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Welche Symptome auf eine COPD hinweisen und wann eine ärztliche Untersuchung anzuraten ist, wird Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Direktor des HELIOS Klinikum Wuppertal - Klinikum der Universität Witten/Herdecke, des Bergischen Lungenzentrums und der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, in seinem Vortrag auf dem 14. Symposium Lunge 2022 am 3.9.2022 darlegen.

Die Diagnose „COPD“ ist bei Auftreten von Atemnot, Husten und Auswurf in Erwägung zu ziehen. Frühsymptome der COPD gibt es aber nahezu gar nicht. Treten die sog. „AHA“-Symptome Atemnot-Husten-Auswurf auf, liegt meistens schon eine nur noch bedingt rückgängig zu machende chronische Lungenerkrankung vor. Die häufig (zu) späte Diagnose einer COPD beruht u.a. darauf, dass die Symptome eher bagatellisiert werden und viel zu spät eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt wird.

Zäher Schleim in den Atemwegen stellt bei Lungenkrankheiten wie Asthma, der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD oder Mukoviszidose ein ernstes Problem dar. Forschende stellen in der Fachzeitschrift ‚Nature‘ aktuell einen möglichen Behandlungsansatz vor, der die unkontrollierte Bildung von zähem Schleim unterbinden könnte.

Im Zentrum der Untersuchungen standen die sogenannten Mucine, oder auf Deutsch Muzine. Diese Proteine sind zentraler Bestandteil der Schleimschicht, beispielsweise in der Lunge, dem Darm oder dem Magen. In den Atemwegen werden Muzine normalerweise nur allmählich von den Schleimhäuten freigesetzt.

Einem internationalen Forschungsteam ist es gelungen, auf einfache Weise Lungengewebe im Labor zu züchten. Diese Organoide können künftig in der Erforschung von Lungenkrankheiten, der Medikamentenentwicklung oder der personalisierten Medizin eine wichtige Rolle spielen.

Laboruntersuchungen an Lungengewebe erforderten bisher meist die Entnahme größerer Mengen menschlichen oder tierischen Gewebes. Nun ist es Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg gemeinsam mit amerikanischen Forschenden gelungen, aus wenigen Körperzellen im Labor kleine Einheiten an Lungengewebe zu züchten, sogenannte Organoide. Das sich entwickelnde Gewebe bildet eine dreidimensionale Struktur mitsamt Härchen auf der Oberfläche aus, wie sie für das Lungengewebe typisch ist. Diese Organoide können künftig in der Erforschung von Lungenkrankheiten, der Medikamentenentwicklung oder der personalisierten Medizin eine wichtige Rolle spielen (siehe American Journal of Physiology, online seit 9.3.2022).

Die folgende Befragung richtet sich sowohl an Personen, die an der ersten Untersuchung im Frühjahr 2020 teilgenommen haben, als auch an Personen, die zum ersten Mal teilnehmen möchten.

Sehr geehrte Damen und Herren,
inzwischen dauert die Corona-Pandemie schon fast 2 Jahre an. In einer neuen Online-Untersuchung möchten wir erfahren, wie sich seit Beginn der Pandemie das Befinden und die Bedürfnisse von COPD-Patientinnen und Patienten entwickelt haben und welche Folgen die Pandemie aktuell für den Alltag, die Psyche und die Lebensqualität Betroffener hat.
Die Untersuchung wird von der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) in Kooperation mit der Schön Klinik Berchtesgadener Land, der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland, des COPD - Deutschland e.V., der Philipps Universität Marburg und dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) durchgeführt.
Teilnehmen können Personen mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Pestizide leisten offensichtlich einen erheblichen Beitrag zur Entstehung einer COPD. Wer den Giften beruflich nicht aus dem Weg gehen kann, sollte Vorkehrungen treffen.

Wer beruflich häufig mit Pflanzenschutzmitteln zu tun hat, trägt ein erhöhtes Risiko für COPD. Gefährdet sind auch Menschen, die nie geraucht und nie unter Asthma gelitten haben. So das Ergebnis einer Registerstudie auf Basis der UK-Biobank.

Bei Asthma oder COPD können Schleimpfropfen die Atemwege verstopfen. Das Konzept der treatable traits kann eine Therapie gezielter machen und frustrane Versuche möglicherweise ersparen.

Das Konzept der sog. Treatable Traits im Management chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankungen fußt auf einem hohen Maß an Überschneidungen zwischen Asthma und COPD hinsichtlich Symptomatik und Pathomechanismen, berichtet Dr. Anneke ten Brinke, Medizinisches Zentrum Leeuwarden.

Vereinfacht gesagt, zielt es darauf, bei jedem Patienten die einzelnen Merkmale oder Symptome zu erkennen, die sein Krankheitsbild prägen, und die Behandlung entsprechend auszurichten. Das umgeht elegant eine oft schwierige Differenzialdiagnose.

Benzodiazepine wie Diazepam gehören zu den Beruhigungsmitteln. Schon länger gibt es Hinweise, dass sie – langfristig eingenommen – die Gehirnleistung schwächen und möglicherweise sogar Demenz begünstigen könnten. Jetzt zeigt sich: Die Wirkstoffe aktivieren offenbar Fresszellen im Gehirn, die dann Verbindungen zwischen den Nervenzellen (Neuronen) schädigen.
Angst- und Schlafstörungen, Panikattacken, Stress, Nervosität, Muskelspastiken – das Anwendungsspektrum von Benzodiazepinen ist groß. Sie sind hochwirksam – die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass sie bei kurzzeitiger Einnahme zwar sicher sind, bei längerem Gebrauch aber schnell süchtig machen können.