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Es gibt nach Einschätzung der Verfasser keinen Grund, Infarktpatienten mit COPD die Betablocker vorzuenthalten. Selbst bei schwerer COPD scheinen Betablocker sicher zu sein. Es gibt also keinen Grund, den Lungenkranken nach einem Myokardinfarkt diese Arzneimittel vorzuenthalten. Auch Herzinfarktpatienten mit COPD lassen sich unbeschadet mit einem Betablocker therapieren. Ein erhöhtes Risiko für akute Exazerbationen der Lungenerkrankung ist bei ihnen nicht zu befürchten, wie eine Kohortenstudie aus Dänemark ergab. Eingeschlossen in die Untersuchung waren fast 11 000 COPD-Kranke, die wegen eines ersten Myokardinfarkts stationär behandelt wurden. Im Jahr nach dem Ereignis erlitten 35 % von ihnen zumindest eine pulmonale Exazerbation, 65 % bekamen laut Rezeptdaten einen Betablocker.
Eine aktuell veröffentlichte US-Studie hat nachgewiesenn, dass langjährige Raucher mit Covid-19 tatsächlich häufiger im Krankenhaus und auf Intensivstationen behandelt werden müssen und auch ein größeres Risiko haben, an Covid-19 zu sterben. Das ist unabhängig davon, ob sie aktive oder ehemalige Langzeitraucher sind, da vor allem die kumulative Dosis (Anzahl "Packungsjahre") entscheidend ist. Darauf weisen Experten der Deutschen Lungenstiftung hin.
Die Inhalation von intakter langkettiger Hyaluronsäure könnte sich positiv auf die Behandlung einer schweren akuten Verschlechterung (Exazerbation) der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine kleine Pilotstudie des amerikanischen National Institutes of Health NIH im Fachmagazin Respiratory Research. Hyaluronsäure, oder auch Hyaluron, ist ein Zuckermolekül und wichtiger Bestandteil des natürlichen Bindegewebes, indem es sozusagen als Gerüst für Zellen dient. Unter anderem wird Hyaluron auch in der Kosmetikindustrie als Hautbefeuchter oder als Nasenspray zur Befeuchtung der Luftwege verwendet.
Alle Personen ab dem Alter von 65 Jahren, die sich in der kommenden Grippesaison 2021/22 impfen lassen wollen, sollen einen Hochdosis-Impfstoff gegen die Grippe (Influenza) erhalten. Das gab der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) kürzlich bekannt. Der G-BA hat damit die aktualisierte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in der Schutzimpfungs-Richtlinie umgesetzt.
In der Klinik profitieren COPD-Patienten mit respiratorischer Insufizienz von einer maschinellen Beatmung. Wie aber soll es nach der Entlassung zu Hause weitergehen? Kommt es zu einem akuten COPD-Schub und zur respiratorischen Insuffizienz, profitiert der Patient von einer maschinellen Beatmung in der Klinik. Aber wie geht es langfristig nach der Entlassung zu Hause weiter? Die nicht-invasive Heimbeatmung, die über dicht sitzende Gesichtsmasken erfolgt, erfreut sich dabei zunehmender Beliebtheit. Echte Beweise für einen Nutzen fehlen bislang.
Trotz zurückgehender Zahlen wird die Pandemie-Lage nach Einschätzung von Intensivmedizinern bis Ostern weiterhin ernst bleiben. Es gelte die Ausbreitung der Mutationen solange es geht hinauszögern, also Kontakte reduzieren. Die Fortsetzung des Lockdown in Kombination mit Impfungen sei medizinisch das einzig Richtige, zumal es keine keine durchschlagende Therapie gegen Covid-19 gibt.
Gewitter verursachen akute Atemwegsprobleme bei älteren Menschen Vor einem Gewitter häufen sich die atemwegsbedingten Notfälle bei älteren Menschen. Besonders betroffen sind Asthmapatienten und COPD-Kranke. Mit den global steigenden Temperaturen wird es künftig häufiger Gewitter geben. Für ältere Menschen und für Patienten mit chronischen respiratorischen Erkrankungen dürfte das ernste Folgen haben, warnen Wissenschaftler. Dass es wegen Unwettern zu mehr Atemwegsnotfällen kommt, zeigten Dr. Eric Zou von der University of Oregon in Eugene und Mitarbeiter mit einer retrospektiven Auswertung von Krankenakten und Wetterdaten. Dazu wertete die Gruppe über einen Zeitraum von 14 Jahren hinweg die Konsultationen von mehr als 46 Millionen US-Amerikanern über 65 Jahre in den Notfallaufnahmen der Kliniken aus. In dieser Zeit waren mehr als 820 000 heftige Gewitter über das Land gezogen.