Asthma

Patienten mit allergischer Rhinitis haben häufig auch Asthma. Sind etwa Pollen der Auslöser, profitieren Patienten auch dann noch von einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung), wenn sie bereits ein leichtes, persistierendes Asthma haben.

Atemgeräusche mit Luftnot sind nicht immer ein Zeichen für Asthma – stattdessen kann auch eine Fehlfunktion der Stimmbänder (VCD, aus dem Englischen: vocal cord disfunction) vorliegen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne hin.

Je häufiger ein Asthmatiker einen schweren Asthma-Anfall bzw. eine generelle Verschlechterung seiner gesundheitlichen Verfassung – eine so genannte Exazerbation – erleidet, umso größer fällt der jährliche Verlust seiner Lungenfunktion aus. Das haben Forscher aus Kanada und den Niederlanden festgestellt.

Mit der so genannten Papworth-Methode, die bereits in den 60er Jahren in einem englischen Krankenhaus entwickelt worden ist, können Asthmatiker das Auftreten von asthmatischen Beschwerden und Gefühle der Angst und Depression offenbar wirksam verringern.

Baltimore – Nach den Ergebnissen einer randomisierten kontrollierten Studie der American Lung Association kann die Steroidbelastung von Patienten mit geringgradig persistierendem Asthma bronchiale durch eine Kombination des Steroids mit einem langwirksamen Beta2-Sympathomimetika gesenkt werden, ohne dass sich die Asthmakontrolle verschlechtert. In einer weiteren Studie kam eine Kombination auf einem Steroid mit einem kurzwirksamen Beta2-Sympathomimetika zum Einsatz, welches die Patienten aber nur bei Bedarf anwendeten. Auch hier wurde eine steroidsparende Wirkung erzielt. Statt wie üblich die Therapie in einem Editorial zu bewerten, lässt das New England Journal of Medicine (NEJM) die Leser über die beste Therapie abstimmen.

Schätzungsweise ein Viertel - und nicht wie bisher angenommen ein Zehntel - aller neu auftretenden Asthma-Fälle in den Industrienationen wird durch bestimmte Umweltfaktoren am Arbeitsplatz hervorgerufen. Besonders gefährdet sind Menschen, die im Druckergewerbe oder im Krankenhaus als Krankenschwester oder Pfleger arbeiten oder aber in der Holzbearbeitung, in der Land- und Forstwirtschaft oder als Reinigungskräfte tätig sind.

Regelmäßige Sputum-Tests, in denen abgehusteter Schleim auf das Auftreten von Entzündungszellen untersucht wird, könnten die Einschätzung des Risikos von Asthma-Anfällen womöglich verbessern. Andererseits erheben sich auch Zweifel über die Praktikabilität einer solchen Routine-Untersuchung.