Herz-Lungen-Transplantation gemeinsame Transplantation von Herz und Lunge
Herzrhythmusstörungen das Herz schlägt etwa 100.000 Mal täglich, und gelegentlich kommt es dabei aus dem Takt. Herzrhythmusstörungen sind Unregelmässigkeiten des normalen Herzschlags: es schlägt zu schnell, zu langsam oder unregelmässig. Manche Herzrhyrhmusstörungen sind vollkommen harmlos, andere können aber lebensbedrohlich sein
heterogenes Emphysem Die eigentliche Definition des Wortes heterogen=verschiedenartig; der Gegensatz wäre homogen = gleichartig. Wenn bestimmte Bereiche der Lunge stärker vom Emphysem betroffen sind, als deren Nachbarareale spricht man von einem heterogenen Lungenemphysem. Liegt hingegen eine über alle Lungenareale gleichmässig verteilte Funktionsstörung vor, spricht man von einem homogenen Emphysem
Hiatushernie Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie) Verlagerung von Baucheingeweiden in den Brustkorb durch angeborene oder erworbene Lücken im Zwerchfell. Die häufigste Form ist ein Zwerchfellbruch im Durchtrittsbereich der Speiseröhre, die Hiatushernie
Histamin

 

ist ein Naturstoff, der im menschlichen oder tierischen Organismus als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt. Beim Menschen spielt Histamin eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und ist am Immunsystem, d. h. an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt. Auch im Magen-Darm-Trakt, bei der Regulation der Magensäureproduktion und der Motilität sowie im Zentral- nervensystem bei der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Appetit-kontrolle wirkt Histamin als wichtiger Regulator. Biochemisch ist es ein biogenes Amin, das aus der Aminosäure Histidin gebildet wird und insbesondere in Mastzellen, basophilen Granulozyten und Nervenzellen gespeichert wird
histologisch feingeweblich, unter dem Mikroskop untersucht
HLA-System [HLA, Abkürzung für englisch human leucocyte antigen], Histokompatibilitäts-antigen-System, Bezeichnung für ein System von Oberflächenantigenen, die auf den Zellen fast aller Gewebe vorkommen und sich besonders gut auf Leukozyten nachweisen lassen
Homöopathie ist eine wissenschaftlich nicht anerkannte, in vielen europäischen und einigen weiteren Ländern verbreitete alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht
HU Listung High Urgency (Englisch) =besonders dringlich Dringlichkeitslistung zur Lungentransplantation damit soll die Wartezeit auf das zu transplantierende Organ massgeblich verkürzt werden
Hyperkapnie Ein CO2 Partialdruck über > 45 mmHg im arteriellen Blutsystem wird als Hyperkapnie bezeichnet
Hypertonie, pulmonale Erhöhung des Mitteldrucks der Arteria pulmonalis in Ruhe auf >20mm/Hg, unter Belastung auf >32mm/Hg = manifeste pulmonale Hypertonie. Latente (versteckte) pulmonale Hypertonie nur unter Belastung erhöhte Druckwerte
Hyperpnoe vertiefte Atmung (klinisch)
Hyperreaktives Bronchialsystem überempfindliche Bronchien
Hyperreagibilität Überempfindlichkeit; bei Asthma der Zustand der Bronchien, der zu den Krankheitssymptomen führt
Hypertrophie Vergrösserung von Geweben od. Organen durch Zunahme des Zellvolumens bei gleichbleibender Zellzahl; Ursache ist zumeist die Anpassung an eine physiologisch funktionale Mehrbelastung (sog. Aktivitätshypertrophie, z. B. Leistungsherz) od. eine pathol. Überlastung (z. B. Herzhypertrophie bei pathologischer Volumen- od. Druckbelastung des Herzens); nach Wegfall des Reizes weitgehend reversibel
Hyperventilation im Verhältnis zum erforderlichen Gasaustausch des Körpers gesteigerte alveoläre Ventilation mit normalem bis erhöhtem art. Sauerstoffpartialdrucks, bei Erniedrigung des C0²-Partialdrucks
Hypokaliämie verminderter Kaliumgehalt des Blutes (< 3,5 mmol/l) Hypokaliämie oder auch Kaliummangel, Kaliumdefizit ist ein Zustand, der durch zu wenig Kalium im Körper gekennzeichnet ist. Je nach Ausprägung kann die Hypokaliämie harmlos bis lebensbedrohlich sein. Den Ausgleich einer Hypokaliämie durch Kaliumzufuhr bezeichnet man auch als Kaliumsubstitution
Hypokapnie Wenn der Kohlenstoffdioxydpartialdruck=PCO2 im Blut weniger als 35 mmHg beträgt, dann spricht man von einer Hypokapnie, die zumeist aufgrund einer zu schnellen und/oder zu tiefen Atmung auftritt. Dieser Vorgang wird als Hyperventilation bezeichnet
Hyponatriämie Unter einer Hyponatriämie versteht man einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut
Hypopnoe Episode flacher Atmung während des Schlafes mit Reduktion des Atemstroms um wenigstens 50 % für mind. 10 Sek.; gewöhnl. mit Abfall der Sauerstoffsättigung
Hyposensibilisierung

 

Desensibilisierung Behandlungsverfahren bei allergischen Erkrankungen, das darauf abzielt, die Empfindlichkeit gegenüber Allergie-auslösenden Stoffen herabzusetzen. Dem Körper werden regelmässig kleine, langsam ansteigende Dosen des Allergens verabreicht. Dadurch soll ein Gewöhnungseffekt stattfinden, der den Körper nicht mehr unangemessen stark auf die Allergene reagieren lässt. Die Behandlungsdauer erstreckt sich über mehrere Monate bis zu drei Jahren und erzielt z. T. sehr gute Ergebnisse. Unter der Ärzteschaft gibt es sowohl ausgesprochene Anhänger dieser Behandlungsmethode, aber auch stark ablehnende Einstellungen, da die Nach- bzw. Nebenwirkungen z. T. gravierend sein können (z. B. anaphylaktischer Schock) und die Langzeiterfolge widersprüchlich sind
Hypoventilation Minderbelüftung der Lunge mit unzureichender Sauerstoffversorgung
Hypoxämie Sauerstoffmangel im Blut. Der statistische Normwert des Sauerstoffgehaltes ist abhängig von Alter, Geschlecht und im weitesten Sinne vom Körpergewicht.Sicher ist, dass eine Abnahme des Sauerstoffgehaltes unter PaO2= 60 mmHg zu einem Druckanstieg im kleinen Kreislauf führt. Daher ist der statistische Normwert bei Menschen mit extremem Übergewicht mitunter bereits als krankhaft anzusehen. Unabhängig von den individuellen Faktoren wird ein Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut, niedriger als PaO2=50 mmHg, als schwere Hypoxämie betrachtet
Hypoxie Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im arteriellen Blut (art. P0² <als 70mm/Hg), bzw. verminderte Sauerstoffversorgung im gesamten Organismus, oder bestimmten Körperregionen

