Symposium-Lunge

Wie eine Langzeit-Sauerstoffbehandlung (LOT) durchgeführt und überwacht wird, erläutert Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender AG Lungensport in Deutschland e.V. und stellv. Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018.

Eine Langzeit-Sauerstoffbehandlung (LOT) bedeutet die zusätzliche Inhalation von Sauerstoff über möglichst viele, mindestens aber 16 Stunden pro Tag und ist mit folgenden Effekten für Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten verbunden

Mögliche Fehlerquellen bei der Anwendung von Inhalationsgeräten und Optimierungsansätze für die korrekte Inhalationstechnik wird Dr. med. Peter Haidl, Chefarzt Pneumologie II und Ärztlicher Direktor im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 erläutern.

Eine erfolgreiche und damit wirkungsvolle Inhalationstherapie ist von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig. Bevor der Wirkstoff das Bronchialsystem erreicht, muss der Mund-Rachenraum passiert werden.
Durch die starke Richtungsänderung des Luftstroms aufgrund der anatomischen Gegebenheiten des Rachenraumes bleiben infolge der Schwerkraft bis zu 80% des Wirkstoffes im Rachen liegen. Dies kann gerade bei der Inhalation von Kortison zu unerwünschten Nebenwirkungen (Pilzbefall und Heiserkeit) führen.

Anleitungen zur Atemtherapie und Lungensport-Übungen zum Mitmachen stellt Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut Physiotherapie am Lungenzentrum (Reha Vital GmbH) Essen, auf dem Symposium Lunge 2018 vor.

Training ist ein entscheidender Baustein im komplexen Management der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Für COPD-Patienten gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie Lungensport, Atemphysiotherapie und Krankengymnastik. In Kombination mit der richtigen medikamentösen Therapie können diese aktiven Maßnahmen zu mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden verhelfen.

Verschiedene medikamentöse Optionen zur Therapie von COPD wird Univ.-Prof. Dr. med. Gernot G.U. Rohde von der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 vorstellen.

Die medikamentöse Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) orientiert sich an der Stadien-Einteilung der COPD des Patienten. Die aktuellen Empfehlungen sehen zunächst die Bestimmung des Schweregrades der Atemwegsverengung (Atemwegsobstruktion) vor, wobei vier Grade - von leicht (FEV1 > 80%), mäßig (FEV1 ? 50% - < 80%), schwer (FEV1 ? 30% - < 50%) und sehr schwer (FEV1 < 30%) - unterschieden werden.

Mögliche Ursachen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lungenerkrankungen COPD, Lungenemphysem, ACOS und Alpha 1 wird Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin Medizinische Klinik II am SRH Wald-Klinikum in Gera, in ihrem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 erläutern.
Unter obstruktiven Lungenerkrankungen versteht man Erkrankungen, die mit einer Enge der Atemwege einhergehen und Atemnot, Husten und Auswurf verursachen können. Das Spektrum der Erkrankungen reicht vom Lungenemphysem, mit der angeborenen Variante des Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangels, über die COPD und seine Mischform ACOS bis hin zum allergischen Asthma. Man kann diese Erkrankungen besser verstehen, wenn dem man die zugrunde liegenden Ursachen betrachtet.

Über diagnostische Methoden zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen wird Prof Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik, auf dem Symposium Lunge 2018 referieren.
Atemnot kann nicht nur bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auftreten, sondern ist auch Leitsymptom bei vielen anderen Erkrankungen der Lunge sowie des Herzens. Spezielle Untersuchungen helfen dabei zu unterscheiden, um welche Erkrankung es sich handelt und welche Therapiemaßnahmen für die Behandlung notwendig sind.
Das Arzt-Patienten-Gespräch umfasst das sorgfältige Erfragen von Beschwerden und die genaue Dokumentation der Krankheitsgeschichte des Patienten und gilt nach wie vor als wichtigster Bestandteil in der Erkennung von Erkrankungen. Wichtig dabei ist, dass die behandelnden Ärzte sich genügend Zeit für den ersten Arzt-Patienten-Kontakt nehmen. Allein durch eine sorgfältige Befragung und anschließende Untersuchung wird häufig schon frühzeitig ein Verdacht geäußert, welcher durch weitere gezielte Untersuchungen bestätigt werden kann.

„COPD und Lungenemphysem - Chronische Atemwegserkrankungen - Neueste Erkenntnisse und Zukunftsaussichten“ lautet das Motto des diesjährigen, bereits 11. Symposium Lunge.Das Symposium-Lunge ist eine jährlich stattfindende ganztägige Veranstaltung zur Information über Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung von COPD und weiteren Lungenerkrankungen, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird.