Aktuelles

Neue Empfehlungen zur Abschätzung des Risikos von COVID-19-Erkrankungen bei unterschiedlichen chronischen Erkrankungen, insbesondere der Atmungsorgane, ge­ben die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP) in einer aktu­alisierten Stellungnahme.

Die gestern veröffentlichte Stellungnahme fasst den bisherigen Wissenstand zusammen, wie Vorerkrankungen das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf beeinflussen und welche Schutzmaßnahmen notwendig sind.

Im Kampf mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 scheint sich das Blatt zugunsten der Menschheit zu wenden: Innerhalb von rund zwei Wochen geben die westlichen Entwickler Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca/Universität Oxford Erfolge mit ihren Impfstoffkandidaten bekannt. Das Positive: Alle drei Vakzine wirken gegen den Erreger. Dennoch gibt es markante Unterschiede zwischen den drei Impfstoffen.

Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland und die Deutsche Atemwegsliga haben neue Empfehlungen zu ambulantem Lungensport und körperlichem Training für Menschen mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten veröffentlicht. Nach Ansicht der Autorinnen und Autoren wird die Behandlungsoption „Bewegungstherapie“ noch immer zu selten genutzt. Ihre Empfehlungen sollen dazu beitragen, dies zu ändern.

Körperliches Training solle noch mehr zu einem wichtigen Element in der Behandlung von Lungenkrankheiten werden, so die Expertinnen und Experten aus Pneumologie, Sportwissenschaften und Sporttherapie. Denn chronisch lungenkranken Menschen könne damit ein besseres Leben mit ihrer Krankheit ermöglicht werden. In den aktuellen Empfehlungen stellen die Autorinnen und Autoren daher die positiven Effekte von Sport und körperlichem Training bei Menschen mit verschiedensten Lungenkrankheiten dar.

Einige Patienten mit Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) können im Verlauf Symptome beider Erkrankungen entwickeln. Es ist noch unklar, wie dann am besten therapiert wird.

Wenn sich Asthma und COPD überlappen, sprechen Mediziner von ACO (Asthma-COPD Overlap). Mit Blick auf das ACO-Syndrom besteht großer Forschungsbedarf, da ACO-Patienten nicht gut auf die jeweiligen Leitlinientherapien ansprechen und eine schlechte Prognose haben.

Forschende des Helmholtz Zentrums München sind einem neuen Therapieansatz bei COPD (chronisch obstruktiver Lungenkrankheit) auf der Spur. In einer Publikation im Fachjournal Nature stellen sie einen Ansatz vor, der im Tiermodell Schäden am Lungengewebe unterbinden und die Regeneration des Gewebes anregen konnte.
Mikroskopaufnahme (fluoreszent) von Lungenzellen.

Patienten mit akuten Atemnotproblemen müssen nicht immer gleich invasiv beatmet werden. In vielen Fällen kann auch eine nasale High-Flow-Therapie oder nicht-invasive Beatmungsmethode sie stabilisieren und somit eine Intubation zur invasiven, maschinellen Beatmung vermieden werden. Das belegt eine aktuelle Studie, auf die die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) hinweisen.

Eine britische Studie zeigt, dass bei einem Viertel der Corona-Infizierten nach einigen Monaten keine Antikörper mehr zu finden sind. Ist also eine rasche Wiederansteckung möglich? Und was bedeutet das für einen Impfstoff? Experten warnen vor voreiligen Schlüssen.

Für Aufsehen sorgte Anfang der Woche eine Studie aus Großbritannien. Forscher des Imperial College London hatte über mehrere Monate mehr als 350.000 Erwachsene auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 untersucht. Das Ergebnis verblüffte in zweierlei Hinsicht: Es zeigte nicht nur, dass Ende Juni mindestens 6 Prozent der Teilnehmer Antikörper im Blut hatten - ein Hinweis darauf, dass sich mehr als drei Millionen Briten zu diesem Zeitpunkt schon infiziert hatten, zehnmal so viele wie damals bekannt. Die britischen Forscher beobachteten zudem, dass der Anteil von Menschen mit nachweisbaren Corona-Antikörpern zurückgegangen war.