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Idiopathisch ohne erkennbare Ursache entstanden, nicht nachgewiesen; in der Medizin oft gleichbedeutend mit essentiell
Immunabwehr Fähigkeit des Organismus zur spezifischen Abwehr von Antigenen durch das Immunsystem
Immunsuppression Unterdrückung bzw. Abschwächung der Immunabwehr, mit dem Ziel unerwünschte Immunreaktionen auszuschalten, z.B. bei Autoimmunerkrankungen und nach Transplantationen
Immunsuppressiva Medikamente, welche die Immunabwehr unterdrücken. Sie werden nach Transplantationen zur Verhinderung von Abstossungsreaktionen und zur Erhaltung des transplantierten Organs eingesetzt. Da Immunsuppressiva auch die Abwehrreaktion gegen andere Fremdstoffe (Bakterien, Viren, Parasiten) unterdrücken, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr
Inappetenz fehlendes Verlangen z.B. nach Nahrung
Infarktpneumonie Pneumonie (Lungenentzündung) in Folge Lungeninfarkts, meist als Pleuropneumonie
Infekt, grippaler unspez. Sammelbezeichnung für fieberhafte Allgemeinerkrankung unterschiedlicher Ursache, meist mit mehr oder weniger starker Beteiligung der oberen Atemwege, oder seltener des Magen-Darmtrakts
Influenza Virusgrippe
Infarktpneumonie Pneumonie (Lungenentzündung) in Folge Lungeninfarkts, meist als Pleuropneumonie
Infiltrat eine in das Körpergewebe eingedrungene oder eingebrachte Substanz, z.B. Blut, Exsudat, Zellen, Medikamente (z,B. Lokalanästhetika) auch Bezeichnung für den durch die Infiltration veränderten Gewebebezirk, z.B. Lungeninfiltrat
Infusion meist intravenöses Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper über einen längeren Zeitraum
Inkubationszeit Zeit zwischen der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen
Inkurabel Unheilbar
Inspiration Einatmung
Insuffienz, respiratorische Störung der äusseren Atmung mit respiratorischer Partial- oder Globalinsuffizienz
Interkostal Zwischen den Rippen liegend
Interkostalblockade Temporäre Ausschaltung der Nervi Intercostales durch unterspritzen mit Lokalanästhetika
Interkostalneuralgie Entzündung eines oder mehrerer Zwischenrippennerven
Intrakutan-Test

 

Bei diesem Allergie-Test werden die verdünnten Allergene mit einer feinen Kanüle in die tieferen Hautschichten gespritzt. Er wird nicht routinemässig angewendet, da er schmerzhafter ist als der Prick-Test und ein hohes Risiko von fälschlicherweise positiven Ergebnissen birgt. Hilfreich jedoch ist er bei der Testung von Insektengift und Penicillin sowie wenn der Prick-Test nicht zu eindeutigen Ergebnissen führt
Intrinsisches Asthma Wenn sich durch Tests keine allergische Reaktion auf äussere Reize nachweisen lassen sprechen Mediziner vom intrinsischen Asthma. Hier reagieren die Bronchien ausschliesslich auf unspezifische Faktoren, wie Infekte, Rauchen, Stress oder körperliche Belastung, mit erhöhter Empfindlichkeit der Lungen
inversive Atmung schnelle meist stossartige Atmung mit hoher Frequenz bei Verlegung der oberen Atemwege, Emporhebung des Zwerchfells bei der ein Atmung und Senkung bei der Ausatmung Akute Lebensbedrohung
Inzidens Damit ist die Anzahl von Individuen gemeint die innerhalb einer bestimmten Zeit (meist ein Jahr) eine Krankheit entwickeln

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Kachexie Unter Kachexie versteht man eine krankhafte, sehr starke Abmagerung. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) versteht unter Kachexie einen Body Mass Index von unter 18
Kaliummangel häufigste Form einer Elektrolytstörung mit Erniedrigung des Kaliums unter 3,5 mval/l meist in Kombination mit Alkalose (Störung des Säure-Basenhaushalts)
Kapazität, inspiratorische Lungenvolumen
Karminativa Mittel gegen Blähungen: Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander und Kamille
Karzinogen Krebserzeugend
Keuchhusten Stickhusten durch Bordetella pertussis hervorgerufene Infektionskrankheit, die mit charakteristischen Hustenanfällen einher geht
Kohlendioxid Anhydrid der Kohlensäure, kommt in der Luft zu 0,03 % vor (Ausatemluft zu 4,5 Vol. %) es entsteht als Endprodukt im Oxidationsstoffwechsel und allg. beim Verbrennen kohlenstoffhaltiger Verbindungen. In physiol. Konzentration im Blut hat es eine aktivierende Wirkung auf das Atemzentrum. 8-10 Vol.% C0² in der Luft führen zu Kopfschmerz, Ohrensausen, Blutdruckanstieg, Atemnot, Bewusstlosigkeit und ggf. Tod durch Erstickung. 20 Vol.% C0² wirken tödlich
Kohlenmonoxid Durch die Messung des Kohlenmonoxid-Gehaltes in der Ausatemluft kann man auf den Kohlenmonoxid-Gehalt im Blut schliessen.Der CO-Gehalt in der Ausatemluft wird in ppm (parts per million = Anteil auf eine Millionen Teile) gemessen. Auch Nichtraucher haben bei der CO-Messung selten einen Nullwert – die bei ihnen festgestellten Werte lassen sich jedoch nicht mit denen von Rauchern verwechseln.Der durchschnittliche CO-Gehalt in der Ausatemluft von Nichtrauchern liegt bei etwa 2 - 3 ppm
Kombinationspräparate Kombinationspräparate sind Medikamente, die sowohl einen Wirkstoff gegen die Entzündung als auch einen gegen die Atemwegsverengung enthalten
Komorbidität Vorkommen von zwei oder mehr diagnostisch unterscheidbaren Krankheiten nebeneinander bei einem Patienten, ohne dass eine ursächliche Beziehung zwischen diesen bestehen muss
Kortikosteroide Medikamente, die die Entzündung bei verschiedenen Atemwegserkrankungen bekämpfen. Gibt es zum Einatmen (Inhalieren) oder als Tablette (auch: Glukokortikoide, Kortison oder Steroide)
Kreatinin Ausscheidungsform von Kreatin. Die täglich mit dem Harn ausgeschiedene Menge von 1,0 - 1,5 g ist eine individuelle Konstante und der Muskelmasse direkt proportinal. K. wird in der Niere vollständig glomerulär filtriert und tubulär nicht rückresorbiert. Normalwerte 50 - 110 umol/l
Kropfasthma Atemnot durch eine die Atemwege komprimierende Struma (Kropf)
Krupp-Syndrom Sammelbegriff für infektbedingte Verengungen der oberen Atemwege z.B. durch Kehlkopfentzündung mit inspiratorischer Dyspnoe

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Laryngitis Medizinischer Fachbegriff für Kehlkopfentzündung
Lavage Lungenspülung
Lobus siehe Lungenlappen
Lungenabszess Lungengewebeeinschmelzung mit Bildung von Höhlen mit eitrigem Inhalt
Lungenadenomatose Lungenbläschen-Karzinom = Alveolarzellkarzinom
Lungenaspergillose Aspergillus = Pilz der häufig die Lungen infiziert bei Abwehrschwäche
Lungenatrophie Schwund des Lungengewebes
Lungenbiopsie Gewebe-Entnahme zur Klärung von Lungenerkrankungen
Lungenblähung siehe Lungenemphysem
Lungenbläschen zuständig für den Gasaustausch durch Diffusion - sie sind untereinander durch Poren der Alveolarwand verbunden
Lungenbluthochdruck siehe pulmonale Hypertonie
Lungenblutung Hämoptoe = Aushusten grösserer Blutmengen >50 ml bei Tumor, Lungenkavene, Aspergillom  Hämoptyse = Aushusten von blutigem Sputum <50 ml die aus Rachen, Bronchien oder Lunge stammen      
Lungendehnbarkeit Mass für die volumenabhängige Dehnbarkeit der Lunge
Lungenembolie Verschluss der arteriellen Lungenstrombahn durch einschwemmen eines Thrombus meist aus Unter-Schenkel- bzw. Beckenvenen
Lungenemphysem

