Prophylaxe

Bei allen über 60jährigen sollte für die alleinige Pneumokokken-Schutzimpfung auch weiterhin der Impfstoff PPSV23 zum Einsatz kommen. Diese Empfehlung hat die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut Ende August neu herausgegeben. Sie begründet dies damit, dass der Impfstoff vor einem deutlich größeren Spektrum an Pneumokokken schützt als der seit einigen Jahren erhältliche zweite Impfstoff PCV13. Kinder unter zwei Jahren sollten dagegen weiterhin mit PCV13 geimpft werden, da sie bei PPSV23 keine ausreichende Immunantwort entwickeln.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie basierend auf deutschen Krankenkassendaten. Demnach seien die Impfzahlen regional und geschlechterspezifisch durchaus verschieden, insgesamt aber in jedem Fall zu niedrig. Da Pneumokokken vorwiegend sehr junge bzw. ältere Personen infizieren, bestehe hier Nachholbedarf, um unter anderem Lungenentzündungen vorzubeugen.

Menschen, die sich ballaststoffreich ernähren, zeigen eine bessere Lungenfunktion und zwar schon bei einer Aufnahme von knapp 20 Gramm Ballaststoffen pro Tag. Dieses Fazit zieht ein internationales Forscherteam aus einer Studie, die Anfang 2016 im Fachblatt‚ Annals of the American Thoracic Society‘ veröffentlicht wurde.

Deutschland hinkt nicht nur bei der von der EU empfohlenen Grippe-Impfquote hinterher: Auch die Versorgungssicherheit sei in Gefahr, warnt ein Hersteller. Und die Probleme seien größtenteils hausgemacht.

Asthmatiker und Patienten mit COPD haben aufgrund ihrer krankheitsbedingt vorgeschädigten Lungen ein sehr hohes Risiko für ernsthafte Komplikationen, die lebensbedrohlich werden können. Sie sollten sich daher gegen Grippe und Pneumokokken impfen lassen.

Schon in der vergangenen Saison wirkte der Grippeimpfstoff nicht optimal – für die kommende sieht es erneut kritisch aus. Vor allem deshalb, weil gesetzlich Krankenversicherte in der Regel einen rabattierten Dreifachimpfstoff bekommen werden – und nicht den teureren, aber breiter wirksamen Vierfachimpfstoff.

Die Verwendung eines cortisonhaltigen Asthmasprays kann Mundtrockenheit und damit Probleme wie Mundgeruch, Entzündungen und Zahnschäden verursachen. Das kann ein Grund dafür sein, dass Asthmatiker ihr Asthmaspray meiden und dann ihr Asthma nicht mehr gut im Griff haben. Hinweise, wie Asthmatiker Mundtrockenheit vermeiden können, geben die Lungenärzte vom Bundesverband der Pneumologen (BdP).