Aktuelles

Was ein COPD-Patient während eines Reha-Aufenthaltes vonseiten der Medizin erwarten kann und was er andererseits selbst aktiv dazu beitragen sollte, damit seine Therapie erfolgreich verläuft, wird Dr. Klaus Kenn von der Schön Klinik Berchtesgadener Land in Schönau am Königsee auf dem Symposium Lunge 2011 am 7.5.2011 in Hattingen näher erläutern.

Calgary – Die Therapieoptionen bei Clostridium difficile Infektionen (CDI) könnten demnächst um ein neuartiges Antibiotikum erweitert werden. Fidaxomicin war in einer direkten Vergleichsstudie im New England Journal of Medicine (2011; 364: 422-431) dem Standardmedikament Vancomycin gleichwertig. Die Zahl der Rezidive war sogar deutlich geringer.

Bestimmte Medikamente gegen Sodbrennen (wie Protonenpumpen-Hemmer oder Histamin-H2-Rezeptor-Blocker), die etwa 40-70 Prozent der Patienten im Krankenhaus verabreicht bekommen, scheinen das Pneumonie-Risiko zu erhöhen. Darauf weisen Forscher vom Seoul National University Hospital in Korea hin.

COPD-Patienten erleiden auf Flugreisen sechs mal häufiger Atemnotanfälle als Gesunde. Das haben Norwegische Forscher festgestellt. Patienten mit chronischen Lungen- erkrankungen sollten daher vom Lungenarzt abklären lassen, ob sie im Flugzeug zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Primäre Ciliäre Dyskinesie (PCD) ist eine schwere chronische Erkrankung der Atemwege, bei der die Funktion der Flimmerhärchen, der so genannten Zilien, besonders schwer gestört ist. Nun hat ein Forscherteam des Universitätsklinikums Freiburg Veränderungen (Mutationen) zweier Gene identifiziert, die diese Krankheit hervorrufen.

Vitamin D senkt die Sturzrate bei älteren Menschen und schützt vor Knochenbrüchen. Das bestätigen aktuelle Studien. Experten plädieren daher inzwischen für die generelle tägliche Supplementierung von Vitamin D ab dem 60. Lebensjahr, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.

Auf dem 2. wissenschaftlichen Symposium des Kompetenznetzes Asthma und COPD am 17. und 18. Januar in Frankfurt rückte ein Teilprojekt des Verbundes Asthma MRI besonders in den Focus: Am Fraunhofer-Institut MEVIS in Bremen entwickeln Wissenschaftler eine Softwareplattform, die es zukünftig ermöglichen soll, magnetresonanztomographische Aufnahmen von Patienten, die unter Asthma oder COPD (chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung) leiden, standardisiert auszuwerten und unterschiedliche klinische Fragestellungen zu beantworten.