Beim Lungenemphysem sind die kleinsten Bronchien und die Lungenbläschen dauerhaft erweitert (Überblähung), verbunden mit einer Zerstörung der Lungenstruktur.
(nähere Infos unter Daten/Definitionen)

Lungenentzündung  Pneumonie = akute oder chronische Entzündung des Lungenparenchyms (Gewebe) Ursache: meist infektiös, seltener allergisch
Lungenfell Brustfell oder Pleura - die Pleura pulmonalis hüllt die Lungen ein
Lungenfibrose Bindegewebig-narbiger Umbau des Lungengerüsts meist als Endzustand chron.-entzündlicher Lungenerkrankungen. (nähere Infos unter Daten/Definitionen)
Lungenfistel 1. Bronchusfistel - 2. Verbindung zwischen Lungengewebe und Pleuraspalt, z.B. durch Platzen direkt unter der Pleura gelegener kleiner Emphysembläschen
Lungenfunktionsprüfung Überprüfung der Mechanik und des Gasaustausches der Lunge in Ruhe und unter Belastung
Lungenhili Die Eintrittspforten der Lunge, zu denen die Pulmonal Arterien ziehen werden als Lungenhili bezeichnet
Lungeninduration Verhärtung des Lungengewebes in f. chron. Stauung bei Pneumonie
Lungeninfarkt durch Verschluss eines Lungenarterienasts (z.B. durch Embolie) sek. verhärteter, keilförmiger Lungenbezirk
Lungeninfiltrat Infiltration = meist örtlich begrenztes Eindringen von Flüssigkeiten oder Zellen. Bezeichnung für eine röntg. als Verdichtung erkennbare Veränderung von Lungengewebe
Lungenkarzinom meist gleichbedeutend mit Bronchialkarzinom
Lungenkontusion Lungenprellung - häufigste Begleiterscheinung bei stumpfen Brustkorbverletzungen mit Einblutung ins Lungengewebe
Lungenkrebs siehe Lungenkarzinom
Lungenkreislauf vom rechten Vorhof des Herzens fliesst das Blut durch die Trikuspidalklappe in die rechte Herzkammer, die es in die Pulmonalis-Arterie pumpt. In den Lungen- kapillaren erfolgt der Gasaustausch; das mit Sauerstoff angereicherte Blut fliesst dann zum linken Vorhof durch die Mitralklappe in die linke Herzkammer, die das Blut über die Aorta (Hauptschlagader) und ihre Verzweigungen pumpt
Lungenlappen Lobus - rechte Lunge = 3 Lungenlappen, linke Lunge = 2 Lungenlappen
Lungenmykosen siehe Lungenaspergillose
Lungenödem Ansammlung seröser Flüssigkeit im Lungengewebe, bzw. in den Lungenbläschen
Lungenparenchym der Teil der Lunge, in dem die tatsächliche Atmung vonstatten geht
Lungenperfusions-szintigraphie Sehr aussagekräftiges und risikoarmes Verfahren zur Beurteilung der Lungendurchblutung (Perfusion)
Lungenpunktion siehe Lungenbiopsie
Lungenresektion Entfernung von Teilen der Lunge (Pneumektomie)
Lungensequestration Definition: Kongenitale Anomalie eines Lungenlappens mit eigener systemischer arterieller Versorgung aus der thorakalen oder abdominalen Aorta, vereinzelt auch aus Zwerchfell- oder Brustwandarterien. Funktionsloses degeneriertes Lungengewebe, selten mit dem Bronchialbaum kommunizierend. Formen: Intralobäre Sequestration, extralobäre Sequestration Symptomatik:Rezidivierende entzündliche Prozesse. Bei grossem Shuntvolumen hämodynamische Probleme. Diagnostik: Rö-Lungenaufnahmen in 2 Ebenen, Dopplersonographie und/oder Angiographie, CT, MRT Differentialdiagnose: Chronisch rezidivierende Pneumonie, mediastinale Raumforderungen, kongenitaler Zwerchfellanomalien. Therapie: Bei extralobärer Sequestration: Exstirpation unter Beachtung der atypischen Gefässversorgung. Bei intralobärer Sequestration: Lappenresektion
Lungenstauung veränderte Lunge in f. chron. venöser Hyperämie und pulmonaler Hypertonie. Bei dekompensierter Linksherz-insuffizienz (z.B. bei Mitralklappenfehler)
Lungensteine kalkige Ablagerungen um eingeatmete Fremdkörper, abgestorbenes Lungengewebe, verkalkte Tuberkulome usw.
Lungentransplantation einer/beider Lungen bei irreversiblen Endstadien chron. Lungenerkrankungen. Voraussetzung ist eine ausreichende Leistung des rechten Herzens mit intakten Herzklappen
(nähere Infos unter Daten/Transplantation)
Lungentuberkulose sog. Lungenschwindsucht
Lungenvolumenreduktion = LVR Bei der Lungenvolumenreduktion (LVR) wird die Lunge operativ verkleinert. Da beim Lungenemphysem häufig manche Lungenabschnitte deutlich mehr betroffen sind als andere und sich zum Teil funktionslose Blasen im Lungengewebe bilden, welche die Funktion anderer Lungenanteile beeinträchtigen, kann durch eine Entfernung dieser "schlechten" Lungenanteile eine Verbesserung der Lungenfunktion erreicht werden. Auch bei diesem Verfahren gilt, dass es nur bei geeigneten Patienten eingesetzt werden sollte. Die Ergebnisse bezüglich der erreichbaren Leistungsfähigkeit sind nicht so gut wie bei der Transplantation, dafür entfällt die aufwändige medikamentöse Nachbehandlung. Das Verfahren kann gegenwärtig noch nicht abschliessend beurteilt werden

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Mediastinalemphysem Luftansammlung im Mediastinum Mittelfellraum ), meist nach Alveolenriss beim Husten
Medikation Arzneimittelverordnung
Meteorismus Blähsucht, übermässige Gasansammlung im Magen-Darmtrakt
Mineralocorticoide Mineralocorticoide zählen zu den Cortikoiden, einer Klasse von Steroid-Hormonen aus der Nebennierenrinde. Die beidem wichtigsten natürlichen Mineralokortikoide sind das Aldosteron und das Desoxycorticosteron. Mineralokortikoide ähneln den Glukokortikoiden, sie beeinflussen aber vorwiegend den Wasser- und Mineralhaushalt des Körpers
morbus, lat. Krankheit
Mortalität Sterblichkeit
Mukopharmaka Medikamente, die zähen Schleim lösen und ein Abhusten erleichtern
Mukovizidose Erbkrankheit bei der es zu einer Eindickung der Sekrete der Lunge und anderer Organe kommt

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Nedocromil Antientzündlich wirkendes Medikament zum Einatmen (Inhalation) beim Asthma
Neoplasma Neubildung
Nicht-invasive Beatmung Nicht-invasive Überdruckbeatmung (Noninvasive Positive-Pressure Ventilation, NPPV)): Mechanische Unterstützung der Atmung ohne Intubation und endotrachealen Zugang. Die nicht-invasive Überdruckbeatmung kann über Gesichts-, Mund- oder Nasenmaske durchgeführt werden. (siehe auch cpap und bipap)
nihil, nil , lat. nichts, in keiner Hinsicht
Nikotinabusus (von lat. Abusus, Missbrauch) ist im medizinischen Sprachgebrauch die Bezeichnung für einen schädlichen Konsum von Tabakprodukten bzw. dem darin enthaltenen Nikotin. Wiederholter bzw. andauernder Konsum kann zur Abhängigkeit führen
Normokapnie Ein CO2 Partialdruck unter <45 mmHg im arteriellen Blutsystem
Normoxie bezeichnet den medizinischen Idealzustand der Sauerstoffversorgung im menschlichen Körper.
nosokomial im Krankenhaus erworben
Noxe Schädlichkeit, Krankheitsursache
Nystatin Medikament gegen Pilze

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Obstruktion=Obstructio (lat.) Verengung, Einengung (hier der Atemwege)
obstruktive Ventilationsstörung Erhöhung des Strömungswiderstandes durch Atemwegseinengung
Ödem Gewebswassersucht, bei Schwäche des rechten Herzens vor allen in unteren Körperpartien
Oesophagus Speiseröhre
offener Ductus arteriosus Botalli Auftretende Komplikationen bei Frühgeborenen sind häufig ein Offenbleiben des Ductus arteriosus Botalli (einer Kurzschlussverbindung zwischen Lungenschlagader und Körperschlagader). Mit Hilfe modernster Ultraschalldiagnostik und dopplersonographischen Flussmessung kann es frühzeitig erkannt und therapiert werden
OP pharmokol.  1 Originalpackung Operation oder Operationssaal
Orthopnoe starke Dyspnoe mit Rückstau in den Lungenkreislauf (z.B. Linksherzinsuffizienz)
Osteoporose Knochenentkalkung
Opioide älterer Begriff Opiate 1. körpereigene Peptide, die ahnliche Effekte hervorrufen wie Morphin, z.B. Endomorphine exogene O.  Gruppe zentral angreifender Analgetika
Oxygenium Sauerstoff
Ozon instabile Form des Sauerstoffs, erhöhter Gehalt wirkt toxisch,Schleimhautreizung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Atemnot

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palliativ krankheitsmildernd, ohne zu heilen
panlobuläres Emphysem betrifft gleichmässig alle Anteile der Azini (Verzweigungsgebiet eines Bronchiolus terminalis) deren Struktur dabei weitgehend zerstört ist. Diese Emphysemform tritt häufig bei Menschen mit Alpha-1.Antitrypsin-Mangel auf und ist bevorzugt in den basalen Abschnitten der Lunge zu finden
Panniculitis Entzündung des Unterhautfettgewebes
paradoxe Atmung Einziehung einer Brustkorbseite bei der Einatmung und Vorwölbung bei der Ausatmung (wiedersinnige Atmung), typisch für Rippenfrakturen
Parasympatholytika Stoffe mit hemmender Wirkung an cholinergen Substanzen, in der Pulmologie Beseitigung parasympathisch bedingter Bronchokonstriktion, Hemmung der Bronchialsekrition und der Aktivität des Flimmerepithels
Parenchym Der Gewebeanteil, der in einem Organ die organspezifischen Aufgaben erfüllt. Im Gehirn sind es die Nervenzellen, in der Niere sind es die Glomerulum- und Tubuluszellen. Es steht im Gegensatz zum interstitiellen oder Gerüstgewebe, das sich aus faserigem Bindegewebe und Nerven aufbaut
Partialinsuffizienz, pulmonale pulmonale Ventilationsstörung mit teils Hypoventilation, teils kompensatorischer Hyperventilation mit resultierender Hypoxämie bei normaler oder nur leicht erniedrigter CO2-Spannung
Passivrauchen Risiko für Nichtraucher
Pathogenese Entstehung und Entwicklung eines Krankheitsbildes
pCO2 Kohlendioxid-Partialdruck
Peak-Flowmeter Messgerät, dass die maximale Atemstromstärke bei der Ausatmung misst
PEEP, (engl.) positive end expiratory pressure Druckbeatmung mit positiven Beatmungsdruck in der endexspiratorischen Phase Wirkung besteht in der Beseitigung des Verschlusses von Bronchiolen und der Eröffnung kollabierter Alveolen
Peribronchitis Entzündung des die Bronchien umgebendes Bindegewebes, häufige Komplikation einer chronischen Bronchitis
Periduralanästhesie Die Periduralanästhesie ermöglicht es, wie die Narkose, unangenehme (z.B.schmerzhafte) medizinische Prozeduren, wie Operationen und verschiedene Untersuchungen, schmerzfrei auszuführen. Das Lokalanästhetikum wird dabei, im Gegensatz zur Spinalanästhesie, ausserhalb der Dura mater des Rückenmarks in den Wirbelkanal injiziert. Für die Ausschaltung der Empfindung werden im Vergleich zur Spinalanästhesie grössere Mengen des Lokalanästhetikums benötigt, da das Ausbreitungsvolumen (im Regelfall über mehrere Segmente) grösser ist. Zudem muss eine längere Diffusionsstrecke zwischen Injektionsort und Wirkort überwunden werden
periphere Obstruktion Die Veränderungen bei den sog. obstruktiven Lungenerkrankungen (Asthma und COPD) betreffen die kleinen peripher (d.h. weit aussen) gelegenen Atemwege, die bei diesen Erkrankungen verengt sind
persistierend fortbestehend, dauerhaft, chronisch
Pertusis Medizinischer Begriff für Keuchhusten
pink puffer "rosa Schnaufer" vom Emphysemtyp Typ A der COPD mit Kachexie, Ruhedyspnoe,  geringer Zyanose, leichter Hypoxämie, Normokapnie   im Gegensatz  dazu der blue bloater, "blauer Aufgedunsener", mit Adipositas, Belastungsdyspnoe, starker Zyanose, Oedemen,  schwerer Hypoxämie, Hyperkapnie
Physiotherapie Krankengymnastik, Atemtherapie, Massagen, Anwendungen von Wärme oder Kälte....
Placebo ist eine Tablette oder ein anderes medizinisches Präparat, welches keinen pharmazeutischen Wirkstoff enthält und somit per Definition auch nicht durch einen solchen Stoff eine pharmazeutische Wirkung verursachen kann. Die Wirkung beruht nicht auf Pharmakodynamik, sondern eine rein psychische
Pleuraergüsse Ein Pleuraerguss ist eine Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand. Verschiedene Grundkrankheiten können dieses Störungsbild verursachen. Eine feuchte Brustfellentzündung (Pleuritis exsudatia) geht stets mit einem Pleuraerguss einher. Im klinischen Alltag ist der Pleuraerguss jedoch auch ein wichtiges Leitsymptom für Erkrankungen, die nicht unmittelbar die Lunge betreffen, wie Krebserkrankungen, Herz-, Nieren-, Leber- und rheumatische Erkrankungen. Die Ursache des Ergusses muss dann durch eine Probeentnahme aus dem Erguss (Pleurapunktion) geklärt werden
Pneumokokken/-impfung Erreger, die Lungenentzündungen hervorrufen können, deshalb wird Patienten mit COPD eine Impfung empfohlen
Pneumologie Lungen- und Bronchialheilkunde
pneumologische Infiltrate Infiltrate können entstehen durch in das Körpergewebe eingedrungene oder eingebrachte Substanz, z. B. Blut, Zellen, Arzneimittel (z. B. Lokalanästhetika) etc.
Pneumomykosen Infektion der Lungen mit Schimmel-, Spross- oder Strahlenpilzen im Anschluss an Langzeitbehandlungen mit Antibiotika oder Corticoiden
Pneumonie diffuse oder herdförmige (Bronchopneumonie)  Entzündung der Lunge
Pneumothorax Luftansammlung im Brustfellraum, der zu einem Zusammenfall der Lunge führt kann durch Verletzungen, im Verlauf einer Lungenerkrankung, z.B. beim Emphysem, oder spontan entstehen
Polyglobulie Unter Polyglobulie versteht man eine Bluteindickung durch Zunahme der roten Blutkörperchen was zu einer Verschlechterung der Fliesseigenschaften und somit zu einem schlechteren Sauerstoffttransport führt
pO2 Sauerstoffpartialdruck
Prävalenz Die Prävalenz gibt den Prozentsatz einer Population mit einer Krankheit, Störung oder Abnormität zum Zeitpunkt der Untersuchung an
Prednison synthetisches Kortikosteroid mit antientzündlicher und antiallergischer Wirkung
Prick-Test

 

 

Dieser Allergie-Test ist der verbreitetste unter den Hauttests. Auf die Innenseite des Unterarms oder den Rücken wird je ein Tropfen der zu testenden Allergene aufgebracht und mit - je einer - sehr feinen Nadel durchstochen, so dass die Allergene in die oberste Hautschicht gelangen. Nach ca. 20 Minuten sind allergische Reaktionen vom sogenannten Soforttyp ablesbar, verzögerte Reaktionen nach ca. sechs bis 24 Stunden: anhand der Quaddelgrösse lässt sich das Ausmass der Sensibilisierung erkennen
Provokationstest

 

Gezielte Testung eines bestimmten Allergens das im Verdacht steht, die Überempfindlichkeitsreaktion auszulösen. Das verdächtigte Allergen wird an die Körperstelle, an der die allergischen Symptome beobachtet wurden, aufgebracht, gespritzt oder durch Schlucken transportiert: z. B. Schleimhaut von Nase, Auge oder Bronchien. Bewährt hat sich dieses Diagnoseverfahren insbesondere dann, wenn andere Tests widersprüchliche Ergebnisse lieferten. Die Durchführung eines Provokationstests bedarf besonderer ärztlicher Kontrolle. Grundsätzliche Voraussetzung ist die Abwesenheit von Beschwerden bzw. Symptomen zum Zeitpunkt der Anwendung, da diese sonst u. U. extrem verstärkt werden. Da die Intensität der allergischen Reaktion nicht vorhersehbar ist (und im schlimmsten Fall sogar zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen kann) müssen in der Praxis des behandelnden (Fach-)Arztes die erforderlichen Gegenmittel und Apparate bereitstehen. Aufgrund des hohen Risikos besonders starker Reaktionen eignet sich der Provokationstest nicht für grössere, d. h. auch unspezifischere Testreihen
Pseudomonas Diese Bakterien werden normalerweise nur dem abwehrgeschwächten Patienten gefährlich. Sie verursachen eine Ohrentzündung, können sich aber überallansiedeln, besonders jedoch in Wunden und in den Atmungsorganen. Bei Infektionen, die im Krankenhaus erworben wurden, so genannte nosokomiale Infektionen, sind sie ein häufig gefundener Erreger. Die Keime kommen überall vor, weil sie überall dort wachsen, wo sie auf ausreichende Feuchtigkeit treffen. Zur Vermeidung einer Infektion ist die Desinfektion im Krankenhaus und die Anwendung der allgemeinen Regeln der Hygiene sehr wichtig. Für gefährdete Patienten gibt es einen Impfstoff
pulmo Lunge
pulmonale Hypertonie Durch die Gefässverstopfung kommt es zu einer plötzlich auftretenden pulmonalen Hypertonie (Lungenbluthochdruck), die sich auch auf die Herzfunktion auswirkt. Die Folge sind Schmerzen, Atemnot und in ganz ausgeprägten Fällen kann es sogar zum Tod durch Herzversagen führen
Pulmologie Lungen- und Bronchialheilkunde
Pulverinhalator Dosiergerät zur Inhalation von Medikamenten, die in Pulverform vorliegen

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Quaddeln Juckende, blasse bis rosafarbene Hauterhebungen durch Wassereinlagerungen in der Lederhaut (zwischen Oberhaut und Unterhautgewebe) von vorübergehender Dauer. Jeder Mensch kennt sie als Folge z. B. eines Mückenstichs. Ausserdem sind es typische Symptome der Urtikaria, verursacht u. a. durch Allergene von Arzneiwirkstoffen und Nahrungsmitteln. Quaddeln entstehen als Folge der Histaminfreisetzung aus den Mastzellen: Histamin erhöht die Durchlässigkeit der Blutgefässwände, wodurch Flüssigkeit in das umliegende Gewebe eindringt und zur Schwellung der Haut führt. Die Rötung der Haut lässt sich auf einen Nervenreiz zurückführen, der eine stärkere Durchblutung auslöst. Für den Juckreiz wiederum ist das Histamin verantwortlich, das eine Reizung der Nervenenden verursacht
Quick-Test Bestimmung der Prothrombin-Thromboblastinzeit. zur Einstellungskontrolle bei der Behandlung mit Gerinnungshemmern

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Rasselgeräusche durch Sekret in den Bronchien hervorgerufene Geräusche bei Auskultation (Abhören) der Lunge
RAT=Reflektorische Atemtherapie RAT ist die Abkürzung für die reflektorische Atemtherapie eine Atemmassage
Eine besondere Massagetechnik vom Kopf bis zu den Zehen. Auf kräftige und gezielte Druckverschiebungen in Haut und Muskeln sowie durch Schmerzreize in unterschiedlicher Dosierung reagiert der Körper mit einer Veränderung der Atembewegungen. Das Ergebnis: eine Lockerung und bessere Durchblutung Ihrer gesamten Körpermuskulatur und der Gelenke. Durch die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems kommt es zur körperlichen und psychischen Entspannung . Ihre Atemkapazität vergrössert sich und führt zu einer allgemeinen Leistungssteigerung
Rechtsherzbelastung durch erhöhten Widerstand im Lungenkreislauf
Rechtsherzinsuffizienz führt zu Zyanose und Atemnot, Leberstauung, Oedemen
Rechtsherzkatheter Einschwemmkatheter-periphere Vene-Rechter Vorhof-rechte Herzkammer bis in Lungenarterie
Rechtsherzhypertrophie Die Rechtsherzhypertrophie, ein die Herztätigkeit behindernder Zuwachs der Muskelmasse des rechten Herzens aufgrund der chronischen Überbelastung, kann anfangs gering sein, jedoch im Laufe der Zeit zunehmen
Referenzmedikamente das Originalpräparat, welches durch Forschungs und Entwicklungskosten im Preis stets teurer ist als das vergleichbare Generika
Referenzwerte Referenzwerte werden statistisch aus Untersuchungsergebnissen gesunder Personen ermittelt. Als normal werden solche Ergebnisse bezeichnet, die bei rund 95 Prozent aller gesunden Untersuchten gefunden werden
Refluxösophagitis (GÖR) Entzündung der distalen Speiseröhre durch Magensaftwirkung
Rehabilitation Massnahmen zur Linderung oder Beseitigung gesundheitlicher Störungen Körperliches Training, Bewegungstherapie, Atemtherapie, Atemschulung Physiotherapie, Ernährungsberatung, soziale Betreuung
Reinfektion nach Abheilen einer Erstinfektion erfolgende Neuansteckung mit dem gleichen Erreger
Reserveluft das exspiratorische Reservevolumen
Residualluft das nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibende Luftvolumen, vermehrt bei Lungenemphysem und im asthmatischen Anfall
Resistance, engl. Atemwegswiderstand, messbar mit Hilfe der Ganzkörperplethysmographie
Respiration Atmung
respiratorische Insuffizienz Lungeninsuffizienz, auf Störungen der Lungenbelüftung (Ventilation), des Gasaustausches ( oder der Blutzirkulation zurückzuführen(Diffusion) latente resp. Insuffizienz erst unter Belastung erkennbar
respiratorische Partialinsuffizienz respiratorische Partialinsuffizienz bezeichnet eine alleinige Sauerstoffaufnahmestörung
respiratorische Globalinsuffizienz respiratorische Globalinsuffizienz bezeichnet eine   zusätzliche Kohlendioxidvermehrung
Restriktion Einschränkung
restriktive Ventilationsstörung Ursache verkleinerte Lungenparenchymfläche
Retardtablette verzögertes und gleichmässiges Freisetzen eines Wirkstoffes
Retransplantation Eine Retransplantation ist eine erneute Transplantation, nachdem die erste LTX nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat
reversibel vorübergehend
Reversibilitätstest Messung best. Lungenfunktionsparameter nach Gabe eines Bronchodilatators, zur Differenzierung COPD-Asthma
rezessiv Vererbungsweise, bei der eine Krankheit nur dann auftritt wenn beide Erbanlagen davon betroffen sind
Rhinitis Eine allergische Erkrankung der Nasenschleimhäute mit den Symptomen: Niesattacken, nasale Sekretion (Nasenlaufen), nasale Obstruktion (Nasenverstopfung), Juckreiz. Betroffen sind in erster Linie Pollen-, Hausstaub-, Tierhaar- und Schimmelpilzallergiker
 RR Symbol für den mit dem Riva-Rocci Apparat gemessenen Blutdruck
 RS-Virus RSV-Infektionen können bei Frühgeborenen nicht nur akut lebensbedrohlich verlaufen. Bei rund der Hälfte der kleinen Patienten bleibt ein überempfindliches Bronchialsystem bestehen. Immer wiederkehrende Entzündungen der Atemwege sind die Folge

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Sarkoidose Die Sarkoidose ist eine entzündliche Allgemeinerkrankung, die alle Organe betreffen kann und deren Ursache bislang unbekannt ist. Historisch bedingt waren früher verschiedene Bezeichnungen im Gebrauch, etwa Morbus Boeck/Besnier-Schaumann, Löfgren Syndrom für die akute Verlaufsform oder Morbus Jüngling für die Knochenbeteiligung. Bei der Sarkoidose kommt es zur Bildung von mikroskopisch kleinen Bindegewebsknötchen, sog. Granulomen. Diese können sich überall im Körper bilden und dann zu Störungen der jeweiligen Organfunktionen führen
Schimmelpilz-Mykosen Vorkommen vor allem als Meningitis, Pneumonie, Bronchitis (Asthma Bronchiale)
Schlafapnoe Aussetzen der Atmung von mehr als 10 Sekunden während des Schlafs, tritt anfallsweise auf
Schnupfen Rhinitis
Schocklunge Bez. für eingeschränkte pulmonale Mikrozirkulation mit respirator. Insuffizienz bei Schock
Schüttelfrost Kältegefühl, das mit Zittern des ganzen Körpers einhergeht; bewirkt eine schnell steigende Körpertemperatur. Vgl. Fieber
Screening Reihen oder Siebtest Untersuchung, Untersuchung einer ganzen Gruppe von Menschen
Sekundär-Infektion Inf. eines bereits von einem (Mikro-)Parasiten befallenen Organismus, wobei dem zweiten Erreger der Weg u. die Ansiedlungsmöglichkeit durch d. ersten vorbereitet wurde
Sekundenkapazität Abk. FEV1; 1. absolute S.: Gasvolumen (in Liter), das nach einer max. mögl. Inspiration in einer Sekunde max. ausgeatmet werden kann (sog. Tiffeneau-Test); 2. relative S.: absolute S. im Verhältnis zur Vitalkapazität der Lunge; normal ca. 80%; erniedrigt bei obstruktiven, evtl. erhöht bei restriktiven Ventilationsstörungen
Sensibilisierung 1. (immun.) durch Kontakt mit einem Antigen induzierte (primäre), bei erneutem Antigenkontakt verstärkte (sekundäre) Immunantwort* bzw. Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie*) eines Organismus; vgl. Immunität; 2. (serol.) Beladung von Zellen mit gegen sie gerichteten Antikörpern
Shunt Als Shunt wird in der Medizin eine Kurzschlussverbindung mit Blutübertritt zwischen Blutgefäss">Blutgefässen bzw. Herzkammern bezeichnet.
Shunt als Fehlbildung. Klinisch bedeutsam sind solche Kurzschlussverbindungen bei angeborenen Herzfehlern oder bei anderen Entwicklungsstörungen wie z.B. Persitierender Ductus venosus oder Persistierender Ductus arteriosus).In der Kardiologie wird unterschieden zwischen einem Rechts-Links-Shunt, bei dem aufgrund eines Herzfehlers Blut aus der rechten in die linke Herzhälfte übertritt, und einem Links-Rechts-Shunt bei dem aufgrund eines Herzfehlers Blut aus der linken Herzhälfte in die rechte übertritt. Folge einer Shunt-Umkehr von links-rechts zu rechts-links bei einem angeborenen Herzfehler ist die Eisenmenger-Reaktion.Bei angeborenen Herzfehlern wird ein künstlicher Shunt zwischen arteriellem und venösem Kreislauf angelegt um die Sauerstoffversorgung des Patienten zu verbessern. Der klassische Shunt ist die Blalock-Taussig-Anastomose. In vielen Fällen wird dieser Shunt im Rahmen einer Korrekturoperation des Herzfehlers wieder entfernt
Silikose Quarzstaublunge; durch Inhalation alveolengängigen, kieselsäurehaltigen Staubs v.a. bei Bergleuten, Steinmetzen, Porzellan- u. Glasarbeitern, Sandstrahlern, Giessereiarbeitern u. Industrieofenmaurern; meist chron. Verlauf in Abhängigkeit von fibrogener Potenz des inhalierten Staubs, Expositionsdauer- u. -intensität mit Entw. bindegewebiger Knötchen (Silikosegranulome) u. anderer fibrot. Veränderungen der Lunge, die terminal zum Cor* pulmonale führen
Sinubronchitits Gleichzeitig od. in enger zeitlicher Folge auftretende Sinusitis u. Bronchitis mit absteigendem, seltener auch aufsteigendem Infektionsweg; begünstigt die Chronifizierung der jeweiligen Grunderkrankung
Sole Kochsalzhaltiges Mineralwasser mit einem NaCl-Gehalt von mind. 1,4%; schwache S. bis 3%, mittelstarke S. bis 7%, sehr starke S. bis 30% Salzgehalt
Spannungspneumothorax Ein Sonderform des Pneumothorax; tritt auf, wenn ständig Luft in den Pleuraspalt eindringt, diesen aber nicht mehr verlassen kann. Ursache können bronchopleurale Fisteln sein. Dadurch dringt bei der Einatmung immer mehr Luft in den Pleuraraum ein, die bei Ausatmung aber nicht vollständig ent-
fernt wird (Ventilwirkung). Der ständig zunehmende Druck lässt die Lungen unter der sich entwickelnden Spannung schnell kollabieren
Spontanpneumothorax Eine Form des Pneumothorax, bei der Luft ohne vorhergehendes Trauma in den Pleuraspalt gelangt. Der Spontanpneu. kann bei vorher gesunden Menschen mit einer leichten Lungenerkrankung auftreten und der durch die Ruptur einer kleinen Emphysemblase verursacht wird; meist handelt sich um grosse Männer unter 40 Jahren. Die Prognose ist sehr gut. Andere Fälle weisen eine Beziehung zu Veränderungen des Luftdrucks beim Tauchen oder Fliegen auf
Spirometer Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen z. B. einer Verengung der Atemwege beim Asthma
Spirometrie Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt
Sputum Auswurf
Sputum Untersuchung Die Untersuchung von abgehustetem Bronchialsekret (Sputum)Die Untersuchung von Bronchialsekret (Sputum) ist häufig ein wichtiger Schritt, um eine richtige Diagnose zu stellen und eine Entscheidung für die richtige Behandlung treffen zu können. Die Untersuchung ist geeignet für die Diagnostik von hartnäckigen "normalen" bakteriellen Bronchitiserkrankungen, die Abgrenzung von Virusinfekten sowie für die Aufdeckung von TBC-Erkrankungen. Wenn die Untersuchung von Sputum gut gelingt, kann manchmal eine Bronchoskopie, die sonst für die Diagnose erforderlich wären, vermieden werden. Die Sputumproduktion ist morgens leichter und sollte ca. um 7:00 Uhr erfolgen, damit die Probe rechtzeitig zur Praxis und von dort weiter zum Labor transportiert werden kann. Die Gewinnung einer guten Probe ist für eine aussagekräftige Analyse unerlässlich
Stauungslunge inf. chron. venöser Hyperämie u. pulmonaler Hypertonie bei dekompensierter Linksherzinsuffizienz (z.B. bei Mitralklappen-fehler) veränderte Lunge; Pathol./Anat.: pralle Füllung der Blutkapillaren, bei längerem Bestehen Vermehrung des Bindegewebes, Blutaustritt u. Hämosiderinablagerung (braune Stauungsinduration, Herzfehlerlunge, Lungenstarre); Folge: Erschwerung der Sauerstoffdiffusion mit Hypoxämie; Sympt.: Stauungsbronchitis mit Dyspnoe, Husten u. Herzfehlerzellen* im Sputum, feuchte nichtklingende, bei Induration auch klingende Rasselgeräusche, Zyanose, evtl. Asthma cardiale, Lungenödem u. Stauungserguss
Steroidosteoporose Nach langfristiger, hochdosierter Behandlung mit Kortikoiden auftretende Osteoporose mit schweren Veränderungen des Skeletts vor allem an der Wirbelsäule, an Rippen, Femur, Beckenskelett u. Schädel
Sternotomie chirurgische Durchtrennung des Brustbeins. Sie wird als Zugangsweg für Eingriffe innerhalb der Brusthöhle, insbesondere am Herzen benötigt. Hierfür wird das Brustbein längs eröffnet und am Ende der Operation wieder mit Drähten verbunden
Streptokokken Bakterien der Fam. Streptococcaceae
Swyer-James-Syndrom Syndrom der einseitig hellen Lunge, unilaterales bzw. unilobäres Emphysem; Emphysem eines Lungenlappens od. -flügels, meist inf. einer in der Kindheit durchgemachten Bronchiolitis obliterans (s. Bronchiolitis); Sympt.: häufig gering, evtl. Dyspnoe u. rezidiv. respirator. Infekte

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Tachyarrhythmie Aus dem Rhythmus geratene schnelle Herzschlagfolge meist in völlig regellosen Abständen zw. den einzelnen QRS-Komplexen im EKG, bei Vorhofflattern od. Vorhofflimmern mit wechselnder AV-Überleitung
Tachykardie Herzrhythmusstörung mit einem Anstieg der Herzfrequenz auf über 100/min
Tacrolimus Makrolid mit immunsuppressiver Wirkung. Verw.: in Komb. mit Kortikoiden zur Prophylaxe u. Therapie der Transplantatab-stossung bei Lungen- Leber- u. Nierentransplantation; UAW: häufig Tremor, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Parästhesien, depressive Verstimmungen, Störungen des Sehvermögens
Tetrazycline Breitband-Antibiotikum - relativ breite Wirkung gegen grampositive und gramnegative Bakterien
Theophyllin Medikament, das die Bronchien erweitert in Tablettenform (meist als Retardtablette) oder zur Injektion
Thorakoskopie Untersuchung der Pleurahöhle mit einem Spezialendoskop (Thorakoskop) u. der Möglichkeit zur Entnahme von Gewebe (Biopsie) für histol., zytol. u. bakteriol. Untersuchungen u. zur Durchführung kleinerer Operationen an Lunge u. Pleura
Thorax Brustkorb; fassförmiger Thorax bei Lungenemphysem, inf. starrer Erweiterung durch Rippenknorpelveränderungen
Thoraxdrainage Ableitung von Blut, Körpersekreten oder Luft aus der Pleurahöhle über ein Schlauchsystem. Eine P. wird z. B. bei einem Pneumothorax oder Pleuraerguss durchgeführt. Meist werden Systeme verwendet, die auf dem Prinzip der Saugdrainage beruhen (angewendet z. B. bei der Bülau-Drainage): Zur Ableitung wird mittels Sog ein Unterdruck in der Pleurahöhle erzeugt. In örtlicher Betäubung wird ein kleiner Schnitt in die Brustwand gemacht, durch diesen wird ein Drainageschlauch in die Pleurahöhle eingeführt und an der Brustwand festgenäht. Der Schlauch wird an ein Absaugsystem angeschlossen. Der Unterdruck wird dem jeweiligen Krankheitsbild angepasst, wovon auch die Liegedauer der Drainage abhängt
Thyreoditis Schilddrüsenentzündung
Totimpfstoff Impfstoff, der abgetötete Viren oder Bakterien oder Bestandteile von Erregern enthält
Tracheobronchitis Entzündung von Luftröhre u. grossen Bronchien, meist im Rahmen eines grippalen Infekts
Tracheostomie zur Beatmung? Tracheostomie: Künstliche Öffnung der Luftröhre nach aussen durch Tracheotomie (Luftröhrenschnitt)
Transösophageale Echokardiographie (TEE) Die transösophageale Echokardiographie (TEE) ist eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens, die nicht von aussen (transthorakale Echokardiographie), sondern durch die Speiseröhre durchgeführt wird. Umgangssprachlich wird sie auch als Schluck-Echo bezeichnet. "Trans" bedeutet "durch", "Ösophagus" steht für "Speiseröhre" und "Echokardiographie" heisst Herz-Ultraschall
Transplantation Übertragung von Zellen, Geweben oder Organen auf ein anderes Individuum
Tremor Händezittern
Tröpfcheninfektion Infektionsweg bei dem erregerhaltige kleinste Tröpfchen z.B. beim Husten und Niesen von Kranken übertragen werden
Truncus pulmonalis gemeinsamer Stamm der Lungenarterien; reicht von der re. Herzkammer bis zur Aufzweigung in die A. pulmonalis dextra u. sinistra
Trypsin Eiweissspaltendes Ferment
Tuberkulose Abk. Tb., Tbk., Tbc; weltweit verbreitete bakt. Infektionskrankheit, die chron. verläuft und vor allem in den Atemorganen lokalisiert ist, jedoch grundsätzlich alle Organe befallen kann

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Uhrglasnägel sog. hippokratische Nägel; grosse, gewölbte Nägel, oft in Komb. mit Trommelschlegelfingern*; Vork.: z.B. bei Lungenfibrose, Bronchiektasen, Lungentuberkulose, Bronchialkarzinom, zyanotischen Herzfehlern
Ultraschall Schwingungen mit einer Frequenz von 20kHz bis 10GHz (oberh. der menschl. Hörgrenze); wird diagn. zur Sichtbarmachung von Körperstrukturen unterschiedl. Dichte genutzt oder therap. bei Erkrankung des Bewegungsapparats, insbes. posttraumat. Veränderungen u. rheumat. Erkrankungen, angewendet. Bei zu hoher Dosierung kann es durch Wärmeentwicklung zu Gewebeschäden kommen
Uveitis Entzündung des Augeninneren

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Vakazine Impfstoff aus lebenden, attenuierten (d.h. in ihrer Virulenz abgeschwächten) bzw. inaktivierten Krankheitserregern od. aus inaktivierten (entgifteten) Toxinen bzw. Toxoiden von Erregern od. Teilstücken der Oberflächenstruktur von Erregern
Vasculitis Gefässentzündung
Ventilation Atmung
Ventilation, alveoläre Effektive Ventilation des Alveolarraums, normal ca. 4000ml/min; entspricht bei homogener Belüftung der Lungen dem Atemzugvolumen minus dem (anatomischen) Totraum multipliziert mit der Atemfrequenz. Bei Ventilationsstörungen ist die Ermittlung der a.V. nur unter Bezug auf den art. CO2-Partialdruck möglich
Ventrikel Der Fachterminus Ventrikel (lat. Ventriculus, m. = kleiner Bauch) wird in der Medizin für verschiedene Organteile, die einen Hohlraum = Kammer/eine Ausbuchtung bilden, verwandt:
Ventriculus cordis = Herzkammer (rechte und linke Herzkammer), Ventriculus cerebri = Gehirnkammer oder Hirnventrikel
Verschwartung Abheilung eines Pleuraergusses od. Pleuraempyems unter Bildung einer Schwarte
Virulenz Giftigkeit
Viruspneumonie durch Viren hervorgerufene Lungenentzündung

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Wabenlunge Zystenlunge; Ersatz normalen Lungengewebes durch dünn-wandige Hohlräume (einkammerige u. multiple Zysten); Urs.: kongenitale Anomalie, häufiger auch Folgezustand versch. interstitieller Lungenerkrankungen (vgl. Lungenfibrose, Lymphangioleiomyomatose). Sekundärinfektionen führen zu narbiger Schrumpfung des Lungengewebes mit Überlastung des re. Herzens u. den entspr. Folgezuständen (Cor* pulmonale). Einzelzysten ohne klin. Sympt. (oft röntg. Zufallsbefund). Diagn.: charakterist. Ringschatten im Schichtaufnahmeverfahren bzw. in der Computertomographie
Wetterfühligkeit Meteoropathie; gesteigerte Reaktionsbereitschaft auf die Veränderung atmosphär. Einflüsse wie Luftdruck, Temp., Feuchtigkeit bzw. auf bes. Klimasituationen; Sympt.: Konzentrationsstörungen, Stimmungslabilität, allg. Unwohlsein, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerz, Angst; geschätzte Häufigkeit: bei ca. 30% der mitteleuropäischen Bevölkerung auftretend; bes. betroffen sind Personen mit Kreislaufstörungen
Weaning Als weaning wird die Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät bezeichnet, somit einer maschinellen Atemunterstützung, die zumeist im Rahmen der Intensivmedizin auf einer Intensivstation stattfindet

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zentrale Obstruktion Verengung der grossen Atemwege (Luftröhre, Hauptbronchien etc.) ist bei der COPD eher nicht relevant. Hier kommen eher Tumor oder oder andere Veränderungen als Ursache in Betracht
Zwerchfellhochstand Ein- od. beidseitige Anhebung des Zwerchfells; einseitig bei Erkr. der Lunge (Pneumonie, Infarkt, Atelektase) od. der Pleura (Pleuritis, Zwerchfellrelaxation, -parese, -paralyse); rechtsseitig bei Lebervergrösserung (Zirrhose, Abszess, Metastasen), Chilaiditi-Syndrom; linksseitig bei Gasblähung des Magens bzw. der linken Kolonflexur, Milzvergrösserung (Leukämie, Zyste); bds. bei intraabdomineller Raumforderung (Aszites, grosse Tumoren, Schwangerschaft), Meteorismus, Zöliakie
Zwerchfelltiefstand Krankhafte Verlagerung des Zwerchfells nach unten; einseitig bei Spannungspneumothorax, inf. funktionell exspiratorischer Ventilverengung im Bereich eines grossen Bronchialasts (z.B. nach Fremdkörperaspiration, bei Bronchialkarzinom), bds. bei Enteroptose, Asthma bronchiale, obstr. Lungenemphysem
Zyanose Blau-rote Färbung von Haut u. Schleimhäuten inf.Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut
Zysten mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe

 


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ACB
Aorta Coronarer Bypass
AHB
Anschluss Heilbehandlung
ARDS
Akutes Lungenversagen (Adult Respiratory Distress Syndrome)

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BIPAP
BIPAP(engl. Biphasic Positive Airway Pressure) druckkontrollierte Beatmung
BGA
Blutgasanalyse
BAL
Bronchoalveoläre Lavage

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COPD

chronic obstructive pulmonary disease=
Chronisch obstruktive Bronchitis COPD

CPAP
CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure (Kontinuierlicher Atemwegsüberdruck).
CRP

CRP Bestimmung im Blut CRP ist die Abkürzung für C-reaktives Protein


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DD
Differentialdiagnose
DNCG
Antientzündlich wirkendes Medikament zur Inhalation beim Asthma. Die Abkürzung DNCG steht für Dinatrium Cromoglicicum (auch Cromoglicinsäure genannt)
DA
Dosieraerosol
DLTX
Doppellungen Transplantation
DXA
Dual X-ray absorptiometry
(Knochendichtemessung) mittels DXA-Messung

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EKG
Elektrokardiogramm=Herzspannungskurve, die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern.
ELTX
Einzellungen Transplantation

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FEV1
das ist die Luftmenge, die der Patient mit aller Kraft und möglichst schnell innerhalb einer Sekunde ausatmen kann
FSME
Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns

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G O L D
Global Initiative for Chronic Obstruktive Lung Diseasevon WHO und und den National   Institutes of Health(NH) gegründete Initiative mit dem Ziel, Aufmerksamkeit für und Kenntnisstand über COPD zu steigern

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HLM
Herz-Lungen-Maschine
HU
High Urgency (Englisch) =besonders dringlich
Dringlichkeitslistung zur Lungentransplantation

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I
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J
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K
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LTX
Lungentransplantation
LVR

Lungenvolumenreduktion


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M
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NYHA
Classification=Einteilung des Schweregrades von Herzkrankheiten, ähnlich Gold bei COPD. New York Heart Ass

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OP

pharmokol.  1 Originalpackung, Operation, Operationssaal


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pCO2
Kohlendioxidpartialdruck
PEEP

positive end expiratory pressure
Druckbeatmung mit positiven Beatmungsdruck

pO2
Sauerstoffpartialdruck

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Q
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RAT

Reflektorische Atemtherapie
RR
Symbol für den mit dem Riva-Rocci Apparat gemessenen Blutdruck

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S
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TEE
Die transösophageale Echokardiographie (TEE) ist eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens, die nicht von außen (transthorakale Echokardiographie), sondern durch die Speiseröhre durchgeführt wird.
TIA
Transitorische ischämische Attacke, Vorbote eines Schlaganfalls

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U
Urgency - dringlich zur Transplantation gelistet

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V
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W
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XYZ
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